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Zweiter Weltkrieg: Zeitzeugen, Bücher und Lexika

Mehr als hundert Menschen haben mir erzählt, wie sie den Zweiten Weltkrieg erlebt haben: Soldaten und Flakhelfer, Krankenschwestern, Wehrmachtshelferinnen, Flüchtlinge und Kinder, die nach 1945 allein durchkommen mussten.

Aus diesen Gesprächen sind meine Bücher entstanden. Auf dieser Seite finden Sie sie zusammen mit ausgewählten Interviews, der Blogserie „Zwischen den Fronten“ und vier Lexika. Die Lexika erklären, was beim Lesen von Feldpost, Soldbüchern oder Fachliteratur schnell unklar wird: Dienstgrade, Waffenfarben, die Gliederung der Truppe und den Aufbau des NS-Staates.

100+
Zeitzeuginnen und Zeitzeugen befragt
188
Dienstgrade von Wehrmacht, SS, SA, NSDAP, HJ und RAD
100
Organisationen und Behörden des NS-Staates
30
Waffenfarben von Heer, Luftwaffe und Waffen-SS
Nachschlagen

Vier Lexika zu Wehrmacht, SS und NS-Staat

Wer war wem unterstellt, was bedeutete ein Rang, woran erkannte man die Truppengattung? Die vier Lexika sind frei zugänglich und lassen sich durchsuchen und filtern.

Kampf & Ketten

Gliederung · 64 Ebenen

Wie Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, SA, NSDAP, HJ und RAD aufgebaut waren, von der Gruppe bis zur Heeresgruppe.

Rang & Ruf

Dienstgrade · 188 Einträge

Alle Dienstgrade von Wehrmacht, SS, SA, NSDAP, Hitlerjugend und Reichsarbeitsdienst, mit Rangvergleich und Kragenspiegeln.

Farbe & Funktion

Waffenfarben · 30 Farben

Die Farbtafel von Heer, Luftwaffe und Waffen-SS: welche Farbe zu welcher Truppengattung gehörte und wo sie an der Uniform saß.

Befehl & Bereitschaft

NS-Staat · 100 Einträge

OKW und OKH, RSHA, Polizei, Parteiämter und Ministerien: wer Befehle gab, wer sie umsetzte und wie sich Zuständigkeiten überschnitten.

Bücher

Meine Bücher zum Zweiten Weltkrieg

Drei Bände versammeln jeweils 13 Gespräche mit Soldaten, jugendlichen Flakhelfern und Frauen. „Das Wolfsmädchen“ erzählt die Geschichte einer einzigen Zeitzeugin.

13 Soldaten der Wehrmacht

Die verdammte Generation

Stalingrad, Afrika, Normandie, Gefangenschaft: Männer, die jahrzehntelang geschwiegen haben, über Front, Schuld und das Leben danach.

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13 Kindersoldaten

Die verlorene Generation

Luftwaffenhelfer, Hitlerjungen im Volkssturm und Panzervernichtungstrupps: Jugendliche, die mit 15 oder 16 an die Geschütze geschickt wurden.

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Wolfskinder in Ostpreußen

Das Wolfsmädchen

Im Winter 1946 flieht die elfjährige Ursula Dorn aus dem zerstörten Königsberg. Ihre Geschichte steht für Tausende Kinder, die nach dem Krieg allein überleben mussten.

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Interviews

Zeitzeugen im Video

Zwei Menschen aus meinen Büchern erzählen vor der Kamera: Rolf Sachweh von den Rheinwiesenlagern im Frühjahr 1945, Ursula Dorn vom Kriegsende in Königsberg.

Rolf SachwehJahrgang 1929

Rolf Sachweh war 1945 noch ein Jugendlicher, als er in eines der Rheinwiesenlager kam. Dort hielten die Alliierten nach Kriegsende Hunderttausende deutsche Gefangene auf offenen Feldern fest. Das Video beginnt an der Stelle, an der er von dieser Zeit erzählt.

Ursula DornKönigsberg, 1945–1946

Ursula Dorn erlebte als Kind die Eroberung Königsbergs durch die Rote Armee und die Hungerzeit danach. Sie spricht über die Gewalt, die Frauen und Mädchen nach der Eroberung erlitten, und über ihre Flucht nach Litauen.

