True Crime · Cold Cases · Digitale Forensik
True-Crime-Fälle: recherchiert, nicht ausgeschlachtet
Ich schreibe über ungeklärte Vermisstenfälle, Cold Cases und die Frage, was Menschen im Internet an echten Kriminalfällen ermitteln dürfen. Mein Schwerpunkt ist das Verschwinden von Kris Kremers und Lisanne Froon in Panama: Mit Annette Nenner habe ich die Ermittlungsakten ausgewertet und vor Ort recherchiert.
Auf dieser Seite finden Sie meine Bücher, das Lexikon SPURLOS, die Forensik-Seite zum Panama-Fall und die Blogserie „Zwischen den Spuren“. Was belegt ist, steht getrennt von dem, was nur vermutet wird.
Neuerscheinung: Raum 216

Erscheint am 31. Oktober 2026
Raum 216
Mira und Laura machen zusammen einen True-Crime-Podcast. Nach einem Unfall im Schneesturm überlebt Mira, Laura bleibt verschwunden. Aus dem Fall macht Mira einen neuen Podcast, der erfolgreicher wird als alles zuvor. Dann taucht Laura wieder auf – verändert und fremd.
Ein Thriller über das, womit ich mich auf dieser Seite beschäftige: True-Crime-Sucht, die Gier der Medien und die Macht einer gut erzählten Geschichte.
Meine True-Crime-Bücher
Ein Buch rekonstruiert einen einzelnen Fall so genau wie möglich, das andere fragt, warum Millionen Menschen wahren Verbrechen folgen – und was passiert, wenn sie selbst zu ermitteln beginnen.
Verschollen in Panama – Die wahre Tragödie vom Pianista Trail
mit Annette Nenner · BoD 2024 · 320 Seiten
Am 1. April 2014 kehrten die niederländischen Studentinnen Kris Kremers und Lisanne Froon nicht von ihrer Wanderung auf dem Pianista Trail zurück. Annette Nenner und ich haben die Ermittlungsakten und forensischen Berichte ausgewertet, Zeugen befragt und fünf Monate in Panama recherchiert. Das Buch trennt belegte Spuren von späteren Erzählungen und benennt, wo der Fall bis heute offen ist.
Auch auf Englisch („Still Lost in Panama“), Russisch und Spanisch erschienen.
Die Sucht nach Verbrechen – Wie Internetdetektive in True-Crime-Fällen ermitteln
Europa Verlag 2024 · 272 Seiten
Von den Polizei-Gazetten des 19. Jahrhunderts bis zum Podcast: Ich untersuche, warum True Crime gerade ein so großes Publikum findet, warum es vor allem Frauen anzieht und wo die Grenzen des Genres liegen. Achtzehn Fälle zeigen, was Internetdetektive erreichen können – etwa im Cold Case Frauke Liebs – und wo aus Crowdsolving Falschverdächtigung und digitale Selbstjustiz werden.
Der Fall Kris Kremers und Lisanne Froon
Kaum ein Vermisstenfall ist im Netz so zerredet worden wie dieser. Deshalb gibt es drei Einstiege, je nachdem, was Sie suchen: die digitalen Spuren, die Namen und Orte oder die ganze Geschichte. Wer neu einsteigt, beginnt am besten mit der Forensik-Seite.
Digitale Spuren
Handy-Protokolle, Notrufversuche, die Nachtfotos, Zeitlinien und Suchaktionen – ausgewertet anhand der offiziellen Unterlagen.
Zur Forensik-Seite →Case Lexicon EN
Mehr als 170 Personen, Orte, Behörden, Suchgebiete und Fundstellen mit ihrer dokumentierten Rolle im Fall. Mit Suche, Filtern und Kartenlinks, derzeit nur auf Englisch.
Zum Case Lexicon →Das Buch
Die vollständige Rekonstruktion: vom Aufbruch in Boquete über die Suche bis zu den Funden und den Theorien, die danach entstanden.
Zur Buchseite →Orientierung statt Spekulation: Ich führe keine Verdächtigenlisten und stelle unbestätigte Behauptungen nicht als Tatsachen dar. Wo die Akten schweigen, sage ich das.
Lexikon und Blog zu True Crime Fällen
SPURLOS – Lexikon mysteriöser Fälle
Ein wachsendes Nachschlagewerk zu Vermisstenfällen, unbekannten Toten und Cold Cases. Jeder Eintrag bündelt die bekannten Eckdaten, eine Chronologie und Quellen zum Weiterlesen.
