Generation Heimatlos Studie. Buchcover zeigt alteneben junger Frau vor weitem Feld

Die stille Erbschaft des Zweiten Weltkriegs

Zwischen geerbter Erinnerung und gelebter Gegenwart fragt dieses Buch, wie tief der Zweite Weltkrieg bis in die dritte Generation hinein nachwirkt. Krieg, Flucht, Vertreibung und familiäres Schweigen haben Millionen Deutsche geprägt ― doch wie sehr diese Erfahrungen das emotionale, soziale und politische Selbstverständnis der Nachgeborenen formen, ist bislang kaum systematisch untersucht worden. Dr. Christian Hardinghaus erkundet den Zusammenhang zwischen transgenerationalen Traumata und dem auffälligen Verschwinden des Begriffs Heimat aus dem deutschen Selbstverständnis. Er fragt, ob und auf welchen Wegen Erfahrungen von Heimatverlust und Entwurzelung über Generationen weiterwirken ― und warum Deutschland das einzige Land der Welt zu sein scheint, in dem Patriotismus als verdächtig gilt.



Sachbuch · Zeitgeschichte · Generation Heimatlos

Generation Heimatlos: die stille Erbschaft des Zweiten Weltkriegs

Warum packen manche Menschen im Hotel ihren Koffer nie ganz aus? Warum kennen sie eine Sehnsucht nach Orten, an denen sie selbst nie gelebt haben? Generation Heimatlos geht der Frage nach, wie Krieg, Flucht, Vertreibung, Bombennächte und familiäres Schweigen bis in die Generation der Kinder und Enkel nachwirken — auf Grundlage einer eigenen Befragung von 411 Kriegsenkeln.

VerlagEuropa Verlag
ErscheintSeptember 2026
ISBN978-3-95890-685-3
Preis24,00 € [D] · 24,70 € [A]
GenreErzählendes Sachbuch · Empirische Studie

Worum es in „Generation Heimatlos“ geht

Das Schweigen der Großeltern und seine Folgen für unsere Identität

Christian Hardinghaus untersucht, wie Ängste, Verhaltensmuster, Tabus, Erziehungsstile und Familienerzählungen über Generationen fortbestehen können — und wie eng Erinnerung und Heimatgefühl miteinander verbunden sind. Dabei versteht er die stille Erbschaft von Krieg und Vertreibung nicht als einfache Weitergabe eines Traumas, sondern als ein Geflecht aus Schweigen, Prägung und Sehnsucht.

Auf Grundlage einer eigenen Onlinebefragung mit 411 vollständig ausgewerteten Fragebögen, historischer Forschung und erzählerisch gestalteter Familiengeschichten zeigt Hardinghaus, welche Muster sich bei Nachkommen von Vertriebenen und Nichtvertriebenen abzeichnen, welche Rolle das Schweigen der Familien spielt und wo Zusammenhänge mit Heimatgefühl und gesellschaftlichen Haltungen sichtbar werden.

Die geerbte Unruhe

Wie Fluchterfahrung, Bombennächte und Vertreibung als Verhaltensmuster und Ängste an die Generation der Kinder und Enkel weitergegeben werden.

Die Studie: 411 Stimmen

Eine eigene Onlinebefragung unter Kriegsenkeln bildet die empirische Grundlage — mit einem eigens entwickelten Trauma-Index aus 14 Einzelitems.

Heimat, ein beschädigtes Wort

Die Geschichte eines Begriffs, der einst Geborgenheit versprach, vom Nationalsozialismus vereinnahmt wurde und bis heute politisch unter Spannung steht.

Drei Ebenen, ein Buch

Historische Einordnung, erzählte Familiengeschichte und eigene Empirie

Das Buch verbindet historisch-essayistische Kapitel mit fiktiven, aber historisch verankerten Szenen aus drei Familienlinien und einem empirischen Teil auf Grundlage der eigenen Befragung. Die fiktiven Passagen sind als solche kenntlich gemacht; sie führen reale Erlebnisse erzählerisch zusammen — die Stimmen der Zeitzeugen aus Hardinghaus’ früheren Büchern ebenso wie die der Kriegsenkel, die an der Befragung teilgenommen haben.

