Christian Hardinghaus · Generation Heimatlos

Die Studie in Zahlen

Ergänzend zum Buch: die vollständigen aggregierten Ergebnisse der eigenen Onlinebefragung 2026 zu Kriegsenkeln, Heimatgefühl und familiärer Weitergabe – für alle, die tiefer einsteigen wollen, als es der Buchumfang erlaubt.

Buchcover: Generation Heimatlos von Christian Hardinghaus
411 vollständig abgeschlossene Fragebögen 7 Themenblöcke 51 ausgewertete Fragen

Grundlage ist ausschließlich die Gruppe der 411 Befragten, die den Fragebogen zur Generation-Heimatlos-Studie vollständig abgeschlossen haben (Status „complete“). Gezeigt werden reine Häufigkeitsauszählungen ohne Kreuztabellen; für Zusammenhänge, Methodik, Stichprobenbeschreibung und die Grenzen der Erhebung siehe Kapitel 8 sowie den Anhang des Buches „Generation Heimatlos“. Aus Datenschutzgründen enthält diese Seite keine Freitextantworten und keine Einzelfallangaben.

Hinweis zur Einordnung und Rekrutierung

Der Onlinefragebogen wurde öffentlich über die sozialen Medien des Autors sowie zusätzlich in mehr als 50 Facebook-Gruppen verbreitet. Dabei wurde auf eine breite thematische und regionale Streuung geachtet. Zu den angesprochenen Gruppen gehörten insbesondere regionale Gruppen aus allen Bundesländern sowie Gruppen zu Familien- und Ahnenforschung, Kriegsenkeln, Psychologie und den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Eine gezielte Verbreitung in parteipolitisch oder eindeutig politisch positionierten Gruppen erfolgte nicht.

Eine vollständige Dokumentation sämtlicher Gruppen und Weiterverteilungen ist nicht möglich, da der öffentlich zugängliche Fragebogen von anderen Nutzern weitergeteilt werden konnte und einige der ursprünglich genutzten Gruppen inzwischen nicht mehr vollständig nachvollziehbar sind.

Die Stichprobe stellt keine Zufallsstichprobe der deutschen Bevölkerung dar und ist nicht repräsentativ für die deutsche Gesamtbevölkerung. Teilnehmende mit familiärem Flucht- oder Vertreibungshintergrund sind in der Untersuchung deutlich überrepräsentiert. Dies dürfte sowohl mit den gewählten Rekrutierungswegen als auch mit thematischer Selbstselektion zusammenhängen: Menschen, für die Heimatverlust, Flucht, Vertreibung oder mögliche generationenübergreifende Folgen familiär eine besondere Bedeutung besitzen, hatten vermutlich eine höhere Motivation, an einer entsprechenden Befragung teilzunehmen. Eine Quotierung nach Vertreibungshintergrund erfolgte nicht.

Die dargestellten Ergebnisse beschreiben daher ausschließlich die untersuchte Stichprobe. Die Prozentwerte sind deskriptive Häufigkeiten und erlauben für sich genommen weder eine Übertragung auf die Gesamtbevölkerung noch Aussagen über Kausalzusammenhänge.

Wer hat teilgenommen: Soziodemografie der Stichprobe

Grundlage aller folgenden Auswertungen sind die 411 vollständig ausgefüllten Fragebögen der Onlinebefragung 2026 (Methodik und Grenzen der Stichprobe: Kapitel 8 und Anhang des Buches).

Altersgruppen der Befragten

Wie alt sind Sie?

18–24 Jahre
0.5 % (n=2)
25–34 Jahre
1.2 % (n=5)
35–44 Jahre
15.3 % (n=63)
45–54 Jahre
21.2 % (n=87)
55–64 Jahre
36.5 % (n=150)
65–74 Jahre
18.5 % (n=76)
75 Jahre oder älter
6.3 % (n=26)
keine Angabe
0.5 % (n=2)

n = 411 von 411 Befragten

Geschlecht

Welchem Geschlecht fühlen Sie sich zugehörig?

weiblich
75.4 % (n=310)
männlich
23.8 % (n=98)
divers
0.0 % (n=0)
keine Angabe
0.7 % (n=3)

n = 411 von 411 Befragten

Höchster Bildungsabschluss

Was ist Ihr höchster Bildungsabschluss?

