Buchcover Filmpropaganda für den Holocaust. Der ewige Jude. Von Christian Hardinghaus.

Filmpropaganda für den Holocaust?

Wie zwei Filme zu tödlichen Waffen der Propaganda wurden.

 

Mit „Filmpropaganda für den Holocaust?“ legt Historiker und Medienwissenschaftler Christian Hardinghaus eine aufrüttelnde Studie über die dunkelste Seite des deutschen Kinos vor. Die beiden 1940 entstandenen Hetzfilme „Der ewige Jude“ und „Jud Süß“ gelten als Höhepunkte nationalsozialistischer Propaganda – und als filmische Wegbereiter des Holocaust.
Hardinghaus untersucht, ob diese Produktionen gezielt zur Vorbereitung der Massenmorde an Millionen Jüdinnen und Juden eingesetzt wurden. Er analysiert minutiös die perfiden Inszenierungsstrategien, psychologischen Manipulationsmechanismen und politischen Absichten hinter den Filmen – von den Regisseuren Veit Harlan und Fritz Hippler bis zu den Drahtziehern Goebbels und Hitler.
Ein beklemmendes, wissenschaftlich fundiertes Werk über Macht, Medien und moralische Verantwortung – und die Frage, wie Film zur tödlichsten Waffe des 20. Jahrhunderts werden konnte.

Filmpropaganda für den Holocaust?

„Der ewige Jude“ und „Jud Süß“, die 1940 kurz hintereinander in Deutschlands Kinos kamen, sind die schlimmsten Auswüchse nationalsozialistischer Film-Propaganda. Der Spielfilm „Jud Süß“ ist ein Beispiel für indirekte Propaganda. „Der ewige Jude“ steht als Kompilationsfilm exemplarisch für die offen ausgetragene Propagandamethode. Dienten diese Filme, die nur kurz vor den Massentötungen in den Konzentrationslagern entstanden, zur Vorbereitung auf den Holocaust, wurden sie womöglich zu diesem Zweck gezielt in Auftrag gegeben und tragen somit eine entscheidende Rolle für die Ermordung von sechs Millionen Menschen jüdischen Glaubens? Aus historischer und medienwissenschaftlicher Sicht beleuchtet Christian Hardinghaus die Produktionshintergründe, zeigt die erschreckend ausgefeilten Propagandamethoden und psychologischen Wirkungsmechanismen der Filme und untersucht detailliert die Rollen der Regisseure Veit Harlan und Fritz Hippler, sowie die der Drahtzieher Adolf Hitler und Joseph Goebbels. Wie konnten diese mit Abstand schlimmsten antisemitischen Filmproduktionen entstehen und wer trägt die Verantwortung dafür?

Verfügbarkeit

available

Datum

2008-05-01

Jahr

2008

Verlag

Tectum Wissenschaftsverlag

Bewertungen

Dr. Christian Hardinghaus

Historiker – Schriftsteller – Fachjournalist

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