
Filmpropaganda für den Holocaust?
Filmpropaganda für den Holocaust untersucht die beiden nationalsozialistischen Hetzfilme Der ewige Jude und Jud Süß. Christian Hardinghaus analysiert Inszenierung, Bildsprache, Dramaturgie und historische Funktion und fragt, welchen Beitrag solche Filme zur antisemitischen Radikalisierung und zur Vorbereitung gesellschaftlicher Gewalt leisten konnten. Die medienhistorische Studie verbindet Filmanalyse mit Propagandaforschung und ordnet die Produktionen in den Kontext der NS-Verfolgungspolitik ein.
Wie antisemitische Filme zu Propagandawaffen wurden
1940 kamen mit Jud Süß und Der ewige Jude zwei der radikalsten antisemitischen Filme des Nationalsozialismus in die deutschen Kinos. Der eine arbeitete als Spielfilm mit Identifikation und Emotion, der andere setzte offen auf Hetze, Feindbilder und scheinbare Dokumentation.
Filmpropaganda für den Holocaust? untersucht Produktionsbedingungen, filmische Inszenierung und psychologische Wirkungsmechanismen beider Filme. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rolle Veit Harlan, Fritz Hippler, Joseph Goebbels und Adolf Hitler spielten – und in welchem Verhältnis die antisemitische Filmpropaganda zur späteren Vernichtungspolitik stand.
Die veröffentlichte Magisterarbeit:
Mit dieser Studie begann 2008 Christian Hardinghaus’ wissenschaftliche Beschäftigung mit Propaganda, Medienwirkung und Antisemitismus – Themen, die später in weiteren Büchern und Forschungsprojekten vertieft wurden.
- Analyse von Jud Süß und Der ewige Jude
- offene und indirekte Methoden der NS-Filmpropaganda
- Bildsprache, Musik, Montage und psychologische Manipulation
- Veit Harlan, Fritz Hippler, Joseph Goebbels und Adolf Hitler
Erhältlich als
Wissenschaftliche Softcover-Ausgabe.
Der ewige Jude und die Generation Facebook
– antisemitische Propagandamuster im digitalen Zeitalter
Kriegspropaganda und Medienmanipulation
– Propagandatechniken vom 20. Jahrhundert bis heute