Hochschulabschluss
37.7 % (n=155)
abgeschlossene Berufsausbildung
25.3 % (n=104)
Abitur / Fachhochschulreife
14.8 % (n=61)
Realschulabschluss / Mittlere Reife
11.4 % (n=47)
Promotion
5.4 % (n=22)
Hauptschulabschluss
2.7 % (n=11)
anderer Abschluss
1.2 % (n=5)
kein Schulabschluss
0.0 % (n=0)
Habilitation / Professur
0.0 % (n=0)
keine Angabe
1.5 % (n=6)

n = 411 von 411 Befragten

Wohnumfeld

In welcher Art von Wohnumfeld leben Sie?

Großstadt (über 100.000 Einwohner)
31.9 % (n=131)
Dorf / ländliche Region
29.7 % (n=122)
Mittelstadt (20.000-100.000)
19.5 % (n=80)
Kleinstadt (unter 20.000)
18.2 % (n=75)
keine Angabe
0.7 % (n=3)

n = 411 von 411 Befragten

Wohnland

In welchem Land leben Sie derzeit?

Deutschland
89.8 % (n=369)
anderes Land
5.6 % (n=23)
Schweiz
2.4 % (n=10)
Österreich
1.2 % (n=5)
keine Angabe
1.0 % (n=4)

n = 411 von 411 Befragten

Familiengeschichte, Vertreibung und NS-Vergangenheit

Kapitel 3 und 12: Was die Befragten über die Kriegs- und Nachkriegsgeschichte ihrer eigenen Familie wissen – und welche Rolle die NS-Zeit darin spielt.

Wie gut ist die eigene Familiengeschichte bekannt?

Wie gut kennen Sie die Geschichte Ihrer Familie für die Zeit des Zweiten Weltkriegs und der unmittelbaren Nachkriegszeit?

sehr gut
24.6 % (n=101)
eher gut
30.9 % (n=127)
teils/teils
28.0 % (n=115)
eher wenig
10.5 % (n=43)
fast gar nicht
5.8 % (n=24)
keine Angabe
0.2 % (n=1)

n = 411 von 411 Befragten

Waren Eltern/Großeltern von Flucht oder Vertreibung betroffen?

Gab es in Ihrer Familie Eltern oder Großeltern, die infolge des Zweiten Weltkriegs von Flucht oder Vertreibung betroffen waren?

ja, sicher
77.6 % (n=319)
wahrscheinlich ja
4.1 % (n=17)
nein
17.0 % (n=70)
weiß ich nicht
1.0 % (n=4)
keine Angabe
0.2 % (n=1)

n = 411 von 411 Befragten

Herkunftsregionen der betroffenen Familienmitglieder Mehrfachnennungen möglich

Aus welchen Regionen stammten diese Familienmitglieder?

Ostpreußen
33.1 % (n=136)
Schlesien
18.0 % (n=74)
Pommern
16.3 % (n=67)
Sudetenland
10.5 % (n=43)
Westpreußen / Danzig
9.5 % (n=39)
Südosteuropäische Siedlungsgebiete
4.1 % (n=17)
Baltische Siedlungsgebiete
2.2 % (n=9)
Ostbrandenburg
1.7 % (n=7)

Bezugsbasis der Prozentanteile: Gesamtstichprobe (n = 411) · Mehrfachnennungen möglich; daher kann die Summe der Prozentwerte mehr als 100 % betragen.

Eingeschätzte Haltung der Familie zum Nationalsozialismus

Wie würden Sie die Haltung Ihrer Familie zum Nationalsozialismus einschätzen?

überzeugt
2.7 % (n=11)
eher Zustimmung
6.1 % (n=25)
eher angepasst / Mitlaufen
25.3 % (n=104)
eher distanziert oder ablehnend
20.7 % (n=85)
eher kritisch bis widerständig
9.7 % (n=40)
unpolitisch
6.1 % (n=25)
unterschiedlich / widersprüchlich
11.4 % (n=47)
das kann ich nicht einschätzen
16.8 % (n=69)
keine Angabe
1.2 % (n=5)

n = 411 von 411 Befragten

Bekannte NS-Organisationszugehörigkeit von Eltern/Großeltern Mehrfachnennungen möglich

Ist Ihnen bekannt, ob Eltern oder Großeltern Ihrer Familie während der NS-Zeit Mitglied in einer der folgenden Organisationen waren?

