Lexikon · Vermisstenfälle · Cold Cases · Unbekannte Tote
SPURLOS Lexikon ungeklärter Vermisstenfälle, Cold Cases und unbekannter Toter
In diesem Lexikon sammle ich Fälle, in denen Menschen verschwunden sind, Täter nie gefunden wurden oder Tote keinen Namen haben – von Kaspar Hauser über Hinterkaifeck bis zu Rebecca Reusch. Manche kennt fast jeder, andere sind außerhalb ihres Landes kaum bekannt.
Um viele dieser Fälle ranken sich Legenden, die sich im Netz schneller verbreiten als jede Korrektur. Ich halte fest, was belegt ist, und sage dazu, wo die Theorien anfangen.
- 32
- Fälle
- 10
- Vermisst
- 5
- Ungeklärte Identität
- 17
- Cold Cases
Stand der Einträge: September 2026
Wo die Spuren enden
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Alle Fälle im Überblick
Alle 32 Fälle
Ungeklärte IdentitätKaspar Hauser
Fallakte öffnen: Kaspar Hauser
Am Pfingstmontag, dem 26. Mai 1828, taucht auf dem Nürnberger Unschlittplatz ein etwa 16-jähriger Junge auf. Er kann kaum laufen, scheut das Licht und wiederholt einen Satz: „Ein solcher Reiter möchte ich werden, wie mein Vater einer gewesen ist.“ Seinen Namen schreibt er auf einen Zettel: Kaspar Hauser.
Später erzählt er, er habe sein Leben lang allein in einem dunklen Verlies gesessen. Früh entsteht das Gerücht, er sei der beiseitegeschaffte Erbprinz des Hauses Baden. Am 14. Dezember 1833 kommt er mit einer Stichwunde aus dem Ansbacher Hofgarten; ein Fremder habe ihn angegriffen. Drei Tage später stirbt er. Viele Historiker halten es für wahrscheinlich, dass er sich die Wunde selbst zugefügt hat.
- Auftauchen
- 26. Mai 1828, Nürnberg
- Tod
- 17. Dezember 1833, Ansbach (Stichverletzung)
- Prinzentheorie
- Erbe des Hauses Baden – durch DNA-Analysen, zuletzt 2024, nicht gestützt
Stand: Herkunft ungeklärt; die Prinzentheorie gilt als widerlegt
Cold CaseJack the Ripper
Fallakte öffnen: Jack the Ripper
Zwischen August und November 1888 werden im Armenviertel Whitechapel mindestens fünf Frauen ermordet, die „kanonischen Fünf“: Mary Ann Nichols, Annie Chapman, Elizabeth Stride, Catherine Eddowes und Mary Jane Kelly. Mehreren Opfern entnimmt der Täter Organe, was die Polizei auf einen Arzt oder Metzger schließen lässt.
Die Presse tauft ihn Jack the Ripper, nach einem Brief, dessen Echtheit bis heute umstritten ist. Einem anderen Schreiben, dem „From Hell“-Brief, liegt eine halbe menschliche Niere bei. Die Liste der Verdächtigen umfasst über hundert Namen; angeklagt wurde niemand.
- Opfer
- Mary Ann Nichols, Annie Chapman, Elizabeth Stride, Catherine Eddowes, Mary Jane Kelly
- Vorgehen
- Kehlschnitt, Verstümmelungen nach dem Tod
- Verdächtige
- Über 100 in der Forschung genannte Männer
Stand: Ungeklärt
Cold CaseDie Hinterkaifeck-Morde
Fallakte öffnen: Die Hinterkaifeck-Morde
In der Nacht zum 1. April 1922 werden auf dem Einödhof Hinterkaifeck bei Schrobenhausen sechs Menschen mit einer Reuthaue erschlagen: das Bauernpaar Andreas und Cäzilia Gruber, ihre verwitwete Tochter Viktoria Gabriel, deren Kinder Cäzilia (7) und Josef (2) sowie die Magd Maria Baumgartner, die erst an diesem Tag ihre Stelle angetreten hatte.
Andreas Gruber hatte kurz zuvor Fußspuren im Schnee entdeckt, die zum Hof führten, aber nicht zurück, und nachts Schritte auf dem Dachboden gehört. Nach der Tat blieb der Täter offenbar noch einige Tage: Das Vieh wurde gefüttert, im Herd brannte Feuer. Entdeckt wurden die Toten erst am 4. April. Trotz Hunderter Vernehmungen über Jahrzehnte wurde niemand überführt.
- Opfer
- 6 Personen (Familie Gruber/Gabriel und Magd)
- Tatwaffe
- Reuthaue (Hacke)
- Entdeckung
- 4. April 1922
Stand: Ungeklärt – der bekannteste unaufgeklärte Mordfall Deutschlands
VermisstDie Sodder-Kinder
Fallakte öffnen: Die Sodder-Kinder
In der Weihnachtsnacht 1945 brennt das Holzhaus der Familie Sodder in Fayetteville nieder. George und Jennie Sodder retten sich mit vier ihrer Kinder, fünf weitere bleiben verschwunden. Die Leiter, mit der George in den ersten Stock steigen wollte, ist nicht an ihrem Platz, seine Lastwagen springen nicht an, die Telefonleitung ist gekappt.
