Aufbau des NS-Staates: Organisationen und Befehlsstrukturen
Organisationen, Behörden und Befehlsstrukturen des nationalsozialistischen Herrschaftsapparats von 1933 bis 1945 – kompakt erschlossen und ausführlich erklärt.
Ein Geflecht konkurrierender Zuständigkeiten
Der Aufbau des NS-Staates folgte keiner übersichtlichen Befehlskette. Ministerien und staatliche Behörden, NSDAP-Dienststellen, SS- und Polizeiapparat sowie militärische Kommandobehörden bestanden nebeneinander, konkurrierten miteinander und verfügten häufig über bewusst überlappende Zuständigkeiten.
Dieses Lexikon erklärt 100 Organisationen und Behörden des Nationalsozialismus. Es erschließt ihre Abkürzungen, vollständigen Namen, Aufgaben, Unterstellungen, Führungspersonen und historischen Zusammenhänge. Die Einträge lassen sich nach Organisationsbereich filtern und über Namen, Kürzel oder Stichwörter durchsuchen.
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Einträge im Überblick
Zentrale Kommandostelle der deutschen U-Boot-Waffe zur operativen Leitung und Koordination des U-Boot-Kriegs.
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BdU – Befehlshaber der U-Boote
Der Befehlshaber der U-Boote (BdU) war die zentrale Führungsstelle der deutschen U-Boot-Waffe. Von hier aus liefen die Meldungen der Kommandanten aus allen Operationsgebieten zusammen. Auf großformatigen Karten im Stabsraum wurden die U-Boote täglich neu markiert – das taktische Nervenzentrum eines unsichtbaren Krieges unter Wasser.
Auftrag & Aufgaben
- Gesamtleitung und operative Führung der U-Boot-Einsätze
- Ausbildung und taktische Schulung der Kommandanten
- Entwicklung von Einsatzverfahren, Funkverkehr und Koordination mit dem OKM
Unterstellung & Organisation
Der BdU war ab 1939 direkt dem Oberkommando der Marine (OKM) unterstellt. Die Dienststelle bestand aus drei Hauptabteilungen:
- Operative Abteilung – Planung und Durchführung der Unternehmungen
- Organisationsabteilung – Personal, Ausbildung, Material
- Nachrichtenabteilung – Funk, Aufklärung, Verschlüsselung
Die Zentrale befand sich nacheinander in Wilhelmshaven, Paris und Berlin.
Führende Befehlshaber
- 1936–1943: Karl Dönitz – Aufbau der U-Boot-Flotte, Einführung der „Wolfsrudel“-Taktik
- 1943–1945: Admiral Eberhard Godt – operative Leitung nach Dönitz’ Ernennung zum Oberbefehlshaber der Kriegsmarine
Wichtige Stützpunkte
- Kiel – Ausbildungs- und Ausrüstungshafen
- Wilhelmshaven – frühe Hauptbasis der U-Boot-Waffe
- Brest, Lorient, St. Nazaire, La Pallice – Atlantikbasen mit massiven Bunkeranlagen
Kontext: Beteiligung an Kriegsverbrechen / völkerrechtswidrige Befehle
Quellenlage / Hinweise
Kriegstagebücher des BdU, Funksprüche, Prozessunterlagen aus Nürnberg, Memoiren Dönitz’ sowie Forschungsliteratur zur U-Boot-Waffe (u. a. Blair, Busch/Röll). Die Überlieferung erlaubt eine ungewöhnlich präzise Rekonstruktion der Kommandostruktur.
Zentrale deutsche Besatzungsbehörde im besetzten Frankreich, zuständig für militärische Sicherung, Verwaltung und wirtschaftliche Ausnutzung.
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MBF – Militärbefehlshaber in Frankreich
Nach dem Sieg über Frankreich im Juni 1940 errichtete das Oberkommando der Wehrmacht die Dienststelle des Militärbefehlshabers in Frankreich (MBF). Von Paris aus leitete sie die gesamte deutsche Besatzungsverwaltung in der sogenannten „Besetzten Zone“. Der MBF war die Schaltzentrale des militärischen und wirtschaftlichen Alltags der Okkupation.
Auftrag & Aufgaben
- Aufrechterhaltung der militärischen Sicherheit und Ordnung im besetzten Gebiet
- Verwaltung der französischen Behörden im Sinne der deutschen Besatzungsmacht
- Überwachung der Wirtschaft, der Polizei und der Presse
- Abführung französischer Industrie- und Agrarleistungen an das Deutsche Reich
Unterstellung & Organisation
Der MBF unterstand direkt dem Oberkommando der Wehrmacht (OKW) und agierte im Auftrag der militärischen Führung, nicht der NSDAP. Die Dienststelle gliederte sich in vier Hauptabteilungen:
- Verwaltungsabteilung – Koordination der französischen Behörden, Justiz, Schulwesen
- Wirtschaftsabteilung – Kontrolle von Industrie, Handel und Rohstoffen
- Militärverwaltung – Sicherheit, Truppenbewegungen, Infrastruktur
- Propaganda-Abteilung – Zensur, Presse, Film und Rundfunk (→ siehe „Ausgetrickt – Das Lexikon der Manipulation & Propaganda“)
Sitz der Behörde war das Hotel Majestic in Paris. Zweigstellen existierten in Dijon, Nantes und Bordeaux.
Führende Militärbefehlshaber
- 1940–1942: General Otto von Stülpnagel – Aufbau der Militärverwaltung
- 1942–1944: General Carl-Heinrich von Stülpnagel – Repressionsmaßnahmen nach zunehmendem Widerstand
Verwaltungsbereiche & Zuständigkeit
- Besetzte Zone – Nord- und Westfrankreich unter deutscher Kontrolle
- Unbesetzte Zone – Südfrankreich bis November 1942 formell unter Vichy-Regierung
- Nach 1942: Erweiterung auf ganz Frankreich
Kontext: Beteiligung an Repression und Deportationen
Quellenlage / Hinweise
Akten der Militärverwaltung in Paris, Prozessunterlagen, Tagebücher von Besatzungsoffizieren sowie französische Verwaltungsquellen. Forschung u. a. von Paxton, Burrin und Woller.
Zentrale Führungsinstanz der Kriegsmarine für Planung, Organisation und operative Leitung der deutschen Seestreitkräfte.
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OKM – Oberkommando der Marine
Das Oberkommando der Marine (OKM) war die oberste Führungsinstanz der deutschen Kriegsmarine. Von Berlin aus koordinierte es alle strategischen, technischen und personellen Belange der Seestreitkräfte. Hier liefen die Planungen für Flottenbau, U-Boot-Krieg, Personalwesen und operative Einsätze zusammen.
Auftrag & Aufgaben
- Gesamtleitung der Kriegsmarine, strategische und operative Planung
- Koordination von Schiffbau, Bewaffnung, Ausbildung und Logistik
- Führung der Teilbereiche: Flottenkommando, U-Boot-Waffe, Küstensicherung
Unterstellung & Organisation
Das OKM war direkt dem Oberkommando der Wehrmacht (OKW) unterstellt und wurde vom Oberbefehlshaber der Marine geführt. Es gliederte sich in drei Hauptbereiche:
- Marinekommandoamt – operative Führung und Einsatzplanung
- Allgemeines Marineamt – Personal, Verwaltung, Recht
- Rüstungsabteilung – Werften, Ausrüstung, Materialbeschaffung
Führende Personen
- 1935–1943: Großadmiral Erich Raeder – Aufbau der Kriegsmarine und Flottenpläne
- 1943–1945: Großadmiral Karl Dönitz – Schwerpunktverlagerung auf U-Boot-Krieg
Kontext: Befehlsstruktur und rechtliche Bewertung
Quellenlage / Hinweise
Akten des Marinekommandos, Kriegstagebücher, Befehle des OKM, Prozessakten aus Nürnberg, Forschung u. a. von Rohwer, Blair, Koop/Schmolke.
Zentrale politische Polizei des NS-Staates zur Überwachung, Verfolgung und Unterdrückung politischer Gegner.
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Gestapo – Geheime Staatspolizei
Die Geheime Staatspolizei (Gestapo) war das wichtigste Instrument des NS-Staates zur politischen Kontrolle. Sie überwachte die Bevölkerung, verfolgte Regimegegner und koordinierte die Zusammenarbeit mit SS und SD.
Auftrag & Aufgaben
- Bekämpfung politischer Gegner des NS-Regimes
- Überwachung von Kirchen, Minderheiten und Opposition
- Koordination mit SS, SD und Kriminalpolizei im RSHA
Unterstellung & Organisation
Die Gestapo war ab 1939 Teil des Reichssicherheitshauptamts (RSHA) und damit Himmler direkt unterstellt. Sie bestand aus regionalen Staatspolizeileitstellen und untergeordneten Außenstellen in allen besetzten Gebieten.
Leitende Personen
- 1933–1936: Rudolf Diels – Aufbau der Gestapo
- 1936–1945: Heinrich Müller – Leiter der Gestapo im RSHA
Kontext: Repression und Verfolgung
Quellenlage / Hinweise
RSHA-Akten, Verhörprotokolle, Prozessakten, Forschung von Krausnick, Longerich, Wildt und Browning.
Letzte militärische Reserveorganisation des NS-Staates zur Verteidigung des Reichs im Endstadium des Krieges.
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Deutscher Volkssturm
Der Deutsche Volkssturm wurde im Oktober 1944 auf direkten Befehl Hitlers gebildet, als der Krieg längst verloren war. Er sollte alle waffenfähigen Männer zwischen 16 und 60 Jahren erfassen, die nicht bereits in der Wehrmacht dienten. Unter Leitung der NSDAP organisiert, war der Volkssturm die letzte Mobilisierung der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft.
Auftrag & Aufgaben
- Verteidigung des Reichsgebiets gegen die vorrückenden Alliierten
- Bewachung von Brücken, Nachschubwegen und Schlüsselstellungen
- Schaffung einer „letzten Verteidigungsfront“ im Inneren
Unterstellung & Organisation
Der Volkssturm unterstand formal dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda sowie dem Reichsleiter der NSDAP. Die Organisation erfolgte über die Gauleitungen, Kreisleiter und Blockwarte. Uniformen und Waffen waren uneinheitlich, Ausbildung kaum vorhanden.
Führende Funktionäre
- Martin Bormann – politische Gesamtleitung im Auftrag Hitlers
- Gauleiter – Organisation der Bataillone auf regionaler Ebene
Einsatzgebiete & Realität
- Verteidigung der Städte Berlin, Breslau, Königsberg und Wien
- Uneinheitlicher Einsatz; vielfach Zusammenbruch ohne Gefechte
- Symbol einer zusammenbrechenden Diktatur – propagandistisch überhöht
Kontext: Propaganda & Instrumentalisierung
Quellenlage / Hinweise
Reden und Aufrufe des Propagandaministeriums, Berichte von Gauleitungen, Zeitzeugen, sowie Forschung von Frieser, Bartov und Münkel.