Wehrmacht
38.4 % (n=158)
Hitlerjugend / BDM
25.1 % (n=103)
NSDAP
17.5 % (n=72)
keine dieser Organisationen
16.8 % (n=69)
RAD / Reichsarbeitsdienst
7.5 % (n=31)
Polizei
3.6 % (n=15)
Waffen-SS
3.2 % (n=13)
Allgemeine SS
2.7 % (n=11)
SA
2.4 % (n=10)
Verwaltung / Justiz
2.2 % (n=9)
NS-Berufsverbände
2.2 % (n=9)
Gestapo/SD
0.2 % (n=1)

Bezugsbasis der Prozentanteile: Gesamtstichprobe (n = 411) · Mehrfachnennungen möglich; daher kann die Summe der Prozentwerte mehr als 100 % betragen.

Schweigen, Erzählen, Weitergabe

Kapitel 11: Wie in den Familien über den Krieg gesprochen wurde – und worüber nicht.

Wie wurde in der Familie über die Kriegszeit gesprochen?

Wie wurde in Ihrer Familie über die Zeit des Zweiten Weltkriegs gesprochen?

teils offen, teils zurückhaltend
33.3 % (n=137)
fast gar nicht
24.1 % (n=99)
eher selten
19.0 % (n=78)
eher offen
11.4 % (n=47)
sehr offen
7.1 % (n=29)
nie
4.1 % (n=17)
weiß ich nicht
0.7 % (n=3)
keine Angabe
0.2 % (n=1)

n = 411 von 411 Befragten

Themen, die in Familiengesprächen über diese Zeit eine Rolle spielten Mehrfachnennungen möglich

Welche Themen spielten in Familiengesprächen über diese Zeit eine Rolle?

Flucht / Vertreibung
64.7 % (n=266)
Hunger / Entbehrung
56.4 % (n=232)
Verlust von Heimat
55.7 % (n=229)
Kriegsgefangenschaft
41.4 % (n=170)
Neuanfang nach 1945
36.0 % (n=148)
Kriegseinsatz
33.6 % (n=138)
Bombardierung
32.6 % (n=134)
Verwundung oder Tod
32.1 % (n=132)
darüber wurde kaum gesprochen
17.8 % (n=73)
Schuld / Scham
6.6 % (n=27)
politische Verstrickung
2.9 % (n=12)

Bezugsbasis der Prozentanteile: Gesamtstichprobe (n = 411) · Mehrfachnennungen möglich; daher kann die Summe der Prozentwerte mehr als 100 % betragen.

Heimatverständnis der Befragten

Kapitel 9: Wo Heimat verortet wird, wie positiv der Begriff besetzt ist und wie die Befragten zu den ehemaligen deutschen Ostgebieten stehen.

Wo wird die eigene Heimat am ehesten verortet?

Wo würden Sie Ihre Heimat am ehesten verorten?

ich empfinde keine klare Heimat
20.0 % (n=82)
an meinem heutigen Wohnort
18.7 % (n=77)
in der Region meiner Kindheit
18.7 % (n=77)
an meinem Geburtsort
12.4 % (n=51)
ich habe mehrere Heimaten
10.7 % (n=44)
in der Herkunftsregion meiner Familie
8.0 % (n=33)
Heimat ist für mich nicht an einen Ort gebunden
7.8 % (n=32)
in Deutschland insgesamt
3.2 % (n=13)
keine Angabe
0.5 % (n=2)

n = 411 von 411 Befragten

Wie positiv oder negativ ist der Begriff Heimat persönlich besetzt?

Wie positiv oder negativ ist der Begriff Heimat für Sie persönlich besetzt?

sehr positiv
27.3 % (n=112)
eher positiv
33.6 % (n=138)
ambivalent / gemischt
33.1 % (n=136)
eher negativ
4.1 % (n=17)
sehr negativ
0.7 % (n=3)
keine Angabe
1.2 % (n=5)

n = 411 von 411 Befragten

Spielt Heimat im eigenen Denken/Fühlen eine wichtige Rolle?