In der Asche werden keine eindeutigen menschlichen Überreste gefunden. Die Eltern glauben bis zu ihrem Tod, dass die Kinder vor dem Brand entführt wurden; George hatte sich öffentlich gegen Mussolini geäußert und war zuvor bedroht worden. Jahrzehntelang stand eine Plakatwand mit den Gesichtern der Kinder an der Straße.
- Vermisst
- Maurice, Martha, Louis, Jennie und Betty Sodder (5–14 Jahre)
- Auffällig
- Fehlende Leiter, gekappte Telefonleitung, keine Überreste
- Theorie der Eltern
- Entführung, Brand als Vertuschung
Stand: Ungeklärt
Der Somerton Man
Fallakte öffnen: Der Somerton Man
Am 1. Dezember 1948 wird am Somerton Beach in Adelaide ein toter Mann gefunden. Aus seiner Kleidung sind die Etiketten entfernt, Papiere hat er keine. In einer versteckten Uhrentasche steckt ein Papierschnipsel mit den Worten „Tamám Shud“ („Es ist vollbracht“), herausgerissen aus einer Ausgabe der Rubaiyat des Omar Khayyam. Die Todesursache bleibt ungeklärt, Ärzte vermuten eine Vergiftung.
Über siebzig Jahre bleibt der Mann namenlos. 2022 geben der Forscher Derek Abbott und die Genealogin Colleen Fitzpatrick bekannt, sie hätten ihn per DNA-Genealogie als Carl „Charles“ Webb identifiziert, einen Elektroingenieur aus Melbourne. Polizei und Rechtsmedizin in South Australia haben das Ergebnis bislang nicht offiziell bestätigt.
- Fundort
- Somerton Beach, Adelaide
- Schlüsselspur
- Zettel „Tamám Shud“ aus einem Rubaiyat-Band
- Identifizierung
- 2022 durch Forscher (Carl Webb), behördlich unbestätigt
Stand: Identität wahrscheinlich geklärt, Todesursache offen
Cold CaseDer „Boy in the Box“
Fallakte öffnen: Der „Boy in the Box“
Am 25. Februar 1957 wird im Stadtteil Fox Chase in Philadelphia die Leiche eines vier- bis sechsjährigen Jungen gefunden, nackt, abgemagert, in einen Karton gelegt, in dem ursprünglich ein Kinderbett verkauft worden war. Trotz einer landesweiten Kampagne mit Hunderttausenden Suchplakaten bleibt er namenlos und wird als „America’s Unknown Child“ beigesetzt.
Im Dezember 2022 identifiziert die Polizei ihn mithilfe genetischer Genealogie als Joseph Augustus Zarelli. Wer ihn getötet hat, ist weiter offen.
- Opfer
- Joseph Augustus Zarelli (4–6 Jahre)
- Fundort
- Fox Chase, Philadelphia
- Identifizierung
- Dezember 2022 (DNA-Genealogie)
Stand: Identität geklärt, Täter unbekannt
Cold CaseDas Unglück am Djatlow-Pass
Fallakte öffnen: Das Unglück am Djatlow-Pass
In der Nacht zum 2. Februar 1959 verlässt eine Gruppe von neun Skiwanderern um Igor Djatlow am Hang des Cholat Sjachl ihr Zelt, das von innen aufgeschnitten ist. Viele tragen nur Socken oder sind barfuß. Die Suchtrupps finden die Toten über Monate verteilt: Einige sind erfroren, andere haben schwere innere Verletzungen wie Schädel- und Rippenbrüche ohne äußere Wunden. Einer Toten fehlt die Zunge, an Kleidung werden Spuren von Radioaktivität gemessen.
Die sowjetischen Behörden sprechen damals von einer „unwiderstehlichen Naturgewalt“. 2020 erklärt die russische Generalstaatsanwaltschaft eine Schneebrettlawine zur Ursache, eine Studie von 2021 hält dieses Szenario für physikalisch plausibel. Zweifel und alternative Theorien halten sich trotzdem.
- Opfer
- 9 Skiwanderer (Leitung: Igor Djatlow)
- Befund
- Erfrieren, schwere innere Verletzungen
- Heutige Erklärung
- Schneebrettlawine (Generalstaatsanwaltschaft 2020)
Stand: Offiziell als Lawinenunglück eingestuft, weiter diskutiert
Cold CaseDie Morde am Bodom-See
Fallakte öffnen: Die Morde am Bodom-See
In den frühen Morgenstunden des 5. Juni 1960 schlafen vier Jugendliche in einem Zelt am Bodom-See westlich von Helsinki. Ein Unbekannter greift sie durch die Zeltwand mit einem stumpfen Gegenstand und einem Messer an. Maila Björklund (15), Anja Mäki (15) und Seppo Boisman (18) sterben, Nils Gustafsson (18) überlebt schwer verletzt.