Staatlicher Arbeitsdienst zur Arbeitsbeschaffung, vormilitärischen Ausbildung und ideologischen Erziehung der Jugend.
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Reichsarbeitsdienst (RAD)
Der Reichsarbeitsdienst (RAD) war eine paramilitärisch organisierte Arbeitsorganisation, die aus den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Weimarer Zeit hervorging. Unter dem Motto „Arbeit adelt“ wurde der Dienst 1935 gesetzlich verpflichtend und diente der ideologischen Erziehung, Disziplinierung und später der militärischen Vorbereitung der Jugend.
Auftrag & Aufgaben
- Beschäftigung arbeitsloser Jugendlicher in Infrastruktur- und Landwirtschaftsprojekten
- Vormilitärische Ausbildung und Disziplinierung
- Einsatz zur militärischen Unterstützung ab 1939 (z. B. Schanzarbeiten, Luftwaffenhilfe)
Unterstellung & Organisation
Der RAD unterstand dem Reichsarbeitsführer Konstantin Hierl und wurde dem Reichsministerium des Innern zugeordnet. Er gliederte sich in Arbeitsgaue, Gruppen und Abteilungen und verfügte über eigene Uniformen, Fahnen und Dienstgrade, die an militärische Formen angelehnt waren.
Leitung
- Reichsarbeitsführer Konstantin Hierl – seit 1931 Aufbau, ab 1934 Reichsleiter der NSDAP
Einsatzgebiete & Bedeutung
- Infrastrukturarbeiten im gesamten Reich (Straßenbau, Deichbau, Flurbereinigung)
- Unterstützung der Wehrmacht an Front und Heimat
- Ideologische Prägung der Jugend – Pflichtjahr für Männer und Frauen
Kontext: Militarisierung & Ideologie
Quellenlage / Hinweise
Dienstvorschriften, Propagandamaterial, RAD-Zeitungen, Prozessunterlagen, Forschung von Hachtmann, Grunberger, Schlemmer.
Zentrale Kommandobehörde der Wehrmacht, zuständig für strategische Gesamtplanung und Koordination der Teilstreitkräfte.
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OKW – Oberkommando der Wehrmacht
Das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) entstand 1938 nach der Entlassung Blombergs und war die oberste militärische Kommandobehörde des Deutschen Reichs. Es diente Hitler als persönlicher Führungsstab und koordinierte Heer, Marine und Luftwaffe auf strategischer Ebene.
Auftrag & Aufgaben
- Strategische Gesamtplanung und Führung der Wehrmacht
- Koordination der Teilstreitkräfte Heer, Marine und Luftwaffe
- Militärische Beratung Hitlers und Umsetzung seiner Direktiven
Unterstellung & Organisation
Das OKW war direkt Hitler unterstellt und gliederte sich in mehrere Ämter:
- Wehrmachtführungsamt (WFA) – operative Planung und Lage
- Amt Ausland/Abwehr – militärischer Nachrichtendienst (unter Admiral Canaris)
- Allgemeines Wehrmachtsamt – Verwaltung, Recht, Organisation
- Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt – Material und Produktion
Führende Personen
- 1938–1945: Wilhelm Keitel – Chef des OKW
- 1938–1945: Alfred Jodl – Chef des Wehrmachtführungsamts
Kontext: Entscheidungsstruktur & Verantwortung
Quellenlage / Hinweise
Akten des Wehrmachtführungsstabs, Prozessakten Nürnberg, Lageberichte, Forschung von Messerschmidt, Hürter, Krausnick.
Zentrale Kommandobehörde des Heeres, verantwortlich für Führung, Organisation und Einsatzplanung des Landheers.
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OKH – Oberkommando des Heeres
Das Oberkommando des Heeres (OKH) war die oberste Führungsinstanz der Landstreitkräfte. Es plante, leitete und organisierte die Operationen des Heeres im Zweiten Weltkrieg und war bis 1941 auch für alle Ostfeldzüge verantwortlich.
Auftrag & Aufgaben
- Operative Führung und Einsatzplanung der Heeresverbände
- Personalwesen, Ausbildung und Nachschub
- Koordination mit OKW und Generalstab des Heeres
Führende Personen
- 1938–1942: Generaloberst Franz Halder – Generalstabschef
- 1942–1944: Generaloberst Kurt Zeitzler – operative Leitung an der Ostfront
- 1944–1945: General Heinz Guderian – Panzerstratege und letzter Generalstabschef
Kontext: Operationen & Verantwortung
Quellenlage / Hinweise
Kriegstagebücher, Lagekarten, Prozessakten, Memoiren von Halder und Guderian, Forschung von Hürter, Frieser, Förster.
Oberste Führungsinstanz der Luftwaffe, zuständig für Organisation, Rüstung und Einsatz der Luftstreitkräfte.
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OKL – Oberkommando der Luftwaffe
Das Oberkommando der Luftwaffe (OKL) leitete alle strategischen und operativen Belange der deutschen Luftwaffe. Unter Hermann Göring vereinte es Rüstungswesen, Personalführung, Einsatzplanung und Luftverteidigung in einer zentralen Behörde.
Auftrag & Aufgaben
- Strategische und operative Führung der Luftstreitkräfte
- Organisation von Ausbildung, Technik und Flakabwehr
- Koordination mit Luftflotten und Rüstungsministerium
Führende Personen
- 1935–1945: Reichsmarschall Hermann Göring – Oberbefehlshaber
- 1939–1945: Generalfeldmarschall Erhard Milch – Rüstung und Produktion
Kontext: Führung & Machtkonzentration
Quellenlage / Hinweise
Luftwaffenakten, Einsatzberichte, Prozessakten Görings, Forschung von Irving, Müller, Overy.
Zentrale Planungs- und Führungsstelle des Heeres für Strategie, Ausbildung und operative Kriegführung.
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Generalstab des Heeres
Der Generalstab des Heeres war das intellektuelle Zentrum der militärischen Planung. Er entwarf Strategien, bildete Offiziere aus und bereitete operative Einsätze vor. Seine Tradition reichte bis in die preußische Armee zurück.
Auftrag & Aufgaben
- Ausarbeitung strategischer und operativer Konzepte
- Beratung der Heeresführung und des OKH
- Ausbildung des Führungsnachwuchses an der Kriegsakademie
Führende Offiziere
- Generaloberst Ludwig Beck – bis 1938 Chef des Generalstabs
- Franz Halder, Heinz Guderian – führende Planer und Theoretiker
Kontext: Tradition & Widerstand
Quellenlage / Hinweise
Tagebücher, Lageberichte, Ausbildungsunterlagen, Forschung von Messerschmidt, Wette, Förster.
Zentrale Dachbehörde der SS für Geheimdienst, Polizei und politische Überwachung im Deutschen Reich und den besetzten Gebieten.
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RSHA – Reichssicherheitshauptamt
Das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) wurde 1939 unter Reinhard Heydrich geschaffen, um die Geheimdienst- und Polizeiapparate des NS-Staates zu zentralisieren. Es vereinte Gestapo, Kriminalpolizei und Sicherheitsdienst (SD) unter einem Dach und war das organisatorische Herz der staatlichen Repressions- und Überwachungsstrukturen.
Auftrag & Aufgaben
- Leitung und Koordination der Gestapo, Kripo und des SD
- Bekämpfung politischer Gegner, Spionageabwehr und Kontrolle der Bevölkerung
- Erstellung sicherheitspolitischer Lageberichte für die NS-Führung
Unterstellung & Organisation
Das RSHA unterstand dem Reichsführer-SS Heinrich Himmler und gliederte sich in sieben Ämter (I–VII), darunter:
- Amt IV – Geheime Staatspolizei (Gestapo)
- Amt V – Kriminalpolizei (Kripo)
- Amt III – SD-Inland
- Amt VI – SD-Ausland
Leitende Personen
- 1939–1942: Reinhard Heydrich – Gründer und erster Chef
- 1943–1945: Ernst Kaltenbrunner – Nachfolger Heydrichs
Kontext: Rolle im Sicherheitsapparat
Quellenlage / Hinweise
Organisationsakten, Lageberichte, Prozessakten, Forschung von Krausnick, Wildt, Browning, Longerich.
Geheimdienst der SS zur Beobachtung von Gegnern und Überwachung der Bevölkerung im In- und Ausland.
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SD – Sicherheitsdienst des Reichsführers SS
Der Sicherheitsdienst (SD) war der Nachrichtendienst der SS und zunächst eine parteiinterne Einrichtung zur Beobachtung politischer Gegner. Unter Heydrich und Himmler entwickelte er sich zu einem umfassenden Geheimdienstsystem, das das gesamte öffentliche Leben ausforschte.
Auftrag & Aufgaben
- Beobachtung und Analyse politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen
- Erstellung von Lageberichten für SS-Führung und NSDAP
- Auslandsaufklärung und Spionagebekämpfung (ab 1939 im RSHA)
Leitung & Unterstellung
- Reinhard Heydrich – Aufbau des SD (ab 1932)
- Ernst Kaltenbrunner – Leitung im RSHA ab 1943
Der SD war ab 1939 organisatorisch im RSHA integriert (Ämter III und VI).
Kontext: Informationskontrolle
Quellenlage / Hinweise
SD-Berichte, Organisationsakten, Prozessunterlagen, Forschung von Wildt, Longerich, Gellately.
Zentral organisierte Polizeibehörde unter SS-Kontrolle, zuständig für Schutz-, Kriminal- und Gendarmeriedienste.
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Ordnungspolizei (OrPo)
Die Ordnungspolizei (OrPo) vereinte ab 1936 alle Polizeikräfte des Deutschen Reiches in einer zentralen Organisation. Unter Himmlers Kontrolle wurde sie zur uniformierten Säule des NS-Sicherheitsapparats.
Auftrag & Aufgaben
- Sicherstellung der öffentlichen Ordnung und Überwachung
- Polizeidienst in Städten, auf dem Land und in besetzten Gebieten
- Unterstützung militärischer und sicherheitspolizeilicher Operationen
Leitung & Unterstellung
- Kurt Daluege – Chef der Ordnungspolizei (1936–1943)
- Alfred Wünnenberg – Nachfolger (1943–1945)
Die OrPo war formal Teil des Innenministeriums, praktisch jedoch dem Reichsführer-SS unterstellt.