Spielt der Begriff Heimat in Ihrem Denken oder Fühlen eine wichtige Rolle?

ja, eine sehr große Rolle
28.7 % (n=118)
ja, eher eine Rolle
27.7 % (n=114)
teils/teils
22.9 % (n=94)
eher wenig
17.5 % (n=72)
gar keine Rolle
2.9 % (n=12)
keine Angabe
0.2 % (n=1)

n = 411 von 411 Befragten

»Ich empfinde Deutschland als meine Heimat.«

Ich empfinde Deutschland als meine Heimat.

trifft voll zu
43.8 % (n=180)
trifft eher zu
25.5 % (n=105)
teils/teils
20.2 % (n=83)
trifft eher nicht zu
5.4 % (n=22)
trifft gar nicht zu
3.9 % (n=16)
keine Angabe
1.2 % (n=5)

n = 411 von 411 Befragten

»Ich empfinde auch eine Familienregion als Heimat, die heute nicht mehr zu Deutschland gehört.«

Ich empfinde auch eine Familienregion als Heimat, die heute nicht mehr zu Deutschland gehört oder aus der meine Familie vertrieben wurde – auch wenn ich selbst nie dort gelebt habe.

trifft voll zu
21.9 % (n=90)
trifft eher zu
20.0 % (n=82)
teils/teils
16.5 % (n=68)
trifft eher nicht zu
11.4 % (n=47)
trifft gar nicht zu
24.3 % (n=100)
keine Angabe
5.8 % (n=24)

n = 411 von 411 Befragten

»Es fällt mir schwer zu sagen, was Heimat für mich ist.«

Es fällt mir schwer, überhaupt zu sagen, was Heimat für mich ist.

trifft voll zu
10.5 % (n=43)
trifft eher zu
20.2 % (n=83)
teils/teils
19.5 % (n=80)
trifft eher nicht zu
24.8 % (n=102)
trifft gar nicht zu
24.1 % (n=99)
keine Angabe
1.0 % (n=4)

n = 411 von 411 Befragten

»Der Begriff Heimat ist in Deutschland zu Unrecht negativ besetzt.«

Ich glaube, dass der Begriff Heimat in Deutschland zu Unrecht negativ besetzt ist.

trifft voll zu
33.8 % (n=139)
trifft eher zu
20.7 % (n=85)
teils/teils
22.4 % (n=92)
trifft eher nicht zu
10.7 % (n=44)
trifft gar nicht zu
3.9 % (n=16)
keine Angabe
8.5 % (n=35)

n = 411 von 411 Befragten

»Die ehemaligen deutschen Ostgebiete und die Geschichte von Flucht/Vertreibung fehlen im öffentlichen Bewusstsein.«

Ich habe den Eindruck, dass die ehemaligen deutschen Ostgebiete und die Geschichte von Flucht und Vertreibung heute in Deutschland zu wenig thematisiert werden.

trifft voll zu
37.7 % (n=155)
trifft eher zu
28.5 % (n=117)
teils/teils
16.3 % (n=67)
trifft eher nicht zu
11.2 % (n=46)
trifft gar nicht zu
3.2 % (n=13)
keine Angabe
3.2 % (n=13)

n = 411 von 411 Befragten

»Es ist historisch/politisch selbstverständlich, dass die ehemaligen deutschen Ostgebiete heute zu anderen Staaten gehören.«

Ich halte es heute historisch und politisch für selbstverständlich, dass die ehemaligen deutschen Ostgebiete zu anderen Staaten gehören.

trifft voll zu
35.3 % (n=145)
trifft eher zu
21.7 % (n=89)
teils/teils
19.0 % (n=78)
trifft eher nicht zu
10.5 % (n=43)
trifft gar nicht zu
7.3 % (n=30)
keine Angabe
6.3 % (n=26)

n = 411 von 411 Befragten

Die geerbte Unruhe: Der Trauma-Index

Kapitel 7 und 10: Acht Spuren familiärer Nachwirkung, erfasst über 14 Einzelitems – von Bindungsverhalten bis Verlustangst. Der im Buch verwendete Trauma-Index ist ein für diese Untersuchung gebildeter Auswertungsindex und kein klinisches Diagnoseinstrument. Er erlaubt keine individuelle Diagnose einer Traumatisierung oder transgenerationalen Traumafolge.