Jahrzehntelang werden verschiedene Verdächtige genannt, darunter ein Kioskbesitzer aus der Gegend. 2004 wird überraschend der Überlebende Gustafsson selbst angeklagt, 2005 aber freigesprochen.
- Opfer
- 3 Tote, 1 Überlebender
- Tathergang
- Angriff von außen durch die Zeltwand
- Prozess
- Anklage gegen den Überlebenden 2004, Freispruch 2005
Stand: Ungeklärt – Finnlands bekanntester Mordfall
Cold CaseDas Kennedy-Attentat
Fallakte öffnen: Das Kennedy-Attentat
Am 22. November 1963 wird Präsident John F. Kennedy in einer offenen Limousine auf der Dealey Plaza in Dallas von Schüssen in Hals und Kopf getroffen. Die Warren-Kommission kommt 1964 zu dem Ergebnis, dass Lee Harvey Oswald allein aus dem sechsten Stock des Schulbuchlagers geschossen hat. Oswald selbst wird zwei Tage nach dem Attentat von Jack Ruby erschossen; einen Prozess gibt es nie.
Der Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses hält 1979 eine Verschwörung für „wahrscheinlich“, gestützt auf eine akustische Analyse, die später von Fachleuten verworfen wurde. Der Zapruder-Film und die „magische Kugel“ bleiben Ausgangspunkte zahlloser Theorien.
- Opfer
- John F. Kennedy
- Tatort
- Dealey Plaza, Dallas
- Offizielle Version
- Lee Harvey Oswald als Einzeltäter
Stand: Offiziell geklärt, bis heute umstritten
Cold CaseDer Zodiac-Killer
Fallakte öffnen: Der Zodiac-Killer
Zwischen 1968 und 1969 tötet der Zodiac-Killer in Nordkalifornien nachweislich fünf Menschen, zwei weitere überleben schwer verletzt. In Briefen an Zeitungen und Polizei behauptet er deutlich mehr Opfer, verhöhnt die Ermittler und legt Chiffren bei.
Die erste Chiffre knackte 1969 ein Ehepaar aus Salinas, die sogenannte 340er-Chiffre erst 2020 ein internationales Team von Hobby-Kryptologen. Den Täter verrieten beide nicht. Der bekannteste Verdächtige, Arthur Leigh Allen, starb 1992, ohne angeklagt worden zu sein.
- Opfer
- 5 bestätigte Morde, 2 Überlebende
- Zeitraum
- 1968–1969
- Besonderheit
- Chiffren und Bekennerbriefe
Stand: Ungeklärt
Ungeklärte IdentitätDie Isdal-Frau
Fallakte öffnen: Die Isdal-Frau
Am 29. November 1970 finden Wanderer im Isdalen-Tal bei Bergen die teilweise verbrannte Leiche einer Frau. In ihrem Körper finden sich große Mengen Schlaftabletten, aus ihrer Kleidung sind die Etiketten entfernt. Zwei Koffer, die sie am Bahnhof hinterlegt hatte, enthalten Perücken, Kleidung ohne Etiketten und ein Notizbuch mit verschlüsselten Einträgen.
Die Ermittlungen ergeben, dass sie mit mindestens acht falschen Identitäten durch Europa gereist war. Die Polizei schloss den Fall damals als Suizid. Isotopenanalysen, die der norwegische Sender NRK 2017 veranlasste, deuten darauf hin, dass sie um 1930 geboren wurde und ihre Kindheit im Raum Nürnberg verbrachte. Theorien reichen von Suizid bis zu Spionage im Kalten Krieg.
- Fundort
- Isdalen, Bergen
- Spuren
- Schlaftabletten, Brandbeschleuniger, entfernte Etiketten
- Falsche Identitäten
- mindestens 8
Stand: Identität ungeklärt
Cold CaseD. B. Cooper
Fallakte öffnen: D. B. Cooper
Am 24. November 1971 entführt ein Passagier, der sich „Dan Cooper“ nennt, eine Maschine der Northwest Orient Airlines. Als D. B. Cooper wurde er erst durch einen Übermittlungsfehler der Medien bekannt. In Seattle lässt er die Passagiere gegen 200.000 Dollar und vier Fallschirme frei, dann zwingt er die Crew zum Weiterflug Richtung Mexiko.
Irgendwo über dem Südwesten von Washington springt er nachts aus der hinteren Treppe ab. 1980 findet ein Junge am Ufer des Columbia River rund 5.800 Dollar aus dem Lösegeld. Das FBI stellte die aktiven Ermittlungen 2016 ein.
- Name
- „Dan Cooper“ (Pseudonym)
- Tat
- Flugzeugentführung, Erpressung von 200.000 Dollar
- Spur
- Lösegeldscheine, gefunden 1980 am Columbia River
Stand: Ungeklärt, FBI-Ermittlungen 2016 eingestellt
Cold CaseDie Pfadfinderinnen-Morde von Oklahoma
Fallakte öffnen: Die Pfadfinderinnen-Morde von Oklahoma
In der Nacht zum 13. Juni 1977 werden im Pfadfinderinnenlager Camp Scott die drei Mädchen Lori Lee Farmer (8), Michele Guse (9) und Doris Denise Milner (10) aus ihrem Zelt verschleppt, missbraucht und getötet. Ihre Leichen liegen am nächsten Morgen in der Nähe des Zeltes.