Kontext: Einsatzverbände & Besatzungspolizei
Quellenlage / Hinweise
Einsatzberichte, Prozessakten, Organisationspläne, Forschung von Browning, Curilla, Westermann.
Verbände der SS zur Bewachung von Konzentrationslagern und später als militärische Einheit im Fronteinsatz.
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SS-Totenkopfverbände
Die SS-Totenkopfverbände (SS-TV) waren spezielle Formationen der SS, die ab 1934 für die Bewachung und Organisation der Konzentrationslager zuständig waren. Später wurden Teile der Verbände militärisch eingesetzt und bildeten die Keimzelle der Division „Totenkopf“.
Auftrag & Aufgaben
- Bewachung und Verwaltung der Konzentrationslager
- Ausbildung von SS-Personal für Lagerdienst und Fronteinsatz
- Bildung militärischer Einheiten der Waffen-SS ab 1939
Leitung & Struktur
- Theodor Eicke – Inspekteur der Konzentrationslager und Führer der SS-TV (1934–1940)
- Richard Glücks – Leiter der Amtsgruppe D im WVHA (ab 1940)
Kontext: Einsatz & Struktur
Quellenlage / Hinweise
SS-Akten, Prozessunterlagen, Berichte der Alliierten, Forschung von Wachsmann, Orth, Pohl.
KdF – Kanzlei des Führers (Parteikanzlei der NSDAP)
Kanzlei des Führers (Parteikanzlei der NSDAP)
Zentrale Verwaltungsstelle der NSDAP unter Martin Bormann zur Steuerung des gesamten Parteiapparats.
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Parteikanzlei der NSDAP
Die Parteikanzlei der NSDAP war die Nachfolgeorganisation der „Stabsleitung des Stellvertreters des Führers“. Unter Martin Bormann wurde sie 1941 zur zentralen Schaltstelle der Partei, die die Verbindung zwischen NSDAP, Staat und Wehrmacht koordinierte.
Auftrag & Aufgaben
- Koordination aller Parteidienststellen und Gauleitungen
- Überwachung der Personalpolitik und Ernennungen
- Kontrolle der politischen Gleichschaltung staatlicher Behörden
Leitung & Unterstellung
- 1933–1941: Rudolf Heß – Stellvertreter des Führers
- 1941–1945: Martin Bormann – Leiter der Parteikanzlei, zentralisierte alle Entscheidungswege
Kontext: Machtkonzentration & Einfluss
Quellenlage / Hinweise
Parteikorrespondenzen, Organisationspläne, Tagebücher Bormanns, Forschung von Longerich, Broszat, Kershaw.
Jugendorganisation der NSDAP zur politischen und militärischen Erziehung der deutschen Jugend.
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Hitlerjugend (HJ)
Die Hitlerjugend (HJ) war die Jugendorganisation der NSDAP für Jungen im Alter von 10 bis 18 Jahren. Sie diente der körperlichen Ertüchtigung, vormilitärischen Ausbildung und ideologischen Formung der Jugend im Sinne des Regimes.
Auftrag & Aufgaben
- Politische Indoktrination und Erziehung zur „Volksgemeinschaft“
- Körperliche Erziehung und vormilitärisches Training
- Verpflichtende Teilnahme an Wehrertüchtigungslagern ab 1939
Leitung & Organisation
- Baldur von Schirach – Reichsjugendführer bis 1940
- Artur Axmann – Nachfolger ab 1940, Leitung bis Kriegsende
Die HJ war hierarchisch gegliedert in Jungvolk, HJ und HJ-Streifendienst; sie umfasste 1940 rund 8 Millionen Mitglieder.
Kontext: Erziehung & Kriegseinsatz
Quellenlage / Hinweise
Dienstvorschriften, Jugenddienstberichte, Erinnerungen, Forschung von Kater, Stachura, Peukert.
Mädchenorganisation der NSDAP zur ideologischen, körperlichen und häuslichen Erziehung junger Frauen.
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Bund Deutscher Mädel (BDM)
Der Bund Deutscher Mädel (BDM) war die weibliche Jugendorganisation der NSDAP. Er sollte Mädchen im Sinne der nationalsozialistischen Weltanschauung formen und auf ihre Rolle als „Mutter und Hüterin“ der Nation vorbereiten.
Auftrag & Aufgaben
- Erziehung zur Pflichterfüllung und Gemeinschaftstreue
- Körperliche Ertüchtigung und häusliche Ausbildung
- Einsatz im Krieg in Lazaretten, Kindergärten und als Landhelferinnen
Leitung & Organisation
- Trude Mohr – erste BDM-Führerin (1933–1937)
- Jutta Rüdiger – Nachfolgerin (1937–1945)
Kontext: Weiblichkeitsideale & Pflichtdienst
Quellenlage / Hinweise
BDM-Schriften, Berichte, Fotografien, Forschung von Frevert, Koonz, Rupp.
Massenorganisation zur Kontrolle der Arbeiterschaft und Integration der Wirtschaft in den NS-Staat.
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Deutsche Arbeitsfront (DAF)
Die Deutsche Arbeitsfront (DAF) wurde 1933 nach der Zerschlagung der freien Gewerkschaften gegründet. Sie vereinte Arbeitgeber und Arbeitnehmer unter der Parole „Gemeinschaft statt Klassenkampf“ und diente der Kontrolle der Arbeiterschaft.
Auftrag & Aufgaben
- Ersetzung der Gewerkschaften durch ein Einheitsverbandssystem
- Regulierung von Löhnen, Arbeitsbedingungen und Sozialpolitik
- Veranstaltung von Freizeit- und Erholungsprogrammen („Kraft durch Freude“)
Leitung & Organisation
- Robert Ley – Leiter der DAF (1933–1945)
- Unterorganisationen: Kraft durch Freude (KdF) und Schönheit der Arbeit
Kontext: Sozialpolitik & Kontrolle
Quellenlage / Hinweise
DAF-Akten, Betriebszeitungen, Prozessakten, Forschung von Grunberger, Evans, Tooze.
RMVP – Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda
Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda
Zentrale Behörde für Presse, Rundfunk, Film und Kulturpolitik zur ideologischen Steuerung der öffentlichen Meinung.
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Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda
Das Propagandaministerium wurde 1933 unmittelbar nach der Machtübernahme gegründet, um alle Kommunikationsmedien des Deutschen Reichs zentral zu steuern. Unter Joseph Goebbels kontrollierte es Presse, Rundfunk, Film, Literatur und Bildende Kunst und wurde zu einem der wirkungsvollsten Instrumente nationalsozialistischer Herrschaft.
Auftrag & Aufgaben
- Zentrale Steuerung der öffentlichen Kommunikation und Kulturpolitik
- Überwachung und Gleichschaltung von Presse, Film, Rundfunk und Theater
- Propagandistische Mobilisierung der Bevölkerung in Krieg und Frieden
Leitung & Organisation
- Joseph Goebbels – Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda (1933–1945)
- Unterabteilungen: Presseamt, Rundfunkamt, Filmabteilung, Kulturabteilung
Kontext: Propaganda & Steuerung der Öffentlichkeit
Quellenlage / Hinweise
Ministerialakten, Reden, Presseanweisungen, Forschung von Welch, Diller, Longerich, Reichel.
Zentrale Verwaltungsbehörde für innere Verwaltung, Polizei und Bevölkerungspolitik des Deutschen Reiches.
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Reichsministerium des Innern
Das Reichsinnenministerium war die zentrale Verwaltungsbehörde des Deutschen Reichs. Unter der Leitung von Wilhelm Frick und später Heinrich Himmler steuerte es Verwaltung, Gesundheit, Polizei und Rassenpolitik.
Auftrag & Aufgaben
- Organisation der inneren Verwaltung und Kommunalaufsicht
- Gesetzgebung zu Gesundheit, Bevölkerung und Staatsangehörigkeit
- Überwachung der Polizei und Koordination mit SS-Strukturen
Leitung & Unterstellung
- 1933–1943: Wilhelm Frick – Reichsminister des Innern
- 1943–1945: Heinrich Himmler – Kombination aus Minister- und SS-Funktion
Kontext: Verwaltungsapparat & Kontrolle
Quellenlage / Hinweise
Ministerialakten, Erlasse, Gesetzestexte, Forschung von Buchheim, Broszat, Bajohr.
RMfBuM – Reichsministerium für Bewaffnung und Munition / Rüstung und Kriegsproduktion
Reichsministerium für Bewaffnung und Munition / Rüstung und Kriegsproduktion
Behörde zur Steuerung der industriellen Rüstungsproduktion und Mobilisierung der Kriegswirtschaft.
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Reichsministerium für Bewaffnung und Munition / Rüstung und Kriegsproduktion
Das Rüstungsministerium wurde 1940 gegründet, um die industrielle Produktion für den Krieg zu zentralisieren. Unter Albert Speer entwickelte es sich zu einem hocheffizienten Verwaltungsapparat, der den Materialfluss und die Auslastung der Rüstungsbetriebe koordinierte.
Auftrag & Aufgaben
- Koordination der Waffen-, Fahrzeug- und Munitionsproduktion
- Organisation des Arbeitseinsatzes in Industrie und Bauwesen
- Steuerung der technischen Entwicklung und Rationalisierung
Leitung & Unterstellung
- 1940–1942: Fritz Todt – Gründer und erster Leiter
- 1942–1945: Albert Speer – Minister für Rüstung und Kriegsproduktion
Kontext: Wirtschaft & Effizienz
Quellenlage / Hinweise
Ministerialakten, Produktionsberichte, Prozessakten Speer, Forschung von Tooze, Scherner, Eichholtz.
Zentrale Behörde für Außenpolitik und diplomatische Beziehungen des NS-Staates.
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Auswärtiges Amt
Das Auswärtige Amt blieb als diplomatische Institution in seiner Struktur weitgehend traditionell, wurde jedoch ab 1938 stark von der NSDAP und der SS durchdrungen. Es koordinierte Außenpolitik, Verhandlungen und diplomatische Missionen in besetzten Gebieten.
Auftrag & Aufgaben
- Vertretung des Deutschen Reichs im Ausland
- Unterstützung der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Ziele des Regimes
- Koordination mit Besatzungsverwaltungen und Propagandaeinrichtungen
Leitung & Organisation
- Konstantin von Neurath – Außenminister bis 1938
- Joachim von Ribbentrop – Außenminister 1938–1945
- Unterabteilungen: Politische Abteilung, Kulturabteilung, Wirtschaftsreferate
Kontext: Diplomatie & Abhängigkeit
Quellenlage / Hinweise
Diplomatendepeschen, Protokolle, Prozessakten Ribbentrop, „Auswärtiges Amt und die Vergangenheit“-Studie (2005).