»Ich finde es schwer, mich an einem Ort wirklich niederzulassen.«

Ich finde es schwer, mich an einem Ort wirklich niederzulassen und anzukommen.

trifft voll zu
13.6 % (n=56)
trifft eher zu
21.4 % (n=88)
teils/teils
19.5 % (n=80)
trifft eher nicht zu
25.8 % (n=106)
trifft gar nicht zu
18.7 % (n=77)
keine Angabe
1.0 % (n=4)

n = 411 von 411 Befragten

»Ein Wechsel von Wohnung/Arbeitsplatz kann ein starkes Unruhegefühl auslösen.«

Schon ein Wechsel von Wohnung, Arbeitsplatz oder vertrauter Umgebung kann in mir ein starkes Gefühl von Unsicherheit auslösen.

trifft voll zu
17.8 % (n=73)
trifft eher zu
20.9 % (n=86)
teils/teils
21.7 % (n=89)
trifft eher nicht zu
22.6 % (n=93)
trifft gar nicht zu
16.3 % (n=67)
keine Angabe
0.7 % (n=3)

n = 411 von 411 Befragten

»Im Hotel packe ich meinen Koffer meist nicht ganz aus.«

Wenn ich in einem Hotel oder in einer anderen Reiseunterkunft übernachte, packe ich meinen Koffer meist nicht vollständig aus.

trifft voll zu
39.4 % (n=162)
trifft eher zu
23.1 % (n=95)
teils/teils
12.9 % (n=53)
trifft eher nicht zu
11.7 % (n=48)
trifft gar nicht zu
12.2 % (n=50)
keine Angabe
0.7 % (n=3)

n = 411 von 411 Befragten

»Auch wohlfühlend bleibt manchmal das Gefühl, jederzeit wieder wegzumüssen.«

Auch wenn ich mich an einem Ort wohlfühle, bleibt manchmal das Gefühl, jederzeit wieder wegzumüssen.

trifft voll zu
19.5 % (n=80)
trifft eher zu
22.1 % (n=91)
teils/teils
17.3 % (n=71)
trifft eher nicht zu
19.7 % (n=81)
trifft gar nicht zu
20.0 % (n=82)
keine Angabe
1.5 % (n=6)

n = 411 von 411 Befragten

»Selbst wenn etwas gut ist, denke ich oft, es könnte nur vorläufig sein.«

Selbst wenn etwas gut ist, denke ich oft unwillkürlich, dass es nur vorläufig sein könnte.

trifft voll zu
27.7 % (n=114)
trifft eher zu
31.9 % (n=131)
teils/teils
13.1 % (n=54)
trifft eher nicht zu
15.6 % (n=64)
trifft gar nicht zu
10.7 % (n=44)
keine Angabe
1.0 % (n=4)

n = 411 von 411 Befragten

»Ich trage manchmal eine innere Last, die nicht nur aus dem eigenen Leben stammt.«

Ich habe manchmal das Gefühl, eine innere Last mit mir zu tragen, die nicht nur aus meinem eigenen Leben stammt.

trifft voll zu
37.2 % (n=153)
trifft eher zu
23.4 % (n=96)
teils/teils
14.6 % (n=60)
trifft eher nicht zu
9.7 % (n=40)
trifft gar nicht zu
13.9 % (n=57)
keine Angabe
1.2 % (n=5)

n = 411 von 411 Befragten

»Ich kenne eine Sehnsucht nach etwas Vertrautem, ohne zu wissen wonach.«

Ich kenne eine Sehnsucht nach etwas Vertrautem oder Ankommendem, ohne genau sagen zu können, wonach.

trifft voll zu
35.8 % (n=147)
trifft eher zu
29.4 % (n=121)
teils/teils
12.4 % (n=51)
trifft eher nicht zu
12.7 % (n=52)
trifft gar nicht zu
8.3 % (n=34)
keine Angabe
1.5 % (n=6)

n = 411 von 411 Befragten

»Ich will mich im Leben so behaupten, dass ich nie zum Opfer werde.«

Ich habe das Bedürfnis, mich im Leben so zu behaupten, dass ich nie zum Opfer werde.

trifft voll zu
36.5 % (n=150)
trifft eher zu
29.4 % (n=121)
teils/teils
16.1 % (n=66)
trifft eher nicht zu
11.4 % (n=47)
trifft gar nicht zu
4.6 % (n=19)
keine Angabe
1.9 % (n=8)

n = 411 von 411 Befragten

»Es fällt mir schwer, Dinge wegzugeben oder keine Vorräte zu haben.«

Es fällt mir schwer, Dinge ungenutzt wegzugeben oder keine Vorräte im Haus zu haben.