Die Polizei fasst den entflohenen Häftling Gene Leroy Hart. Die Jury spricht ihn 1979 frei; wenige Monate später stirbt er in Haft, wo er eine frühere Strafe verbüßt. 2022 erklärte der zuständige Sheriff, neue DNA-Untersuchungen wiesen auf Hart als Täter; eine gerichtliche Klärung ist nicht mehr möglich.
- Opfer
- Lori Lee Farmer, Michele Guse, Doris Denise Milner
- Angeklagter
- Gene Leroy Hart, 1979 freigesprochen
- DNA 2022
- Spur weist auf Hart, gerichtlich nicht mehr prüfbar
Stand: Juristisch ungeklärt
VermisstDie Yuba County Five
Fallakte öffnen: Die Yuba County Five
Am 24. Februar 1978 besuchen fünf Männer aus Yuba County ein Basketballspiel in Chico. Auf der Heimfahrt verlassen sie aus unbekanntem Grund die Route und fahren hoch in die verschneiten Berge des Plumas National Forest. Ihr Auto wird später unbeschädigt gefunden; es hätte sich wohl freischieben lassen.
Im Juni werden vier von ihnen tot gefunden. Ted Weiher liegt in einem Wohnwagen der Forstbehörde, in dem es Vorräte und Brennmaterial gab, die er kaum angerührt hatte; er war über Wochen abgemagert. Gary Mathias, der an Schizophrenie litt, wurde nie gefunden.
- Tot aufgefunden
- Ted Weiher, Jack Madruga, Bill Sterling, Jackie Huett
- Vermisst
- Gary Mathias
- Rätsel
- Warum verließen sie das Auto?
Stand: Ungeklärt
Cold CaseDer Mord auf der Viking Sally
Fallakte öffnen: Der Mord auf der Viking Sally
In der Nacht zum 28. Juli 1987 übernachten Klaus Schelkle (20) und Bettina Taxis (22) aus Baden-Württemberg in Schlafsäcken auf dem Hubschrauberdeck der Fähre Viking Sally zwischen Stockholm und Turku. Gegen 3.45 Uhr werden sie schwer verletzt gefunden. Klaus Schelkle stirbt, Bettina Taxis überlebt ohne Erinnerung an die Tat. Die Tatwaffe wurde nie gefunden.
Gefunden hatte die beiden eine Gruppe dänischer Pfadfinder. Einer von ihnen wurde 2020 angeklagt, nachdem er die Tat Jahre später angeblich gestanden hatte; ein finnisches Gericht sprach ihn 2021 frei. Das Schiff sank 1994 unter dem Namen Estonia.
- Opfer
- Klaus Schelkle (getötet), Bettina Taxis (schwer verletzt)
- Tatort
- Hubschrauberdeck der MS Viking Sally
- Prozess
- Anklage 2020, Freispruch 2021
Stand: Ungeklärt
Cold CaseDer Tod von Uwe Barschel
Fallakte öffnen: Der Tod von Uwe Barschel
Am 11. Oktober 1987 findet ein Reporter des „Stern“ den früheren schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel bekleidet und tot in der Badewanne von Zimmer 317 im Genfer Hotel Beau-Rivage. Neun Tage zuvor war Barschel wegen der Kieler Affäre um die Bespitzelung seines Herausforderers Björn Engholm zurückgetreten – mit dem Satz „Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort“.
Todesursache ist eine Vergiftung mit mehreren Schlaf- und Beruhigungsmitteln, darunter Cyclobarbital. Die Genfer Behörden gingen von Suizid aus. Die Staatsanwaltschaft Lübeck ermittelte ab 1994 wegen Mordverdachts, stellte das Verfahren 1998 aber ein, ohne die Frage zu klären. Theorien über Waffengeschäfte und Geheimdienste sind nie belegt worden.
- Opfer
- Uwe Barschel (43)
- Befund
- Medikamentenvergiftung
- Ermittlungen
- Lübeck 1994–1998, eingestellt
Stand: Suizid oder Mord ungeklärt
Cold CaseSonja Engelbrecht
Fallakte öffnen: Sonja Engelbrecht
In der Nacht zum 11. April 1995 trennt sich die 19-jährige Sonja Engelbrecht am Münchner Stiglmaierplatz von einem Bekannten, um aus einer Telefonzelle anzurufen. Danach verliert sich ihre Spur.
Im Sommer 2020 findet ein Waldarbeiter bei Kipfenberg im Landkreis Eichstätt, rund 100 Kilometer nördlich von München, einen Oberschenkelknochen in einer Felsspalte. Bei einer großen Suche 2022 werden weitere, in Folie gewickelte Knochen geborgen. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt und einem Täter mit Ortskenntnis aus.