Zentrales Personalamt des Heeres für Offizierskarrieren, Versetzungen, Beurteilungen und Auszeichnungen.
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HPA – Heerespersonalamt
Das Heerespersonalamt (HPA) steuerte Laufbahnen, Beförderungen, Beurteilungen und Einteilungen der Offiziere des Heeres. Es prägte die Führungsstruktur des Heeres in Kriegs- und Friedenszeiten maßgeblich.
Auftrag & Aufgaben
- Personalplanung und -einsatz des Offizierskorps
- Beförderungen, Auszeichnungen, Versetzungen, Beurteilungen
- Schulung/Verwendungsplanung in Zusammenarbeit mit dem OKH
Unterstellung & Organisation
Dem OKH nachgeordnet; gegliedert in Referate für Laufbahnen, Beurteilungen, Auszeichnungen und Ersatzwesen.
Leitende Personen
- u. a. Rudolf Schmundt (Chef HPA)
Kontext: Einfluss auf das Offizierskorps
Quellenlage / Hinweise
Akten des OKH/HPA, Personalverfügungen, Forschung zu Offizierskorps und Laufbahnsystemen.
Zentrales Amt für Entwicklung, Prüfung, Beschaffung und Instandsetzung von Heereswaffen und Gerät.
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HWA – Heereswaffenamt
Das Heereswaffenamt (HWA) verantwortete Forschung, Erprobung, Normung und Beschaffung von Heereswaffen, Munition und Gerät – vom Karabiner bis zur Panzertechnik.
Auftrag & Aufgaben
- Entwicklung/Erprobung von Waffen und Munition
- Beschaffung, Normung, Qualitätskontrolle
- Technische Richtlinien, Instandsetzung, Ersatzteile
Unterstellung & Organisation
Dem OKH zugeordnet; Ämter/Abteilungen für Waffenentwicklung, Munition, Gerät, Prüfwesen und Fertigung.
Leitende Personen
- Emil Leeb u. a. als Chef des HWA
Kontext: Rüstung & Technik
Quellenlage / Hinweise
HWA-Akten, Prüfberichte, Fertigungsstatistiken, Fachliteratur zur Rüstungsorganisation.
WiRüAmt – Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt (im OKW)
Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt (im OKW)
Koordination von Wehrwirtschaft, Rohstoffen und Rüstungsbedarf auf Ebene des OKW.
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WiRüAmt – Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt (OKW)
Das Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt im OKW koordinierte Bedarfe der Wehrmacht mit Rohstoffen, Industrieproduktion und Transportkapazitäten der Kriegswirtschaft.
Auftrag & Aufgaben
- Wehrwirtschaftliche Planung & Bedarfsdeckung
- Rohstofflenkung, Prioritäten, Transportkoordination
- Abstimmung mit Rüstungsministerium und Teilstreitkräften
Unterstellung & Organisation
Bestandteil des OKW; Referate für Rohstoffe, Produktion, Verkehr/Logistik, Bedarfsplanung.
Leitung
- u. a. Georg Thomas (General der Wehrwirtschaft)
Kontext: Schnittstelle Wehrmacht–Industrie
Quellenlage / Hinweise
OKW-Akten, Wehrwirtschaftsberichte, Ministerialkorrespondenz, Forschung zu Kriegswirtschaft/Logistik.
Logistische Spitze des Heeres: Versorgung, Nachschub, Transport, Unterkunft und Infrastruktur.
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GenQu – Generalquartiermeister (OKH)
Der Generalquartiermeister verantwortete die Heereslogistik: Verpflegung, Munition, Treibstoff, Transporte, Feldinfrastruktur und Sanitätswesen – das Rückgrat jeder Operation.
Auftrag & Aufgaben
- Versorgung (Verpflegung, Munition, Betriebsstoffe)
- Transport/Verkehrswesen, Marsch- und Nachschubplanung
- Unterkunft, Infrastruktur, Sanitäts- und Etappendienst
Unterstellung & Organisation
Im OKH verankert; Stäbe für Nachschub, Verkehr, Etappen, Feldbau/Unterkunft, Sanitätswesen.
Leitende Personen
- u. a. Eduard Wagner (GenQu des Heeres)
Kontext: Operation & Logistik
Quellenlage / Hinweise
OKH-/GenQu-Akten, Marsch- und Nachschubpläne, Feldbauvorschriften, Forschung zu Militärlogistik.
Abw – Amt Ausland/Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht (OKW)
Amt Ausland/Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht (OKW)
Militärischer Nachrichtendienst für Spionage, Abwehr, Sabotageabwehr und Aufklärung.
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Abw – Amt Ausland/Abwehr (OKW)
Die Abwehr war der militärische Nachrichtendienst des OKW für Spionage, Spionageabwehr, Sabotageabwehr und operative Aufklärung. Sie arbeitete weltweit mit Auslandsstellen und Fronttruppen zusammen.
Auftrag & Aufgaben
- Auslandsaufklärung (militärisch, politisch, wirtschaftlich)
- Spionageabwehr & Sicherung
- Sabotageabwehr, Sonderunternehmen, Zusammenarbeit mit Truppe
Unterstellung & Organisation
Bestandteil des OKW; gegliedert u. a. in Abteilungen I (Spionage), II (Sabotage/Sonderunternehmen), III (Abwehr/Spionageabwehr) sowie regionale Abwehrstellen.
Leitende Personen
- Wilhelm Canaris – Chef der Abwehr (bis 1944)
Kontext: Rivalität & Auflösung
Quellenlage / Hinweise
OKW-/Abwehrakten, Auslandsberichte, Prozess- und Memoirenliteratur (u. a. Canaris-Umfeld), Forschung zu Nachrichtendiensten.
Zentrales Verwaltungsamt der SS für Organisation, Personal, Ausbildung und Verwaltung der SS-Gesamtstruktur.
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SS-HA – SS-Hauptamt
Das SS-Hauptamt war die organisatorische Zentrale der SS. Es regelte Struktur, Verwaltung, Personalfragen und Ausbildung und koordinierte die allgemeine SS mit angeschlossenen Verbänden.
Auftrag & Aufgaben
- Organisations- und Personalwesen der SS
- Ausbildungsvorschriften und Schulen
- Verwaltung, Haushalts- und Disziplinarangelegenheiten
Unterstellung & Organisation
Direkt dem Reichsführer-SS nachgeordnet; Abteilungen u. a. für Organisation, Personal, Ausbildung, Verwaltung.
Leitung
- u. a. Gottlob Berger (führende Funktion im SS-HA)
Kontext: Knotenpunkt der SS-Organisation
Quellenlage / Hinweise
Organisationspläne, Personalakten, Befehle; Forschung zur SS-Administration.
Führungs- und Einsatzamt der Waffen-SS: Organisation, Ausbildung, Einsatzplanung und Truppenführung.
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SS-FHA – SS-Führungshauptamt
Das SS-Führungshauptamt war für die militärische Organisation der Waffen-SS zuständig: Truppenaufstellung, Ausbildung, Gliederung, Einsatzplanung und Führungsvorschriften.
Auftrag & Aufgaben
- Aufstellung/Organisation der Waffen-SS-Verbände
- Ausbildung, Taktik, Führungsgrundsätze
- Personal- und Einsatzplanung in Koordination mit OKW/OKH
Leitung
- u. a. Hans Jüttner (Chef des SS-FHA)
Kontext: Waffen-SS als Kampftruppe
Quellenlage / Hinweise
Befehle/Gliederungen der Waffen-SS, Ausbildungsvorschriften, Einsatzberichte.
Hauptamt der SS für Finanzen, Verwaltung, Bauwesen und das KZ-Wirtschafts-/Lagersystem (Amtsgruppe D).
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WVHA – SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt
Das WVHA bündelte Finanzen, Beschaffung, Bauwesen und Lagerverwaltung der SS. Die Amtsgruppe D verantwortete Organisation und Verwaltung der Konzentrationslager.
Auftrag & Aufgaben
- Haushalt, Finanzen, Beschaffung, Bauwesen
- Verwaltung der SS-Unternehmen
- KZ-Organisation (Amtsgruppe D: Inspektion/Verwaltung der Lager)
Leitung
- Oswald Pohl (Chef WVHA)
- Richard Glücks (Amtsgruppe D – Lagerinspektion)
Kontext: Verwaltung des KZ-Systems
Quellenlage / Hinweise
WVHA-Akten, Prozessunterlagen, Verwaltungspläne; Forschung zu SS-Wirtschaft/ Lagerverwaltung.
Zentrale Kriminalpolizei; ab 1939 als Amt V in das RSHA integriert (Kripo).
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RKPA – Reichskriminalpolizeiamt
Das Reichskriminalpolizeiamt war die zentrale Behörde der Kriminalpolizei und wurde 1939 als Amt V (Kripo) in das RSHA eingegliedert.
Auftrag & Aufgaben
- Leitung der Kriminalpolizeidienststellen im Reich
- Fahndung, Erkennungsdienst, Zentrale Dateien
- Koordination mit Gestapo (Amt IV) und SD (Ämter III/VI) im RSHA
Leitung
- u. a. Arthur Nebe (Leiter RKPA/Amt V)
Kontext: Eingliederung ins RSHA
Quellenlage / Hinweise
RSHA-/RKPA-Akten, Personalunterlagen, Forschungsarbeiten zur Polizeigeschichte.
Polizei-Batl. – Polizei-Bataillone (Ordnungspolizei)
Polizei-Bataillone (Ordnungspolizei)
Uniformierte Einheiten der Ordnungspolizei für Sicherungs-, Besatzungs- und Unterstützungsaufgaben.
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Polizei-Bataillone (OrPo)
Die Polizei-Bataillone waren Verbände der Ordnungspolizei für Schutz-, Sicherungs- und Besatzungsaufgaben im Reich und in besetzten Gebieten; sie unterstützten militärische und sicherheitspolizeiliche Einsätze.
Auftrag & Aufgaben
- Bewachung, Sicherung, Streifendienste
- Begleitung von Transporten, Objekt- und Raumüberwachung
- Unterstützung von OrPo, Gestapo/SD und Wehrmacht
Unterstellung & Organisation
Teil der Ordnungspolizei; Aufstellung in Bataillons-/Regimentsstärke, regionale Polizeiführer und Kommandobehörden.
Kontext: Besatzungspolizei
Quellenlage / Hinweise
OrPo-Befehle, Einsatzberichte, Kommandostellenakten; Forschung zur Polizeigeschichte im Krieg.