Zum LexikonZwischen den Spuren – neueste Fallakten
- Die Beaumont-KinderAustraliens berühmtester Vermisstenfall
- Amy Lynn BradleyVerschwunden vom Kreuzfahrtschiff
- Frauke LiebsDer ungeklärte Mordfall aus Paderborn
- Das Unglück am Djatlow-PassDas Rätsel um die Djatlow-Gruppe im Ural
- Die Plaza-FrauDer Fall Jennifer Fairgate im Oslo Plaza Hotel
So recherchiere ich
Eine Fallanalyse beginnt bei mir nicht mit einer Theorie, sondern mit dem Material. Ich gleiche Quellen gegeneinander ab, lege Widersprüche offen und nenne Lücken beim Namen.
Akten
Ermittlungsakten, Suchprotokolle, Gerichtsunterlagen und forensische Gutachten.
Gespräche
Interviews mit Zeugen, Fachleuten und Menschen, die mit einem Fall verbunden sind.
Ortsrecherche
Wege, Entfernungen, Gelände und Zeitabläufe dort nachprüfen, wo es passiert ist.
Digitale Spuren
Geräteprotokolle, Zeitstempel, Fotodaten und Kommunikationsverläufe.
Fachliteratur
Kriminalistik, Psychologie und Medienwissenschaft zur Einordnung.
Grenzen
Klare Trennung zwischen belegten Fakten, plausiblen Deutungen und Spekulation.
Hinweise zu realen Fällen gehören an Polizei oder Staatsanwaltschaft, nicht in Kommentarspalten. Das gilt auch für Hinweise zu den Fällen auf dieser Website.
True Crime im Gespräch
Die Videos werden erst nach einem Klick von YouTube (youtube-nocookie.com) geladen.
Datenbanken zu vermissten und unbekannten Personen
BKA
Fahndungen des Bundeskriminalamts nach unbekannten Toten und hilflosen Personen.
bka.de →INTERPOL
Internationale Datenbank und Aufrufe zur Identifizierung unbekannter Toter.
interpol.int →NamUs
US-amerikanisches System für vermisste und nicht identifizierte Personen.
namus.nij.ojp.gov →
Häufige Fragen zu True Crime
Was bedeutet True Crime?
True Crime ist die journalistische, dokumentarische oder erzählerische Darstellung realer Kriminalfälle – als Buch, Podcast, Dokumentation oder Artikel. Seriöse Formate trennen klar zwischen belegten Tatsachen, plausiblen Deutungen und Spekulation.
Warum ist True Crime so beliebt?
Menschen wollen Gefahren verstehen, offene Fragen ordnen und nachvollziehen, wie Ermittlungen funktionieren. Dazu kommen Spannung, Mitgefühl mit den Betroffenen und der Wunsch, aus echten Fällen etwas über Risiken zu lernen. Dass vor allem Frauen True Crime hören und lesen, ist gut belegt; mögliche Gründe untersuche ich in „Die Sucht nach Verbrechen“.
Was ist Websleuthing?
Websleuthing sind private Ermittlungen zu Kriminalfällen im Internet: Nutzer durchsuchen öffentliche Quellen, vergleichen Daten und diskutieren Zusammenhänge. Das kann helfen, große Informationsmengen zu ordnen. Gefährlich wird es, wenn aus Vermutungen öffentliche Beschuldigungen werden oder Unbeteiligte ins Visier geraten.
Was sind Cold Cases?
Cold Cases sind ältere, ungeklärte Kriminalfälle, in denen nicht mehr aktiv ermittelt wird. Neue Hinweise, bessere DNA-Verfahren oder digitale Auswertungen können dazu führen, dass ein Fall Jahre oder Jahrzehnte später wieder aufgenommen wird.
Was ist mit Kris Kremers und Lisanne Froon passiert?
Die beiden niederländischen Studentinnen brachen am 1. April 2014 in Boquete zu einer Wanderung auf dem Pianista Trail auf und kehrten nicht zurück. In den folgenden Tagen wählten ihre Handys mehrfach den Notruf, Wochen später wurden ein Rucksack und menschliche Überreste gefunden. Ob ein Unfall oder ein Verbrechen zum Tod der beiden führte, ist bis heute umstritten. Die Belege und die offenen Fragen stelle ich auf der Forensik-Seite und im Buch „Verschollen in Panama“ dar.
Welche True-Crime-Bücher hat Christian Hardinghaus geschrieben?
„Verschollen in Panama“ (mit Annette Nenner, 2024) rekonstruiert den Fall Kris Kremers und Lisanne Froon; es gibt das Buch auch auf Englisch, Russisch und Spanisch sowie als Hörbuch in vier Folgen. „Die Sucht nach Verbrechen“ (Europa Verlag, 2024) untersucht True Crime und Internetdetektive anhand von achtzehn Fällen.
Was sollte man mit Hinweisen zu einem Fall tun?
Konkrete Hinweise gehören an die Polizei oder die zuständige Staatsanwaltschaft. Namen, Verdächtigungen und private Informationen sollte man nicht öffentlich verbreiten – das schützt Betroffene und verhindert Vorverurteilungen.
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