- Opfer
- Sonja Engelbrecht (19)
- Zuletzt gesehen
- Stiglmaierplatz, München
- Fundort
- Felsspalte bei Kipfenberg (2020/2022)
Stand: Tötungsdelikt, Täter unbekannt
Ungeklärte IdentitätDie Plaza-Frau („Jennifer Fairgate“)
Fallakte öffnen: Die Plaza-Frau („Jennifer Fairgate“)
Ende Mai 1995 checkt eine Frau unter dem Namen „Jennifer Fergate“ mit einer belgischen Adresse, die es nicht gibt, ins Oslo Plaza ein. Am 3. Juni will das Hotel die offene Rechnung klären. Als Mitarbeiter an Zimmer 2805 klopfen, fällt ein Schuss. Die Frau liegt tot im Bett, eine Pistole in der Hand; die Tür war von innen verriegelt.
Die Polizei schloss den Fall als Suizid. Kritiker verweisen auf Ungereimtheiten: den Griff um die Waffe, fehlende Ausweise, Kleidung ohne Etiketten. DNA- und Isotopenanalysen, die norwegische Medien 2017 veranlassten, deuten auf eine Herkunft aus Mitteleuropa. Wer sie war, ist bis heute unbekannt.
- Alias
- Jennifer Fergate / Fairgate
- Fundort
- Zimmer 2805, Oslo Plaza
- Offizielle Einstufung
- Suizid, umstritten
Stand: Identität ungeklärt
VermisstAmy Lynn Bradley
Fallakte öffnen: Amy Lynn Bradley
Am frühen Morgen des 24. März 1998 verschwindet die 23-jährige Amy Lynn Bradley von Bord der Rhapsody of the Seas, kurz bevor das Schiff in Curaçao anlegt. Ihr Vater hatte sie gegen 5.15 Uhr schlafend auf dem Balkon der Familienkabine gesehen, kurz darauf war sie fort.
Eine Suche an Bord und auf See bleibt erfolglos. In den folgenden Jahren gibt es mehrere Sichtungen in der Karibik, darunter die Aussage eines US-Marinesoldaten, der ihr in einem Bordell begegnet sein will. Keine davon ist bestätigt.
- Vermisst
- Amy Lynn Bradley (23)
- Zuletzt gesehen
- Rhapsody of the Seas, vor Curaçao
- Hypothesen
- Sturz über Bord, Entführung, Menschenhandel
Stand: Vermisst
Cold CasePeggy Knobloch
Fallakte öffnen: Peggy Knobloch
Am 7. Mai 2001 verschwindet die neunjährige Peggy Knobloch in Lichtenberg auf dem Heimweg von der Schule. 2004 wird der geistig behinderte Ulvi K. nach einem später widerrufenen Geständnis wegen Mordes verurteilt; 2014 spricht ihn ein Gericht im Wiederaufnahmeverfahren frei.
Am 2. Juli 2016 findet ein Pilzsammler in einem Wald in Thüringen, rund 15 Kilometer von Lichtenberg entfernt, Skelettteile des Mädchens. Eine DNA-Spur des NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt am Fundort erweist sich als Verunreinigung durch ein Messwerkzeug der Spurensicherung. 2018 gibt ein Mann zu, die Leiche dorthin gebracht, das Kind aber nicht getötet zu haben; das Verfahren wird 2020 eingestellt.
- Opfer
- Peggy Knobloch (9)
- Fundort
- Waldstück in Thüringen (2016)
- Justizirrtum
- Verurteilung von Ulvi K., Freispruch 2014
Stand: Tötung ungeklärt, Ermittlungen 2020 eingestellt
VermisstMaura Murray
Fallakte öffnen: Maura Murray
Am Abend des 9. Februar 2004 kommt die 21-jährige Studentin Maura Murray auf der Route 112 in New Hampshire mit ihrem Auto von der Straße ab. Ein Busfahrer bietet Hilfe an, sie lehnt ab und bittet ihn, keine Polizei zu rufen. Als die Polizei wenige Minuten später eintrifft, ist sie fort.
Vor der Fahrt hatte sie ihren Professoren per E-Mail einen Todesfall in der Familie gemeldet, den es nicht gab, und fast ihr ganzes Guthaben abgehoben. Die Hypothesen reichen von einem Unfalltod im Wald über ein Verbrechen bis zum freiwilligen Untertauchen.
- Vermisst
- Maura Murray (21)
- Zuletzt gesehen
- Route 112, Haverhill
- Hypothesen
- Unfall im Wald, Verbrechen, Untertauchen
Stand: Vermisst
VermisstBrian Shaffer
Fallakte öffnen: Brian Shaffer
In der Nacht zum 1. April 2006 feiert der 27-jährige Medizinstudent Brian Shaffer mit Freunden in der Bar „Ugly Tuna Saloona“ in Columbus. Überwachungskameras zeichnen auf, wie er hineingeht und sich gegen 1.55 Uhr vor dem Eingang unterhält.