NSPK – NSDAP-Parteikanzlei (Kanzlei des Führers)
NSDAP-Parteikanzlei (Kanzlei des Führers)
Zentrale Verwaltungs- und Steuerungsstelle der NSDAP unter Leitung von Martin Bormann, zuständig für innerparteiliche Angelegenheiten.
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NSPK – Parteikanzlei der NSDAP
Die Parteikanzlei der NSDAP war das Machtzentrum der Partei unter Martin Bormann. Sie regelte Personalangelegenheiten, Parteiorganisation und Verbindung zu staatlichen Stellen.
Aufgaben
- Koordination der Parteigliederungen und Gauleitungen
- Personalaktenführung und Beförderungen
- Verbindung zwischen Partei und Staatsverwaltung
Quellenlage
Bormann-Korrespondenz, Parteitagsakten, Forschung zur NSDAP-Führung.
NSO – Nationalsozialistische Ordnungspolizei (Parteidisziplinaraufsicht)
Nationalsozialistische Ordnungspolizei (Parteidisziplinaraufsicht)
Innerparteiliche Disziplinaraufsicht, zuständig für Verfahren gegen Parteimitglieder wegen Pflichtverstößen.
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NSO – Nationalsozialistische Ordnungspolizei
Die NS-Ordnungsaufsicht überwachte das Verhalten von Parteimitgliedern und Funktionären. Sie konnte Verwarnungen, Amtsenthebungen und Parteiausschlüsse verhängen.
Aufgaben
- Überwachung der Parteidisziplin
- Untersuchung parteischädigender Handlungen
- Koordination mit Gaugerichten und Parteigerichtsbarkeit
NSV – Nationalsozialistische Volkswohlfahrt
Nationalsozialistische Volkswohlfahrt
Sozialorganisation der NSDAP für Wohlfahrt, Kinderbetreuung, Mütterhilfe und Armenunterstützung im Sinne der NS-Ideologie.
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NSV – Nationalsozialistische Volkswohlfahrt
Die NSV war die größte Wohlfahrtsorganisation im NS-Staat und übernahm soziale Aufgaben unter ideologischer Ausrichtung. Hilfeleistungen waren an politische Zuverlässigkeit gebunden.
Organisation
- Untergliederungen für Kinder-, Mütter-, Gesundheits- und Armenhilfe
- Träger zahlreicher Heime, Kindergärten, Ferienlager
NSKK – Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps
Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps
Paramilitärische Motororganisation der NSDAP zur Schulung im Fahren, Transport und Technik.
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NSKK – Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps
Das NSKK war eine motorisierte Ausbildungsorganisation. Es schulte Mitglieder im Fahren, in Technik und Wartung und wurde im Krieg logistisch eingesetzt.
Aufgaben
- Fahr- und Technikausbildung
- Transportdienste für Partei, Wehrmacht, Organisation Todt
- Wehrmachtsnahe Unterstützung ab 1939
Luftsportorganisation der NSDAP zur fliegerischen Ausbildung und Vorbereitung auf den Luftwaffendienst.
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NSFK – Nationalsozialistisches Fliegerkorps
Das NSFK übernahm die vormilitärische Flugausbildung und förderte Segel- und Motorflugsport. Es diente als Nachwuchspool für die spätere Luftwaffe.
NSF – Nationalsozialistische Frauenschaft (NSF)
Nationalsozialistische Frauenschaft (NSF)
Frauenorganisation der NSDAP für Schulung, Propaganda und Familienpolitik im Sinne der NS-Ideologie.
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NS-Frauenschaft (NSF)
Die NS-Frauenschaft organisierte Frauenarbeit, Mütterberatung und Erziehung im Sinne der nationalsozialistischen Familienpolitik.
NSDStB – Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund
Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund
Studentische Organisation der NSDAP zur Gleichschaltung der Hochschulen und ideologischen Schulung der Studenten.
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NSDStB – Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund
Der NSDStB vertrat die Partei an Hochschulen, organisierte Schulungen, Aufmärsche und politische Betreuung der Studierenden.
Lehrerorganisation der NSDAP zur Durchsetzung der Weltanschauung im Bildungswesen.
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NSLB – Nationalsozialistischer Lehrerbund
Der NSLB erfasste Pädagogen aller Schulformen und überwachte Unterrichtsinhalt und Lehrerfortbildung im Sinne der NS-Ideologie.
Regionale Parteiführungsebene der NSDAP unterhalb der Reichsleitung, zuständig für Propaganda, Personal und Kontrolle.
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Gauleitung der NSDAP
Die Gauleitungen bildeten das Rückgrat der Parteiorganisation in den Regionen und unterstanden direkt der Parteikanzlei in München.
Unterste organisatorische Führungsebene der Partei auf Kreisebene mit Verantwortung für Mitgliederbetreuung und lokale Propaganda.
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Kreisleitung der NSDAP
Die Kreisleitungen führten die Parteiarbeit vor Ort, koordinierten Ortsgruppen und überwachten lokale Propaganda- und Sammelaktionen.
RMEL – Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Zentralbehörde für Agrarpolitik, Ernährungssicherung und Lenkung der landwirtschaftlichen Produktion.
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RMEL – Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Das RMEL steuerte die Agrarproduktion, Preisbildung und Versorgungspolitik. Ziel war eine autarke Ernährungswirtschaft und Kontrolle über Bauern und Landwirte.
Aufgaben
- Lenkung von Landwirtschaft und Ernährungspolitik
- Preis- und Produktionskontrolle
- Koordination mit dem Reichsnährstand
Quellenlage / Hinweise
RMEL-Akten, Agrargesetze, Forschung zur NS-Agrarpolitik.
Zentrale Behörde für Haushaltsführung, Steuerpolitik und Finanzkontrolle des Deutschen Reiches.
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RFM – Reichsfinanzministerium
Das RFM verwaltete die Finanzen des Reiches und sicherte die Finanzierung von Rüstung, Verwaltung und Besatzungskosten.
Aufgaben
- Haushalts- und Steuerpolitik
- Kontrolle der Reichskassen und Banken
- Koordination der Finanzverwaltung der Länder
Behörde für Verkehr, Bahn, Post und Infrastruktur des Reiches, zuständig für Mobilität und Logistik.
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RVM – Reichsverkehrsministerium
Das RVM steuerte Eisenbahn, Postwesen und Verkehrsinfrastruktur. Es war zentral für militärische Mobilität und Rüstungslogistik.
REM – Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung
Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung
Ministerium für das gesamte Bildungswesen und die ideologische Steuerung von Schulen und Universitäten.
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REM – Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung
Das REM war verantwortlich für Schulpolitik, Lehrpläne und Hochschulwesen – es sollte die Weltanschauung der NSDAP im Bildungssektor verankern.
Koordinierte Industrie, Handel und Preisregulierung, spielte Schlüsselrolle bei Kriegswirtschaft und Rüstung.
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RMfWi – Reichsministerium für Wirtschaft
Das RMfWi lenkte Produktion, Preise und Außenhandel. Es arbeitete eng mit dem Vierjahresplanamt und Rüstungsministerium zusammen.
Ministerium für Gesetzgebung, Gerichte und Staatsanwaltschaften, Instrument der Gleichschaltung der Justiz.
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RMJ – Reichsjustizministerium
Das RMJ kontrollierte die Rechtsprechung, formulierte Gesetze und sorgte für politische Gleichschaltung von Richtern und Staatsanwälten.
Ministerium für Arbeitsmarktpolitik, Löhne, Sozialversicherung und Arbeitsdienstkoordination.
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RMA – Reichsministerium für Arbeit
Das RMA lenkte die Arbeitskräfteverteilung und kooperierte eng mit dem Deutschen Arbeitsfrontsystem.
RMBO – Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete
Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete
Ministerium unter Alfred Rosenberg zur Verwaltung der besetzten Ostgebiete, mit ziviler und wirtschaftlicher Kompetenz.
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RMBO – Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete
Das RMBO plante die zivile Verwaltung der eroberten Ostgebiete. Es war formal zuständig für Politik, Kultur und Wirtschaft, faktisch aber von SS und Wehrmacht übergangen.
RMZ – Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion
Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion
Nachfolger des Ministeriums für Bewaffnung und Munition, koordinierte ab 1943 die gesamte Rüstungsproduktion.
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RMZ – Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion
Das RMZ unter Albert Speer zentralisierte die Kriegsproduktion, optimierte Lieferketten und steigerte Produktionsleistung bis 1944 erheblich.
HNA – Heeresnachrichtenwesen / Heeresnachrichtenamt
Heeresnachrichtenwesen / Heeresnachrichtenamt
Nachrichtenwesen und Funkaufklärung des Heeres; verantwortlich für Kommunikation, Chiffrierung und Abhörabwehr.
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HNA – Heeresnachrichtenwesen
Das Heeresnachrichtenwesen koordinierte Funk, Fernmelde- und Aufklärungsdienste. Es war unerlässlich für Führung, Aufklärung und Abwehr gegnerischer Signale.
Aufgaben
- Betrieb von Funk- und Kabelverbindungen
- Abhör- und Entschlüsselungsdienste
- Signalaufklärung gegnerischer Streitkräfte
Technisches Amt für militärische Infrastruktur, Unterkünfte, Brücken, Straßen und Befestigungen.
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HBA – Heeresbauamt
Das Heeresbauamt plante und leitete Bauprojekte für Kasernen, Übungsplätze, Depots und Feldbefestigungen.
Aufgaben
- Bau- und Instandhaltung militärischer Anlagen
- Planung von Feldbefestigungen und Pionierinfrastruktur
- Koordination mit Organisation Todt und Rüstungsamt
Militärische Ausbildungsstätten des Heeres für Offiziere, Spezialisten und Truppenteile.
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Heeresschulen und Waffenschulen
Das Netz der Heeresschulen vermittelte technische, taktische und Führerausbildung – von der Infanterie- über Panzer- bis zur Pionierschule.
Medizinischer Dienst des Heeres für Verwundetenversorgung, Feldlazarette und Seuchenbekämpfung.
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Heeressanitätsdienst
Der Sanitätsdienst sorgte für medizinische Betreuung, Evakuierung Verwundeter und Hygiene in allen Kriegsschauplätzen.
Oberste Kommandobehörde der Luftwaffe für Einsatzplanung, Führung und Koordination der Luftoperationen.
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LwFüSt – Luftwaffenführungsstab
Der Luftwaffenführungsstab plante strategische Luftoperationen, koordinierte Jagd-, Bomber- und Aufklärungseinheiten und arbeitete eng mit dem OKL zusammen.
Höchste Ausbildungseinrichtung des Heeres für Generalstabsoffiziere.
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HKA – Heereskriegsakademie
Die Heereskriegsakademie bildete den Führungsnachwuchs des Heeres aus und vermittelte operative Kriegführung, Strategie und Stabsarbeit.