Die Videos werden erst nach einem Klick von YouTube geladen (erweiterter Datenschutzmodus).

Blogserie

Zwischen den Fronten

Kurze Fallakten zu Geschichten, die in keinem Schulbuch stehen: ein Bär als Soldat der polnischen Armee, Pervitin in der Wehrmacht, deutsch-jüdische Emigranten, die als Ritchie Boys für die US-Armee Kriegsgefangene verhörten.

Alle Beiträge
Fragen

Häufige Fragen zum Zweiten Weltkrieg

Was erklären die vier Lexika zum Zweiten Weltkrieg?

Sie erklären die Begriffe, auf die man beim Lesen von Feldpost, Soldbüchern, Akten oder Fachliteratur ständig stößt. „Kampf & Ketten“ zeigt die Gliederung von Wehrmacht, Waffen-SS und NS-Organisationen, „Rang & Ruf“ 188 Dienstgrade, „Farbe & Funktion“ 30 Waffenfarben und „Befehl & Bereitschaft“ 100 Organisationen und Behörden des NS-Staates.

Für wen sind die Lexika gedacht?

Für alle, die sich mit der NS-Zeit beschäftigen: Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrkräfte, Autorinnen und Autoren und Familien, die Dokumente aus dem Nachlass ihrer Eltern oder Großeltern verstehen wollen. Die Lexika sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.

Wie unterschieden sich Wehrmacht und Waffen-SS?

Die Wehrmacht mit Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine war die reguläre Armee des Deutschen Reiches. Die Waffen-SS war der bewaffnete Teil der SS, unterstand Heinrich Himmler und verstand sich als ideologische Elite des Regimes. Sie hatte eigene Dienstgrade und kämpfte im Krieg an der Seite der Wehrmacht. Einheiten beider Organisationen waren an Kriegsverbrechen beteiligt, besonders im Krieg gegen die Sowjetunion. Der Internationale Militärgerichtshof in Nürnberg erklärte die SS einschließlich der Waffen-SS 1946 zur verbrecherischen Organisation; ausgenommen waren Männer, die zwangsweise eingezogen worden waren und keine Verbrechen begangen hatten.

Was bedeuteten die Waffenfarben?

Waffenfarben zeigten an Kragenspiegeln, Schulterklappen und Mützen, zu welcher Truppengattung ein Soldat gehörte. Beim Heer stand zum Beispiel Weiß für die Infanterie, Rosa für die Panzertruppe, Hochrot für die Artillerie und Goldgelb für die Kavallerie. Das Lexikon „Farbe & Funktion“ zeigt alle 30 Farben von Heer, Luftwaffe und Waffen-SS.

Wie finde ich heraus, wo mein Großvater im Krieg gedient hat?

Die wichtigste Anlaufstelle ist das Bundesarchiv. Es verwahrt seit 2019 die Unterlagen der früheren Deutschen Dienststelle (WASt) mit Millionen Personalunterlagen von Wehrmachtsangehörigen; Angehörige können dort eine Auskunft beantragen. Für Gefallene hilft die Gräbersuche des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Mit dem Lexikon „Rang & Ruf“ lassen sich Dienstgrade in den Dokumenten einordnen.

Wie sind die Zeitzeugenberichte entstanden?

Ich habe die Gespräche für meine Bücher selbst geführt, mit mehr als hundert Frauen und Männern. Jeder Bericht gibt die Erinnerung eines Menschen wieder und wird im Buch historisch eingeordnet. Zeitzeugenberichte ersetzen keine Gesamtdarstellung des Krieges. Sie zeigen, was Entscheidungen und Ereignisse für den Einzelnen bedeuteten.

Welche meiner Bücher handeln vom Zweiten Weltkrieg?

Die Zeitzeugenbände „Die verdammte Generation“ über Soldaten der Wehrmacht, „Die verlorene Generation“ über Flakhelfer und Kindersoldaten und „Die verratene Generation“ über Frauen im Krieg sowie „Das Wolfsmädchen“ über die Wolfskinder in Ostpreußen. Alle weiteren Titel stehen auf der Seite mit meinen Büchern.

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