Eine Aufnahme, die ihn beim Verlassen zeigt, gibt es nicht. Ein Ausgang über eine Baustelle im Gebäude lag allerdings außerhalb des Kamerabereichs. Trotz intensiver Suche bleibt er verschwunden; die Hypothesen reichen von einem Unfall über ein Verbrechen bis zum Untertauchen.
- Vermisst
- Brian Shaffer (27)
- Zuletzt gesehen
- Ugly Tuna Saloona, Columbus
- Rätsel
- Keine Kameraaufnahme vom Verlassen
Stand: Vermisst
Cold CaseFrauke Liebs
Fallakte öffnen: Frauke Liebs
In der Nacht nach einem WM-Spiel im Juni 2006 verschwindet die 21-jährige Krankenpflegeschülerin Frauke Liebs in Paderborn auf dem Heimweg aus einem Pub.
In den folgenden Tagen meldet sie sich mehrmals per Handy bei Mitbewohner und Schwester, meist abends und nur kurz, und sagt etwa, sie komme bald nach Hause. Die Funkzellen liegen in und um Paderborn. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie unter Zwang telefonierte. Am 4. Oktober 2006 findet ein Jäger ihre Leiche in einem Waldstück bei Lichtenau. Der Täter ist bis heute unbekannt.
- Opfer
- Frauke Liebs (21)
- Fundort
- Waldgebiet bei Lichtenau (4. Oktober 2006)
- Besonderheit
- Telefonate über eine Woche nach dem Verschwinden
Stand: Mord ungeklärt
VermisstMadeleine McCann
Fallakte öffnen: Madeleine McCann
Am Abend des 3. Mai 2007 verschwindet die fast vierjährige Madeleine McCann aus einem Apartment der Ferienanlage Ocean Club in Praia da Luz. Ihre Eltern essen mit Freunden in einer nahen Tapas-Bar und sehen abwechselnd nach den Kindern. Gegen 22 Uhr ist Madeleines Bett leer.
Die portugiesische Polizei führte die Eltern zeitweise als Verdächtige, stellte das Verfahren gegen sie aber 2008 ein. Seit 2020 gilt für die deutschen Ermittler ein wegen anderer Taten verurteilter Deutscher als Hauptverdächtiger, der 2007 an der Algarve lebte; er bestreitet die Tat und wurde im September 2025 aus der Haft entlassen. Angeklagt ist bislang niemand.
- Vermisst
- Madeleine McCann (3)
- Zuletzt gesehen
- Ocean Club, Praia da Luz
- Stand
- Hauptverdächtiger seit 2020, keine Anklage
Stand: Vermisst, Ermittlungen laufen
VermisstBrandon Swanson
Fallakte öffnen: Brandon Swanson
In der Nacht zum 14. Mai 2008 fährt der 19-jährige Brandon Swanson nach einer Feier heim, als sein Auto auf einem Feldweg in einem Graben hängen bleibt. Um 1.54 Uhr ruft er seine Eltern an; er glaubt, bei Lynd zu sein. Die Eltern finden ihn dort nicht.
Brandon läuft querfeldein auf Lichter zu und bleibt dabei rund 47 Minuten mit seinem Vater am Telefon. Dann ruft er „Oh shit!“, die Verbindung bricht ab. Sein Auto stand in Wahrheit nahe Taunton, weit entfernt von Lynd. Vermutet wird ein Unfall am Yellow Medicine River; gefunden wurde er nie.
- Vermisst
- Brandon Swanson (19)
- Zuletzt gehört
- Telefonat mit dem Vater, 14. Mai 2008
- Hypothese
- Unfall am Yellow Medicine River
Stand: Vermisst
Ungeklärte Identität„Peter Bergmann“
Fallakte öffnen: „Peter Bergmann“
Am 12. Juni 2009 reist ein älterer Mann mit deutschem oder österreichischem Akzent nach Sligo und checkt als „Peter Bergmann“ mit einer Wiener Adresse ein, die es nicht gibt. In den folgenden Tagen verlässt er das Hotel mehrmals mit einer violetten Plastiktüte und kehrt ohne sie zurück; Kameras zeigen, wie er seine Sachen offenbar Stück für Stück loswird.
Am 16. Juni wird er tot am Strand von Rosses Point gefunden. Aus seiner Kleidung sind die Etiketten entfernt. Die Obduktion ergibt eine weit fortgeschrittene, unbehandelte Krebserkrankung; Todesursache ist Ertrinken. Wer er war, ist unbekannt.
- Name
- Unbekannt (Alias „Peter Bergmann“)
- Fundort
- Rosses Point, Sligo
- Obduktion
- Ertrinken, fortgeschrittene Krebserkrankung
Stand: Identität ungeklärt
Cold CasePhoebe Handsjuk
Fallakte öffnen: Phoebe Handsjuk
Am 2. Dezember 2010 wird die 24-jährige Phoebe Handsjuk im Müllraum eines Apartmenthauses in Melbourne gefunden. Sie war zwölf Stockwerke durch den engen Müllschacht gestürzt und im Verdichter schwer verletzt worden; sie verblutete.