Regionale Kommandobehörde der Kriegsmarine zur Führung von Flotten und Küstenabschnitten.
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MGK – Marinegruppenkommando
Die Marinegruppenkommandos führten Flottenverbände, Küstenstreitkräfte und Stützpunkte in Nord- und Ostsee, später auch im Atlantikraum.
MarArs – Marinearsenal / Werftämter der Kriegsmarine
Marinearsenal / Werftämter der Kriegsmarine
Technische Einrichtungen zur Wartung, Reparatur und Neubau von Schiffen und U-Booten.
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Marinearsenal
Die Marinearsenale waren technische Rückgrate der Kriegsmarine und sicherten Einsatzbereitschaft durch Werft-, Instand- und Nachschubdienste.
Zentrale Einrichtung für Kartenwesen, Geländeanalyse und topografische Aufklärung der Wehrmacht.
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Militärgeographisches Amt
Das MilGeoAmt erstellte und verteilte Kartenmaterial, Höhenprofile und Luftbildauswertungen für alle Teilstreitkräfte.
Spezialeinheiten für Bild-, Film- und Presseberichterstattung an der Front.
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WPrK – Wehrmachtpropaganda-Kompanien
Die Propagandakompanien dokumentierten Kampfhandlungen in Text, Bild und Film, stellten Berichte für das Oberkommando und die Medien her.
Regionale Spitzeninstanz der SS und Polizei in Reichs- und Besatzungsgebieten; Schnittstelle zur Zivil- und Militärverwaltung.
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HSSPF – Höherer SS- und Polizeiführer
Der HSSPF vertrat Himmler regional und bündelte Befehlsgewalt über SS, Polizei und oft auch Verwaltungseinheiten. Besonders in besetzten Gebieten koordinierte er Repression, Partisanenbekämpfung und Deportationen.
Unterstellung & Aufgaben
- Direkte Weisungsbindung an den Reichsführer-SS
- Koordination von OrPo, SD, Gestapo und SS-Verbänden
- Strategische Steuerung von Besatzungs- und Sicherheitsmaßnahmen
Kontext
BdS – Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD
Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD
Regionale Führungsdienststelle der SiPo und des SD in besetzten Gebieten; operative Leitung von Gestapo, Kripo und SD.
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BdS – Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD
Der BdS führte die regionale Sicherheitspolizei und den SD, oft dem HSSPF unterstellt. Er war Schaltstelle von Überwachung, Verfolgung und Nachrichtendienst.
Aufgaben
- Leitung von Gestapo (Amt IV) und Kripo (Amt V) vor Ort
- SD-Lageberichte, Spionageabwehr, Repressionsmaßnahmen
KdS – Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD
Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD
Untergeordnete regionale Dienststellen von SiPo und SD; Umsetzung operativer Maßnahmen auf Ebene von Bezirken/Gauen.
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KdS – Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD
Der KdS setzte die Anweisungen des BdS operativ um und führte lokale Gestapo-, Kripo- und SD-Stellen.
Führungsebene der uniformierten Ordnungspolizei; Koordination von Schutzpolizei, Gendarmerie und Polizei-Bataillonen.
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BdO – Befehlshaber der Ordnungspolizei
Der BdO verantwortete die uniformierten Polizeikräfte eines Bereichs, häufig in enger Abstimmung mit HSSPF und BdS.
SiPo – Sicherheitspolizei (Gestapo und Kriminalpolizei)
Sicherheitspolizei (Gestapo und Kriminalpolizei)
Dachbegriff für Gestapo und Kriminalpolizei; ab 1939 organisatorisch im RSHA integriert.
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SiPo – Sicherheitspolizei
Die Sicherheitspolizei vereinte politische Polizei (Gestapo) und Kriminalpolizei (Kripo) und arbeitete eng mit dem SD zusammen.
Kriminalpolizeiliche Ermittlungsbehörde; im RSHA (Amt V) organisiert und in Repressionspolitik eingebunden.
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Kripo – Kriminalpolizei
Die Kripo bearbeitete Kapital- und Staatsschutzdelikte; in der NS-Zeit systematisch politisiert und zentralisiert.
Führungs- und Offiziersschulen der SS zur Ausbildung des Führungsnachwuchses (Allgemeine SS/Waffen-SS).
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SS-JS – SS-Junkerschulen
Die SS-Junkerschulen (u. a. Bad Tölz, Braunschweig) vermittelten ideologisch geprägte Führungs- und Gefechtsausbildung für SS-Offiziersanwärter.
Größere Verbände der Ordnungspolizei aus mehreren Polizei-Bataillonen; Sicherungs-, Besatzungs- und Frontdiensteinheiten.
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PolRgt – Polizei-Regimenter
Die Polizei-Regimenter wurden ab 1942 aus Polizei-Bataillonen gebildet, um eine einheitliche Führung und stärkere operative Schlagkraft sicherzustellen. Sie agierten in Sicherungs-, Bewachungs- und teilweise auch in Kampfrollen.
Aufgaben & Einsatz
- Sicherung rückwärtiger Gebiete und Kommunikationslinien
- Bewachung von Lagern, Transporten und Objekten
- Einsatz bei Anti-Partisanenoperationen und Besatzungssicherung
Unterstellung & Struktur
Unterstanden der Ordnungspolizei (OrPo) und regionalen Höheren SS- und Polizeiführern (HSSPF). Zahlreiche Regimenter wurden ab 1943 zur Waffen-SS überführt oder integriert.
Kontext
Quellenlage / Hinweise
Befehle der Ordnungspolizei, Kriegstagebücher, Nachkriegsdokumentation zu Polizeieinheiten im Osten.
Fgdmr – Feldgendarmerie (Militärpolizei der Wehrmacht)
Feldgendarmerie (Militärpolizei der Wehrmacht)
Militärpolizeiliche Einheiten der Wehrmacht für Ordnung, Verkehr, Disziplin und Gefangenenwesen im Feld.
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Fgdmr – Feldgendarmerie
Die Feldgendarmerie bildete die Militärpolizei der Wehrmacht. Sie war für Disziplin, Verkehr, Festnahmen und Sicherungsaufgaben verantwortlich – an der Front wie im Hinterland.
Aufgaben
- Überwachung des Marschverkehrs und militärischer Ordnung
- Verfolgung von Deserteuren und Spionen
- Sicherung und Kontrolle in besetzten Gebieten
Unterstellung & Organisation
Direkt den Armeekorps unterstellt; im rückwärtigen Heeresgebiet Zusammenarbeit mit Militärverwaltung und Polizei.
Kontext
Quellenlage / Hinweise
Vorschriften des OKH, Feldgendarmerie-Handbücher, Erfahrungsberichte aus rückwärtigen Gebieten.
Führungsamt des Heeres-Sanitätswesens; verantwortlich für medizinische Organisation, Versorgung und Hygiene.
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SanInsp – Sanitätsinspektion des Heeres
Die Sanitätsinspektion unterstand dem Chef des Wehrmachtsanitätswesens und regelte Lazarettwesen, Seuchenbekämpfung und medizinische Versorgung im Feld.
Zuständigkeiten
- Planung der Sanitätslogistik
- Führung von Ärzten, Sanitätseinheiten und Lazaretten
- Medizinische Forschung und Impfprogramme
Truppengattung für Fernmeldewesen, Funk, Signalaufklärung und elektronische Kommunikation.
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NachrTr – Nachrichtentruppe
Die Nachrichtentruppe stellte die Kommunikation zwischen Kommandostellen sicher und betrieb Funk- und Kabelnetze an Front und Heimatstandorten.
Militärisches Justizsystem für Disziplinar- und Strafverfahren innerhalb der Streitkräfte.
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WMG – Wehrmachtgerichtsbarkeit
Die Wehrmachtgerichtsbarkeit regelte Strafrecht und Disziplinarwesen in der Truppe. Unterstand dem Reichskriegsgericht und umfasste Feldgerichte bis hin zu Sondergerichten im Kriegsgebiet.
Personalführung der SS: Laufbahnen, Beförderungen, Beurteilungen und Versetzungen.
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SS-PersHA – SS-Personalhauptamt
Bearbeitete sämtliche Personalangelegenheiten von Führern und Unterführern der SS, inkl. Aktenführung und Auswahlverfahren.
Behörde für „rassenpolitische“ Begutachtung, Ehestandsprüfungen und Siedlungsprojekte.
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RuSHA – Rasse- und Siedlungshauptamt
Prüfte Eheschließungen von SS-Angehörigen, betrieb „Siedlungspolitik“ in besetzten Gebieten und erstellte Begutachtungen.
Ministerium für Luftfahrt, Rüstung der Luftwaffe und zivilen Luftverkehr.
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RLM – Reichsluftfahrtministerium
Zentrale Steuerung von Luftfahrtpolitik, Luftwaffenrüstung, Forschung (u. a. Triebwerke) und zivilen Fluglinien.
Leitung
- Hermann Göring (Minister), Erhard Milch (Staatssekretär)
Wirtschaftslenkung, Preis- und Devisenaufsicht, Rohstoffbewirtschaftung.
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RWM – Reichswirtschaftsministerium
Koordinierte Industrie-, Handels- und Rohstoffpolitik; enge Verzahnung mit Vierjahresplan und Rüstungsbehörden.
Leitung
- u. a. Hjalmar Schacht, Walther Funk
Post, Telegrafie, Telefon und Fernmeldewesen; technische Forschung/Standards.
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RPM – Reichspostministerium
Verantwortlich für Kommunikationsnetze; arbeitete mit Wehrmacht und RLM bei Funk- und Verschlüsselungstechnik zusammen.
Zentrale Regierungs- und Kanzleistelle zur Geschäftsführung der Reichsregierung.
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Reichskanzlei
Koordinierte Kabinettsgeschäfte, Aktenlauf und Führervorlagen; Schnittstelle zwischen Ministerien und Hitlers Befehlsapparat.
Ingenieur- und Bautruppe der Wehrmacht für Brücken, Sperren, Minen und Befestigungen.
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PiW – Pionierwesen des Heeres
Das Pionierwesen war für militärisches Bauwesen, Feldbefestigungen, Brückenbau und Sprengtechnik zuständig. Pioniereinheiten kamen an allen Fronten zum Einsatz.
Meteorologischer Dienst zur Wetterbeobachtung, Flug- und Seevorhersage.
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Wehrmachtswetterdienst
Der Wehrmachtswetterdienst sammelte und analysierte meteorologische Daten, unterstützte Luftwaffe, Marine und Heer bei Einsatzplanung und Navigation.
Spezialeinheit für Geländeanalyse, Bodenbewertung und Baugrunduntersuchung.