trifft voll zu
40.4 % (n=166)
trifft eher zu
28.7 % (n=118)
teils/teils
14.8 % (n=61)
trifft eher nicht zu
11.7 % (n=48)
trifft gar nicht zu
4.1 % (n=17)
keine Angabe
0.2 % (n=1)

n = 411 von 411 Befragten

»Ich stelle mir manchmal vor, dass Vertrautes plötzlich verloren gehen könnte.«

Ich habe manchmal die Vorstellung, dass das, was mir vertraut ist, plötzlich verloren gehen oder nicht mehr sicher sein könnte.

trifft voll zu
30.2 % (n=124)
trifft eher zu
29.2 % (n=120)
teils/teils
20.2 % (n=83)
trifft eher nicht zu
12.2 % (n=50)
trifft gar nicht zu
7.5 % (n=31)
keine Angabe
0.7 % (n=3)

n = 411 von 411 Befragten

»Ich habe gelegentlich Träume/innere Bilder von Krieg, Flucht oder Gewalt.«

Ich habe gelegentlich Träume oder innere Bilder von Krieg, Flucht oder Gewalt, obwohl ich so etwas selbst nicht erlebt habe.

trifft voll zu
14.8 % (n=61)
trifft eher zu
14.8 % (n=61)
teils/teils
14.6 % (n=60)
trifft eher nicht zu
22.4 % (n=92)
trifft gar nicht zu
31.9 % (n=131)
keine Angabe
1.5 % (n=6)

n = 411 von 411 Befragten

»Die – kaum erzählte – Geschichte meiner Familie beeinflusst mein Leben bis heute.«

Ich glaube, dass die Geschichte meiner Familie – auch wenn sie mir kaum erzählt wurde – mein Leben beeinflusst.

trifft voll zu
51.6 % (n=212)
trifft eher zu
29.7 % (n=122)
teils/teils
10.7 % (n=44)
trifft eher nicht zu
4.1 % (n=17)
trifft gar nicht zu
3.2 % (n=13)
keine Angabe
0.7 % (n=3)

n = 411 von 411 Befragten

»Es fällt mir schwer, in Beziehungen wirklich Nähe zuzulassen.«

Es fällt mir schwer, in Beziehungen wirklich Nähe zuzulassen und mich sicher zu fühlen.

trifft voll zu
22.4 % (n=92)
trifft eher zu
23.1 % (n=95)
teils/teils
21.2 % (n=87)
trifft eher nicht zu
16.5 % (n=68)
trifft gar nicht zu
16.1 % (n=66)
keine Angabe
0.7 % (n=3)

n = 411 von 411 Befragten

»Ich habe früh gelernt, für andere zu sorgen und eigene Bedürfnisse zurückzustellen.«

Ich habe früh gelernt, gut für andere zu sorgen, aber meine eigenen Bedürfnisse zurückzustellen.

trifft voll zu
44.0 % (n=181)
trifft eher zu
27.5 % (n=113)
teils/teils
14.4 % (n=59)
trifft eher nicht zu
11.2 % (n=46)
trifft gar nicht zu
2.4 % (n=10)
keine Angabe
0.5 % (n=2)

n = 411 von 411 Befragten

Nation, Patriotismus und Vertrauen in Institutionen

Kapitel 6 und 9: Wie die Befragten zu nationaler Identität stehen und wie stark sie zentralen Institutionen vertrauen.

»Ein gesundes Heimatgefühl ist etwas Positives.«

Ein gesundes Heimatgefühl ist etwas Positives.

trifft voll zu
54.3 % (n=223)
trifft eher zu
29.0 % (n=119)
teils/teils
11.7 % (n=48)
trifft eher nicht zu
0.7 % (n=3)
trifft gar nicht zu
1.0 % (n=4)
keine Angabe
3.4 % (n=14)

n = 411 von 411 Befragten

»Ich empfinde Stolz darauf, Deutscher/Deutsche zu sein.«

Ich empfinde Stolz darauf, Deutscher oder Deutsche zu sein.

trifft voll zu
14.8 % (n=61)
trifft eher zu
17.8 % (n=73)
teils/teils
23.6 % (n=97)
trifft eher nicht zu
18.0 % (n=74)
trifft gar nicht zu
21.9 % (n=90)
keine Angabe
3.9 % (n=16)

n = 411 von 411 Befragten

»Ich bin stolz auf das politische System und das Grundgesetz Deutschlands.«

Ich bin stolz auf das politische System und das Grundgesetz Deutschlands.