Der Coroner kam 2014 zu dem Ergebnis, sie sei unter dem Einfluss von Alkohol und dem Schlafmittel Zolpidem selbst in den Schacht geklettert – ein Unfall. Ihre Familie und mehrere Fachleute halten das für kaum vorstellbar und fordern bis heute neue Ermittlungen.
- Opfer
- Phoebe Handsjuk (24)
- Todesort
- Müllverdichter eines Hochhauses, Melbourne
- Befund Coroner (2014)
- Unfall unter Medikamenteneinfluss
Stand: Offiziell Unfall, von der Familie angezweifelt
Cold CaseElisa Lam
Fallakte öffnen: Elisa Lam
Die 21-jährige kanadische Studentin Elisa Lam reist Anfang 2013 allein durch Kalifornien und wohnt im Cecil Hotel in Los Angeles. Am 31. Januar wird sie zuletzt gesehen. Die Polizei veröffentlicht ein Aufzugvideo, auf dem sie alle Knöpfe drückt, auf den Flur späht und seltsam gestikuliert.
Am 19. Februar findet ein Hausmeister nach Beschwerden über das Leitungswasser ihre Leiche in einem der Wassertanks auf dem Dach; die Luke stand offen. Die Rechtsmedizin stellte Ertrinken als Unfall fest, eine bipolare Störung sei ein wesentlicher Faktor gewesen. Wie sie aufs Dach und in den Tank gelangte, beschäftigt Online-Ermittler bis heute.
- Opfer
- Elisa Lam (21)
- Fundort
- Wassertank auf dem Dach des Cecil Hotel
- Befund
- Unfalltod durch Ertrinken
Stand: Offiziell Unfall, häufig angezweifelt
VermisstKris Kremers und Lisanne Froon
Fallakte öffnen: Kris Kremers und Lisanne Froon
Am 1. April 2014 brechen die Studentinnen Kris Kremers (21) und Lisanne Froon (22) in Boquete zu einer Wanderung auf dem Pianista Trail auf. Sie kehren nicht zurück. Ihre Handys versuchen in den folgenden Tagen immer wieder, die Notrufnummern 112 und 911 zu erreichen – ohne Netz.
Etwa zehn Wochen später wird ihr Rucksack an einem Flussufer gefunden, darin Handys, Geld und eine Kamera mit rund 90 Fotos aus der Nacht des 8. April. Kurz darauf werden Knochen und ein Fuß in einem Wanderschuh entdeckt. Die Behörden in Panama gehen von einem Unfall aus, andere halten ein Verbrechen für möglich. Die Belege und die offenen Fragen habe ich mit Annette Nenner im Buch „Verschollen in Panama“ und auf der Forensik-Seite zusammengetragen.
- Vermisst
- Kris Kremers (21), Lisanne Froon (22)
- Letzter Weg
- Pianista Trail bei Boquete
- Beweismittel
- Rucksack mit Handys, Kamera und Notrufprotokollen
Stand: Behörden: Unfall – bis heute umstritten
VermisstLars Mittank
Fallakte öffnen: Lars Mittank
Am 8. Juli 2014 soll der 28-jährige Lars Mittank nach einem Urlaub am Goldstrand von Varna nach Hause fliegen. Nach einer Schlägerei einige Tage zuvor hat er eine Verletzung am Ohr; ein Flughafenarzt rät ihm vom Fliegen ab.
Als ein Mann den Behandlungsraum betritt, gerät Lars in Panik und rennt davon, ohne Gepäck. Überwachungskameras zeigen, wie er über das Gelände läuft, über einen Zaun klettert und in Richtung eines Feldes verschwindet. Seiner Mutter hatte er zuvor am Telefon gesagt, er fühle sich verfolgt. Ob eine akute psychische Krise oder eine reale Bedrohung dahintersteckte, ist offen.
- Vermisst
- Lars Mittank (28)
- Zuletzt gesehen
- Flughafen Varna
- Beweismittel
- Kameraaufnahmen seiner Flucht
Stand: Vermisst
Cold CaseMagdalena Żuk
Fallakte öffnen: Magdalena Żuk
Im April 2017 fliegt die 27-jährige Magdalena Żuk allein nach Marsa Alam; ihr Freund kann wegen eines Passproblems nicht mitreisen. Innerhalb kurzer Zeit verändert sich ihr Verhalten stark: Sie wirkt verängstigt und verwirrt, ein Videotelefonat mit ihrem Freund zeigt sie aufgelöst.
Sie wird in ein Krankenhaus in Port Ghalib gebracht, wo sie aus einem Fenster stürzt und kurz darauf stirbt. Ägyptische und polnische Behörden gehen von einem Suizid in einer akuten Psychose aus. Theorien über Drogen, Missbrauch oder Menschenhandel sind nicht belegt.
- Opfer
- Magdalena Żuk (27)
- Ort
- Marsa Alam / Port Ghalib
- Offizielle Einstufung
- Suizid in akuter psychischer Krise
Stand: Offiziell Suizid, umstritten
VermisstRebecca Reusch
Fallakte öffnen: Rebecca Reusch
Am Morgen des 18. Februar 2019 verschwindet die 15-jährige Rebecca Reusch aus dem Haus ihrer Schwester in Berlin-Britz, wo sie übernachtet hatte. In der Schule kommt sie nie an. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie das Haus nicht lebend verlassen hat.