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Wehrgeologischer Dienst
Der Wehrgeologische Dienst untersuchte Boden- und Felsbeschaffenheiten für Befestigungen, Stellungen und Wasserversorgung.
Logistische Leitstelle für Material, Verpflegung und Nachführtransporte der Armeen.
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NachSt – Nachschubstab
Der Nachschubstab plante Transporte, Materialverteilung und Versorgungslager. Eng verzahnt mit Generalquartiermeister und Heeresverwaltung.
Forschung, Entwicklung und Erprobung neuer Waffen, Geräte und Fahrzeuge.
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WTPr – Wehrtechnisches Prüfamt
Das Wehrtechnische Prüfamt testete und bewertete Neuentwicklungen der Industrie, koordinierte Truppenversuche und Zulassungen von Wehrmaterial.
Organisation und Steuerung der Eisenbahn-, Kraftfahr- und Marschbewegungen des Heeres.
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HTr – Heerestransportwesen
Das Heerestransportwesen plante Truppenverlegungen, Nachschubzüge und Rücktransporte über Bahn, Lkw und Pferdekolonnen.
Aufsicht über Ausbildung, Ausrüstung und Einsatzgrundsätze der Pioniere.
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PiInsp – Pionierinspektion
Die Pionierinspektion standardisierte Brücken-, Minen- und Sprengtechnik, führte Spezialschulen und baute das Pioniergerät weiter aus.
Versand- und Kommunikationsdienst der Streitkräfte im Kriegseinsatz.
Eintrag öffnen
Feldpostwesen
Die Feldpost ermöglichte den Nachrichtenverkehr zwischen Front und Heimat, unterlag Zensur und organisatorischer Leitung des OKW.
Zentrale Leitung der Propagandakompanien; Koordination von Berichterstattung, Film und Fotografie.
Eintrag öffnen
WPrA – Wehrmachtpropagandaamt
Das Wehrmachtpropagandaamt steuerte die Propagandakompanien, prüfte Bildmaterial und arbeitete eng mit dem Propagandaministerium zusammen.
Planung, Lagerung und Verteilung von Sanitätsmaterial, Arzneien und Lazarettausstattung.
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SanVers – Sanitätsversorgungswesen
Das Sanitätsversorgungswesen sicherte Nachschub an Medikamenten, Verbandstoffen und medizinischer Ausrüstung für Truppen- und Feldlazarette.
Behörde zur Kontrolle von Kunst, Literatur, Musik, Film, Theater und Presse im nationalsozialistischen Staat.
Eintrag öffnen
RKA – Reichskulturkammer
Die Reichskulturkammer unterstand dem Propagandaministerium und gliederte sich in sieben Kammern (u. a. Presse, Film, Musik, Theater, bildende Kunst). Ihre Aufgabe war die politische und „rassische“ Überwachung aller Kulturschaffenden.
Paramilitärische Kampforganisation der NSDAP, zentrales Gewaltinstrument bei der „Machtergreifung“ 1933, nach der sogenannten Röhm-Affäre 1934 politisch entmachtet.
Eintrag öffnen
SA – Sturmabteilung
Die Sturmabteilung (SA) war die älteste und bis 1934 mächtigste paramilitärische Organisation der NSDAP. Als uniformierte „Braunhemden“ prägte sie das Straßenbild der Weimarer Republik durch Aufmärsche, Saalschlachten und gezielte Gewalt gegen politische Gegner.
Auftrag & Aufgaben
- Straßenkampf und Saalschutz bei Parteiveranstaltungen
- Einschüchterung politischer Gegner, insbesondere von Sozialdemokraten und Kommunisten
- Ab Februar 1933 Einsatz als „Hilfspolizei“ bei Verhaftungen und in frühen, „wilden“ Lagern
Unterstellung & Organisation
Oberster SA-Führer war formal Adolf Hitler selbst, die operative Führung lag beim Stabschef. Die SA gliederte sich in Gruppen, Brigaden, Standarten und Stürme nach Wehrmachtsvorbild.
Nach dem sogenannten Röhm-Putsch im Juni/Juli 1934 verlor die SA ihre paramilitärische Bedeutung endgültig an die SS.
Führende Personen
- 1931–1934: Ernst Röhm – Stabschef, beim sogenannten Röhm-Putsch („Nacht der langen Messer“) 1934 auf Hitlers Befehl ermordet
- 1934–1943: Viktor Lutze – Nachfolger nach der Entmachtung der SA
- 1943–1945: Wilhelm Schepmann – letzter Stabschef
Wichtige Ereignisse
- Judenboykott vom 1. April 1933 – SA-Posten vor jüdischen Geschäften
- Novemberpogrome 1938 – SA-Einheiten an Zerstörungen und Übergriffen beteiligt
- Röhm-Putsch Juni/Juli 1934 – Entmachtung der SA-Führung
Kontext: Beteiligung an politischer Gewalt und Verfolgung
Quellenlage / Hinweise
Umfangreiche Forschungsliteratur zur SA (u. a. Peter Longerich, Sven Reichardt), Prozessakten und zeitgenössische Presseberichte.
Zentrale Führungs- und Verwaltungsebene der Partei oberhalb der Gauleitungen, gegliedert in Hauptämter unter einzelnen Reichsleitern.
Eintrag öffnen
Reichsleitung der NSDAP
Die Reichsleitung war die oberste Verwaltungs- und Führungsebene der NSDAP mit Sitz im „Braunen Haus“ in München. Sie koordinierte die Arbeit der Gauleitungen und erließ verbindliche Parteivorschriften.
Auftrag & Aufgaben
- Koordination und Kontrolle der Gauleitungen im gesamten Reichsgebiet
- Erlass parteiinterner Richtlinien und Weisungen
- Zentrale Verwaltung der Parteifinanzen, Mitgliedschaft und Schulung
Unterstellung & Organisation
Die Reichsleitung war direkt Hitler als Parteiführer unterstellt und gliederte sich in zahlreiche Hauptämter (u. a. für Propaganda, Organisation, Auswärtige Politik, Rassenpolitik).
Ab 1941 übernahm die Parteikanzlei unter Martin Bormann faktisch die zentrale Steuerungsfunktion innerhalb der Reichsleitung.
Führende Personen
- 1933–1941: Rudolf Heß – Stellvertreter des Führers, formal an der Spitze der Parteiorganisation
- 1941–1945: Martin Bormann – Leiter der Parteikanzlei, nach Heß’ Englandflug faktisch mächtigster Mann der Parteiverwaltung
Wichtiger Standort
- „Braunes Haus“, München – Sitz der Reichsleitung seit 1930
Quellenlage / Hinweise
Parteiinterne Organisationshandbücher, Forschungsliteratur zur NSDAP-Verwaltungsstruktur (u. a. Dietrich Orlow, Peter Longerich).
DJ – Deutsches Jungvolk in der Hitler-Jugend
Deutsches Jungvolk in der Hitler-Jugend
Unterorganisation der Hitlerjugend für Jungen von 10 bis 14 Jahren, Vorstufe zur eigentlichen HJ.
Eintrag öffnen
DJ – Deutsches Jungvolk
Das Deutsche Jungvolk (DJ) erfasste Jungen im Alter von 10 bis 14 Jahren als Vorstufe zur Hitlerjugend. Ab 1936 war die Mitgliedschaft faktisch verpflichtend.
Auftrag & Aufgaben
- Vormilitärische und körperliche Ertüchtigung durch Geländespiele und Lager
- Ideologische Schulung im Sinne der NS-Weltanschauung
- Vorbereitung auf die Übernahme in die eigentliche Hitlerjugend ab 14 Jahren
Unterstellung & Organisation
Das DJ war organisatorisch Teil der Hitlerjugend und gliederte sich in Jungzüge und Fähnlein, angelehnt an die HJ-Struktur.
Die Gesamtorganisation unterstand der Reichsjugendführung.
Führende Personen
- Baldur von Schirach – Reichsjugendführer, übergeordnet für HJ und DJ
- Artur Axmann – Nachfolger als Reichsjugendführer ab 1940
Kontext: Vereinnahmung von Kindern
Quellenlage / Hinweise
Forschungsliteratur zur Hitlerjugend (u. a. Michael Buddrus, Arno Klönne).
1934 geschaffenes Sondergericht für „politische“ Straftaten wie Hochverrat, ohne Berufungsmöglichkeit – zentrales Terrorinstrument der NS-Justiz.
Eintrag öffnen
VGH – Volksgerichtshof
Der Volksgerichtshof wurde 1934 als Sondergericht für Hoch- und Landesverrat eingerichtet. Gegen seine Urteile gab es keine Berufungsmöglichkeit – er entwickelte sich zu einem der zentralen Terrorinstrumente der NS-Justiz.
Auftrag & Aufgaben
- Aburteilung von Hoch- und Landesverrat sowie „Wehrkraftzersetzung“
- Verhandlung politischer Prozesse gegen Widerstandskämpfer
- Verhängung zahlreicher Todesurteile in oft schauprozessartigen Verfahren
Unterstellung & Organisation
Formal dem Reichsjustizministerium zugeordnet, war der VGH faktisch ein politisch gelenktes Instrument mit direktem Einfluss der NS-Führung auf Verfahren und Urteile.
Sitz war Berlin, ab 1943 auch Ausweichsitze außerhalb der Stadt.
Führende Präsidenten
- Otto Georg Thierack – Präsident 1936–1942, danach Reichsjustizminister
- 1942–1945: Roland Freisler – berüchtigtster Präsident, bekannt für seinen einschüchternden Verhandlungsstil
Bekannte Verfahren
- Prozess gegen die Geschwister Scholl und die „Weiße Rose“, 1943
- Prozesse gegen Attentäter des 20. Juli 1944
Kontext: NS-Unrechtsjustiz
Quellenlage / Hinweise
Prozessakten, Forschungsliteratur zur NS-Justiz (u. a. Ingo Müller, Lothar Gruchmann).
Staatliche Bau- und Rüstungsorganisation, verantwortlich für Großprojekte wie Autobahnen, Westwall und Atlantikwall – mit massivem Einsatz von Zwangsarbeitern.
Eintrag öffnen
OT – Organisation Todt
Die Organisation Todt (OT) war die zentrale staatliche Bauorganisation des NS-Regimes. Sie errichtete Infrastruktur- und Verteidigungsanlagen in gigantischem Ausmaß – unter massivem Einsatz von Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen.
Auftrag & Aufgaben
- Bau von Reichsautobahnen, Westwall und Atlantikwall
- Errichtung von Rüstungs- und Industrieanlagen
- Organisation und „Einsatz“ von Arbeitskräften auf Großbaustellen
Unterstellung & Organisation
Ab 1942 war die OT dem neu geschaffenen Rüstungsministerium unter Albert Speer zugeordnet und eng mit der Kriegswirtschaft verzahnt.