trifft voll zu
19.2 % (n=79)
trifft eher zu
26.5 % (n=109)
teils/teils
27.5 % (n=113)
trifft eher nicht zu
12.2 % (n=50)
trifft gar nicht zu
8.8 % (n=36)
keine Angabe
5.8 % (n=24)

n = 411 von 411 Befragten

»Ich empfinde den Begriff Patriotismus als problematisch.«

Ich selbst empfinde den Begriff Patriotismus als problematisch.

trifft voll zu
17.5 % (n=72)
trifft eher zu
19.0 % (n=78)
teils/teils
21.9 % (n=90)
trifft eher nicht zu
20.0 % (n=82)
trifft gar nicht zu
15.3 % (n=63)
keine Angabe
6.3 % (n=26)

n = 411 von 411 Befragten

»Die deutsche Geschichte belastet das Verhältnis vieler Menschen zu Heimat/nationaler Identität.«

Die deutsche Geschichte belastet das Verhältnis vieler Menschen zu Heimat und nationaler Identität bis heute.

trifft voll zu
44.5 % (n=183)
trifft eher zu
34.3 % (n=141)
teils/teils
15.6 % (n=64)
trifft eher nicht zu
2.9 % (n=12)
trifft gar nicht zu
0.5 % (n=2)
keine Angabe
2.2 % (n=9)

n = 411 von 411 Befragten

»Ein negatives Verhältnis zu Heimat ist heute oft politisch/medial geprägt.«

Ich glaube, dass ein negatives Verhältnis zu Heimat heute oft politisch, gesellschaftlich oder medial vorgeprägt wird.

trifft voll zu
32.1 % (n=132)
trifft eher zu
28.5 % (n=117)
teils/teils
19.0 % (n=78)
trifft eher nicht zu
10.2 % (n=42)
trifft gar nicht zu
3.2 % (n=13)
keine Angabe
7.1 % (n=29)

n = 411 von 411 Befragten

Politische Selbsteinordnung

Wo würden Sie sich politisch insgesamt einordnen?

ich lasse mich nicht einordnen
23.1 % (n=95)
Mitte
14.8 % (n=61)
leicht links der Mitte
13.9 % (n=57)
eher links
13.6 % (n=56)
leicht rechts der Mitte
10.7 % (n=44)
links
9.0 % (n=37)
eher rechts
5.1 % (n=21)
weit links
1.9 % (n=8)
rechts
1.7 % (n=7)
weit rechts
0.7 % (n=3)
keine Angabe
5.4 % (n=22)

n = 411 von 411 Befragten

Vertrauen: Bundesregierung

Bundesregierung

sehr stark
1.7 % (n=7)
eher stark
19.2 % (n=79)
teils/teils
28.2 % (n=116)
eher wenig
25.8 % (n=106)
gar nicht
21.7 % (n=89)
keine Angabe
3.4 % (n=14)

n = 411 von 411 Befragten

Vertrauen: Justiz

Justiz

sehr stark
8.3 % (n=34)
eher stark
31.6 % (n=130)
teils/teils
31.9 % (n=131)
eher wenig
19.2 % (n=79)
gar nicht
5.8 % (n=24)
keine Angabe
3.2 % (n=13)

n = 411 von 411 Befragten

Vertrauen: etablierte Medien

etablierten Medien wie überregionalen Tageszeitungen, öffentlich-rechtlichem Rundfunk oder großen Nachrichtenportalen?

sehr stark
6.1 % (n=25)
eher stark
21.9 % (n=90)
teils/teils
29.9 % (n=123)
eher wenig
21.2 % (n=87)
gar nicht
18.2 % (n=75)
keine Angabe
2.7 % (n=11)

n = 411 von 411 Befragten

Vertrauen: alternative Medienangebote

ausgewählten, alternativen Medienangeboten (YouTube-Kanäle, Blogs, unabhängige Nachrichtenportale)

sehr stark
0.5 % (n=2)
eher stark
7.5 % (n=31)
teils/teils
34.8 % (n=143)
eher wenig
38.9 % (n=160)
gar nicht
16.5 % (n=68)
keine Angabe
1.7 % (n=7)

n = 411 von 411 Befragten

Heimat heute: neue Zugehörigkeit und der Vergleich mit aktueller Flucht

Schluss und Epilog: Ob und unter welchen Bedingungen Zuwanderer eine neue Heimat finden können – und wie die Befragten die NS-Vertreibung mit heutigen Fluchtbewegungen vergleichen.