Im Fokus steht ihr Schwager, der an diesem Morgen mit ihr im Haus war. Das Auto der Familie wurde am 18. und 19. Februar vom Kennzeichenerfassungssystem auf der A12 Richtung Frankfurt (Oder) registriert. Er wurde zweimal festgenommen und wieder freigelassen und bestreitet die Tat; angeklagt ist er nicht. Im Oktober 2025 durchsuchte die Polizei erneut Grundstücke in Brandenburg. Rebecca wurde bis heute nicht gefunden.
- Vermisst
- Rebecca Reusch (15)
- Zuletzt
- Haus der Schwester, Berlin-Britz
- Stand
- Ermittlungen laufen, keine Anklage
Stand: Vermisst
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Wie die Einträge entstehen
Belegtes zuerst
Grundlage sind Mitteilungen von Polizei und Justiz, Gerichtsentscheidungen, seriöse Berichterstattung und Fachliteratur.
Theorien als Theorien
Hypothesen stehen im Eintrag, sind aber als solche benannt. Was widerlegt ist, sage ich dazu.
Respekt vor Betroffenen
Keine Tatortfotos, keine Verdächtigungen gegen Menschen, die nicht angeklagt oder verurteilt sind.
Meine Bücher zu True Crime
Verschollen in Panama
Die Rekonstruktion des Falls Kris Kremers und Lisanne Froon – aus Ermittlungsakten, forensischen Berichten und fünf Monaten Recherche vor Ort. Mit Annette Nenner.
Die Sucht nach Verbrechen
Warum True Crime so viele Menschen fesselt – und was passiert, wenn Internetdetektive selbst zu ermitteln beginnen. Achtzehn Fälle, darunter Frauke Liebs.
Häufige Fragen zu SPURLOS
Was ist das SPURLOS-Lexikon?
SPURLOS ist ein Nachschlagewerk zu ungeklärten Vermisstenfällen, Cold Cases und Toten ohne Identität aus Deutschland und der Welt. Es umfasst derzeit 32 Fälle, von Kaspar Hauser bis Rebecca Reusch. Jeder Eintrag fasst die belegten Eckdaten zusammen und trennt sie von Theorien und Gerüchten.
Was ist ein Cold Case?
Ein Cold Case ist ein ungeklärter Kriminalfall, in dem über längere Zeit nicht mehr aktiv ermittelt wird, weil keine neuen Hinweise vorliegen. Neue Spuren, bessere DNA-Verfahren oder genetische Genealogie können dazu führen, dass ein solcher Fall Jahrzehnte später wieder aufgenommen wird.
Was unterscheidet einen Vermisstenfall von einem Cold Case?
Bei einem Vermisstenfall ist der Verbleib eines Menschen unbekannt. Ein Cold Case ist ein ungeklärter Kriminal- oder Todesfall, bei dem das Opfer bekannt ist, der Täter oder der Hergang aber nicht. Die dritte Kategorie im Lexikon sind Tote, deren Identität nicht oder erst sehr spät geklärt wurde, etwa die Isdal-Frau oder der Somerton Man.
Welche Quellen nutzt das Lexikon?
Öffentlich zugängliche Informationen: Mitteilungen von Polizei und Staatsanwaltschaften, Gerichtsentscheidungen, Berichte seriöser Medien und Fachliteratur. Beim Fall Kris Kremers und Lisanne Froon kommt die eigene Auswertung der Ermittlungsakten hinzu. Was nur behauptet oder vermutet wird, ist als Theorie gekennzeichnet.
Wie aktuell sind die Einträge?
Die Einträge geben den Stand vom September 2026 wieder. Bei laufenden Ermittlungen, etwa in den Fällen Rebecca Reusch oder Madeleine McCann, kann sich die Lage jederzeit ändern. Maßgeblich sind dann die Mitteilungen der zuständigen Behörden.
Zeigen die Bilder Opfer oder Tatorte?
Nein. Die Bilder zu den Fällen sind Symbolbilder und keine Fotos aus den Ermittlungen.
Was soll ich tun, wenn ich einen Hinweis zu einem Fall habe?
Hinweise gehören direkt an die zuständige Polizei oder Staatsanwaltschaft, nicht in soziale Netzwerke oder Kommentarspalten. Namen und Verdächtigungen öffentlich zu verbreiten, kann Unbeteiligten schaden und Ermittlungen gefährden.
Hinweise zu einem Fall gehören an die zuständige Polizei oder Staatsanwaltschaft. Die Einträge beruhen auf öffentlich zugänglichen Informationen (Stand September 2026) und ersetzen keine amtlichen Auskünfte.
Die Bilder zu den Fällen sind Symbolbilder. * Affiliate-Link: Bei einem Kauf erhalte ich eine kleine Provision, für Sie ändert sich am Preis nichts.