Sie unterhielt eigene Einsatzgruppen in nahezu allen besetzten Gebieten Europas.
Führende Personen
- 1938–1942: Fritz Todt – Gründer und Namensgeber, zugleich Rüstungsminister, kam 1942 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben
- ab 1942: Albert Speer – Nachfolger als Rüstungsminister und oberster Verantwortlicher der OT
Wichtige Projekte
- Westwall – Befestigungslinie an der Westgrenze
- Atlantikwall – Küstenbefestigung von Norwegen bis Frankreich
- Reichsautobahn – Fernstraßennetz
Kontext: Zwangsarbeit
Quellenlage / Hinweise
Forschungsliteratur zur NS-Zwangsarbeit (u. a. Marc Buggeln, Projekt „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“).
Vierjahresplanbehörde – Behörde des Beauftragten für den Vierjahresplan
Behörde des Beauftragten für den Vierjahresplan
1936 unter Hermann Göring geschaffene Wirtschaftsbehörde zur Kriegsvorbereitung, überlagerte faktisch das reguläre Wirtschaftsministerium.
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Vierjahresplanbehörde
Die Behörde des Beauftragten für den Vierjahresplan wurde 1936 unter Hermann Göring geschaffen, um die deutsche Wirtschaft binnen vier Jahren „kriegsfähig“ zu machen. Sie erhielt weitreichende Vollmachten, die weit über das reguläre Wirtschaftsministerium hinausgingen.
Auftrag & Aufgaben
- Steuerung der Autarkiepolitik (Rohstoffe, Ersatzstoffe, Devisen)
- Koordination der Rüstungswirtschaft im Vorfeld des Krieges
- Lenkung wirtschaftlicher Maßnahmen, darunter auch die sogenannte „Arisierung“ jüdischen Eigentums
Unterstellung & Organisation
Göring war als Beauftragter direkt Hitler unterstellt und erhielt Weisungsbefugnis gegenüber anderen Ministerien, darunter dem Reichswirtschaftsministerium.
Führende Person
- Hermann Göring – Beauftragter für den Vierjahresplan 1936–1945
Kontext: Wirtschaftliche Verfolgung
Quellenlage / Hinweise
Wirtschaftsgeschichtliche Forschungsliteratur zum Nationalsozialismus (u. a. Adam Tooze, „Ökonomie der Zerstörung“).
RK – Reichskommissariate für die besetzten Gebiete
Reichskommissariate für die besetzten Gebiete
Zivile Besatzungsverwaltungen in eroberten Gebieten (u. a. Reichskommissariat Ostland, Reichskommissariat Ukraine), zuständig für Verwaltung und Ausbeutung der besetzten Bevölkerung.
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Reichskommissariate
Die Reichskommissariate waren zivile Besatzungsverwaltungen in eroberten Ostgebieten, allen voran das Reichskommissariat Ostland (Baltikum, Weißrussland) und das Reichskommissariat Ukraine.
Auftrag & Aufgaben
- Zivile Verwaltung der besetzten Bevölkerung
- Wirtschaftliche Ausbeutung von Rohstoffen und Arbeitskräften
- Umsetzung von „Germanisierungs“- und Umsiedlungsplänen
Unterstellung & Organisation
Die Reichskommissariate unterstanden dem Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete (RMBO) unter Alfred Rosenberg, wurden vor Ort jedoch jeweils von einem Reichskommissar geleitet, der weitreichende Machtbefugnisse besaß.
In der Praxis kam es häufig zu Kompetenzkonflikten mit SS- und Polizeistellen vor Ort.
Führende Reichskommissare
- Hinrich Lohse – Reichskommissar für das Ostland
- Erich Koch – Reichskommissar für die Ukraine, berüchtigt für besonders brutale Besatzungspolitik
Verwaltete Gebiete
- Reichskommissariat Ostland – Baltikum und Weißrussland
- Reichskommissariat Ukraine – besetzte ukrainische Gebiete
Kontext: Besatzungsverbrechen
Quellenlage / Hinweise
Forschungsliteratur zur deutschen Besatzungspolitik im Osten (u. a. Christian Gerlach, Dieter Pohl).
Einsatzgruppen – Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD
Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD
Mobile Sondereinheiten von SD und Sicherheitspolizei, verantwortlich für Massenerschießungen vor allem an Juden, Roma und Kommunisten im besetzten Polen und in der Sowjetunion.
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Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD
Die Einsatzgruppen waren mobile Mordkommandos von SD und Sicherheitspolizei. Ab dem Überfall auf die Sowjetunion 1941 waren sie für systematische Massenerschießungen verantwortlich – vor allem an der jüdischen Bevölkerung, aber auch an Roma, Kommunisten und Geiseln.
Auftrag & Aufgaben
- Ursprünglich „Bekämpfung“ politischer Gegner unmittelbar hinter der Front
- Ab Sommer 1941 systematische Massenerschießungen im Zuge des Vernichtungskriegs im Osten
- Zusammenarbeit mit Wehrmacht, Ordnungspolizei und lokalen Kollaborateuren
Unterstellung & Organisation
Die Einsatzgruppen unterstanden dem RSHA und waren in vier größere Verbände (Einsatzgruppen A bis D) gegliedert, die wiederum in kleinere Einsatz- und Sonderkommandos unterteilt waren.
Bekannte Führungspersonen
- Otto Ohlendorf – Leiter der Einsatzgruppe D, im Nürnberger Einsatzgruppenprozess 1948 zum Tode verurteilt und hingerichtet
- Reinhard Heydrich – als RSHA-Chef oberster Auftraggeber der Einsatzgruppen
Historische Einordnung
- Über eine Million ermordeter Menschen, insbesondere im Kontext der sogenannten „Shoah durch Kugeln“
- Massaker wie Babyn Jar (September 1941) wurden von Einsatzgruppen durchgeführt
Kontext: Zentrale Täterorganisation des Holocaust
Quellenlage / Hinweise
Nürnberger Prozessakten, Forschungsliteratur (u. a. Raul Hilberg, Peter Klein).
Ahnenerbe – Deutsches Ahnenerbe – Studiengesellschaft für Geistesurgeschichte
Deutsches Ahnenerbe – Studiengesellschaft für Geistesurgeschichte
Pseudowissenschaftliche SS-Forschungsorganisation zur ideologischen Legitimation der NS-Rassenlehre, 1935 von Heinrich Himmler mitbegründet.
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Ahnenerbe der SS
Das Ahnenerbe war eine 1935 von Heinrich Himmler mitbegründete Forschungsorganisation, die pseudowissenschaftliche Studien zur „germanischen“ Vor- und Frühgeschichte betrieb, um die NS-Rassenideologie wissenschaftlich zu legitimieren.
Auftrag & Aufgaben
- Forschung zu „germanischer“ Kultur-, Rassen- und Vorgeschichte
- Durchführung von Expeditionen zur Untermauerung ideologischer Thesen
- Zunehmende Einbindung in medizinische und pseudowissenschaftliche Versuchsreihen
Unterstellung & Organisation
Das Ahnenerbe war Himmler direkt unterstellt und wurde 1942 formal in die SS eingegliedert. Es umfasste zahlreiche Fachinstitute zu unterschiedlichen Themen.
Führende Personen
- Herman Wirth – erster Präsident
- Walther Wüst – späterer Präsident und SS-Führer
- Wolfram Sievers – Reichsgeschäftsführer, zentrale Organisationsfigur
Bekannte Aktivitäten
- Tibet-Expedition 1938/39 unter Ernst Schäfer
- Medizinische Versuchsreihen in Konzentrationslagern im Auftrag einzelner Ahnenerbe-Institute
Kontext: Beteiligung an medizinischen Verbrechen
Quellenlage / Hinweise
Prozessakten des Nürnberger Ärzteprozesses, Forschungsliteratur (u. a. Michael H. Kater, „Das Ahnenerbe der SS“).
Zentrale SS-Verwaltungsbehörde für das Konzentrationslagersystem bis 1942, danach im WVHA (Amtsgruppe D) aufgegangen.
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IKL – Inspektion der Konzentrationslager
Die Inspektion der Konzentrationslager (IKL) war bis 1942 die zentrale SS-Behörde zur einheitlichen Organisation und Verwaltung des Konzentrationslagersystems.
Auftrag & Aufgaben
- Einheitliche Organisation und „Ausbildung“ des Wachpersonals (SS-Totenkopfverbände)
- Verwaltung und Kontrolle der Konzentrationslager im gesamten Reichsgebiet
- Festlegung von Disziplinar- und Terrorpraktiken in den Lagern
Unterstellung & Organisation
Die IKL war Himmler direkt unterstellt, mit Sitz zunächst in Dachau, später in Oranienburg bei Berlin.
1942 wurde sie in das neu geschaffene SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt (WVHA) als Amtsgruppe D eingegliedert.
Führende Personen
- Theodor Eicke – erster Inspekteur, prägte das sogenannte „Dachauer Schema“ als Vorlage für Terror und Disziplin in allen KZs
- Richard Glücks – Nachfolger ab 1939, später Leiter der Amtsgruppe D im WVHA
Kontext: Grundlegung des KZ-Terrors
Quellenlage / Hinweise
Forschungsliteratur zum KZ-System (u. a. Karin Orth, Nikolaus Wachsmann).
Quellen, Literatur und redaktionelle Verantwortung
Die Einträge beruhen auf zeitgenössischen Akten, Prozessunterlagen und historischer Forschungsliteratur. Zentrale Anlaufstellen für die weitere Recherche sind das Bundesarchiv, das Institut für Zeitgeschichte und die Deutsche Nationalbibliothek. Literaturhinweise zu einzelnen Organisationen stehen jeweils am Ende des Eintrags.
Autor und Redaktion: Dr. Christian Hardinghaus, Historiker und Autor. Inhaltliche Hinweise und belegte Korrekturen können über die Kontaktseite übermittelt werden.
Häufige Fragen
Wie war der NS-Staat organisatorisch aufgebaut?
Was unterscheidet Wehrmacht und SS?
Was bedeuten Abkürzungen wie OKW, OKH, OKM und OKL?
Sind alle aufgeführten Stellen rechtlich dieselbe Art von Organisation?
Wird das Lexikon weiter ergänzt?
Vier Lexika zum Zweiten Weltkrieg
Befehl & Bereitschaft erklärt Institutionen und Befehlswege. Drei weitere Nachschlagewerke erschließen Uniformmerkmale, Truppengliederungen und Dienstgrade.