»Menschen aus anderen Kulturen sollen in Deutschland eine neue Heimat finden können.«

Menschen aus anderen Kulturen sollen in Deutschland eine neue Heimat finden können.

trifft voll zu
29.9 % (n=123)
trifft eher zu
24.1 % (n=99)
teils/teils
35.0 % (n=144)
trifft eher nicht zu
7.3 % (n=30)
trifft gar nicht zu
1.5 % (n=6)
keine Angabe
2.2 % (n=9)

n = 411 von 411 Befragten

Was gehört für die Befragten dazu, damit Zuwanderer wirklich eine neue Heimat finden? Mehrfachnennungen möglich

Was gehört für Sie dazu, damit Menschen in Deutschland wirklich eine neue Heimat finden können?

die Sprache lernen
93.7 % (n=385)
die Gesetze und Grundregeln des Landes achten
92.5 % (n=380)
Arbeit oder eine sinnvolle Aufgabe finden
88.6 % (n=364)
soziale Bindungen und Freundschaften aufbauen
79.8 % (n=328)
von der Gesellschaft angenommen werden
68.4 % (n=281)
die eigene Herkunft bewahren können
54.3 % (n=223)
sich kulturell zugehörig fühlen können
53.5 % (n=220)
ich sehe den Begriff Heimat in diesem Zusammenhang kritisch
7.8 % (n=32)
das ist nicht von bestimmten Voraussetzungen abhängig
1.9 % (n=8)

Bezugsbasis der Prozentanteile: Gesamtstichprobe (n = 411) · Mehrfachnennungen möglich; daher kann die Summe der Prozentwerte mehr als 100 % betragen.

»Deutschland sollte Menschen, die heute vor Krieg/Verfolgung/Vertreibung fliehen, Schutz bieten.«

Deutschland sollte Menschen aus anderen Kulturen, die heute vor Krieg, Verfolgung oder Vertreibung fliehen, Schutz gewähren.

trifft voll zu
33.8 % (n=139)
trifft eher zu
24.6 % (n=101)
teils/teils
32.8 % (n=135)
trifft eher nicht zu
4.9 % (n=20)
trifft gar nicht zu
1.7 % (n=7)
keine Angabe
2.2 % (n=9)

n = 411 von 411 Befragten

»Die Flucht-/Vertreibungserfahrungen der Deutschen nach 1945 sind mit heutigen Fluchtbewegungen in wichtigen Punkten vergleichbar.«

Die Flucht- und Vertreibungserfahrungen der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg sind in wichtigen Punkten mit heutigen Fluchterfahrungen vergleichbar.

trifft voll zu
15.6 % (n=64)
trifft eher zu
20.4 % (n=84)
teils/teils
26.0 % (n=107)
trifft eher nicht zu
17.5 % (n=72)
trifft gar nicht zu
14.4 % (n=59)
keine Angabe
6.1 % (n=25)

n = 411 von 411 Befragten

Worin die Befragten die wichtigsten Unterschiede zu heutigen Fluchtbewegungen sehen Mehrfachnennungen möglich

Worin sehen Sie am ehesten wichtige Unterschiede zwischen der Vertreibung der Deutschen nach 1945 und heutigen Fluchtbewegungen nach Deutschland?

Die kulturellen Unterschiede zwischen Herkunftsland und Aufnahmeland sind heute größer
76.6 % (n=315)
Die Situation in Deutschland als Aufnahmeland ist heute eine andere
51.1 % (n=210)
Heutige Fluchtbewegungen sind für mich nicht immer unmittelbar mit Krieg oder Gewalt verbunden
47.2 % (n=194)
Bei heutigen Fluchtbewegungen stehen wirtschaftliche Motive im Vordergrund
39.7 % (n=163)
Es gibt heute keine klare Differenzierung zwischen Flucht, Vertreibung und Migration
39.4 % (n=162)
Die Integration deutscher Flüchtlinge hat damals weniger Probleme bereitet
26.8 % (n=110)
Ich sehe eher Gemeinsamkeiten als Unterschiede
12.9 % (n=53)
Die deutschen Flüchtlinge damals waren willkommen, weil sie Deutsche waren
10.5 % (n=43)
Dazu habe ich keine klare Meinung
2.9 % (n=12)

Bezugsbasis der Prozentanteile: Gesamtstichprobe (n = 411) · Mehrfachnennungen möglich; daher kann die Summe der Prozentwerte mehr als 100 % betragen.

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