Der weitaus größere Haupttext bleibt dabei nüchtern und faktisch: historische Einordnungen und die Auswertung der Studie stehen für sich, ohne die szenischen Passagen zu überhöhen oder die Zahlen zu glätten.

Historisch-essayistische Kapitel

Von der Begriffsgeschichte „Heimat“ vor 1933 über die NS-Zeit bis zur Identitätssuche der Gegenwart.

Drei Familienlinien

Erzählerisch gestaltete, historisch verankerte Szenen machen die Muster von Flucht, Schweigen und Weitergabe anschaulich.

Empirischer Teil

411 ausgewertete Fragebögen, ein eigens entwickelter Trauma-Index und ein methodischer Anhang mit Stichprobenübersicht.

Keine einfache Vererbungsgeschichte: Generation Heimatlos erklärt Muster, ohne zu diagnostizieren, und zeigt Zusammenhänge, ohne sie zu behaupten. Die Grenzen der Erhebung werden im Buch selbst offengelegt.

Der Aufbau des Buches

Von der Begriffsgeschichte zur eigenen Studie

Einleitung
Heimatlos im eigenen Land: warum ein Koffer im Keller nicht verschwindet und was das mit der Gegenwart zu tun hat.
Teil I — Heimat, Geschichte eines beschädigten Wortes
Vom Heimatschein zur NS-Ideologie, von Flucht und Vertreibung über den Bombenkrieg bis zur Identitätssuche der Gegenwart.
Teil II — Die Studie: 411 Stimmen
Der eigens entwickelte Trauma-Index, Heimatverständnis, Schweigen und Weitergabe sowie NS-Affinität in den Herkunftsfamilien.
Schluss und Epilog
Heimat zurückgewinnen, ohne Geschichte zu verklären — ein Plädoyer, das mit dem Auspacken des Koffers endet.
Anhang
Stichprobenübersicht, Fragebogen mit Variabelnliste, ein kleines Begriffslexikon sowie Quellen und Anmerkungen.

Für wen dieses Buch geschrieben ist

Für alle, die Heimat, Herkunft und Familiengeschichte neu befragen wollen

Generation Heimatlos richtet sich an Leserinnen und Leser, die sich für Zeitgeschichte, transgenerationale Weitergabe und den politisch umkämpften Begriff Heimat interessieren — und an alle, die selbst zur Generation der Kriegsenkel gehören.

Für Kriegsenkel

Wer selbst zur Generation der Enkel gehört, findet eigene Erfahrungen in Studienergebnissen und Familiengeschichten wieder.

Für zeitgeschichtlich Interessierte

Eine quellennahe Verbindung von Flucht- und Vertreibungsgeschichte mit der Begriffsgeschichte von Heimat.

Für an Empirie Interessierte

411 ausgewertete Fragebögen und ein eigener Trauma-Index bieten belastbare Daten jenseits der Anekdote.

Weiterführende Seiten

Mehr über Bücher, Studienergebnisse und Recherchearbeit von Christian Hardinghaus

Häufige Fragen zu Generation Heimatlos

Worum geht es in Generation Heimatlos?

Das Buch untersucht, wie Krieg, Flucht, Vertreibung und familiäres Schweigen bis in die Generation der Kinder und Enkel nachwirken — und wie eng Erinnerung und Heimatgefühl miteinander verbunden sind.

Was bedeutet der Begriff Kriegsenkel?

Als Kriegsenkel werden die Enkel der Kriegs- und Vertreibungsgeneration bezeichnet, in deren Leben Erfahrungen von Krieg, Flucht und Vertreibung über ihre Eltern indirekt fortwirken können.

Wie viele Menschen wurden für die Studie befragt?

Grundlage ist eine eigene Onlinebefragung 2026 mit 411 vollständig ausgewerteten Fragebögen. Alle aggregierten Ergebnisse stehen auf der Studienseite zur Verfügung.

Wann erscheint Generation Heimatlos?

Das Buch erscheint im September 2026 im Europa Verlag (ISBN 978-3-95890-685-3).

Erhältlich als

Generation Heimatlos — erscheint im Europa Verlag.

Generation Heimatlos von Christian Hardinghaus – Cover, gebunden mit Schutzumschlag

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Beim Verlag
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Verfügbarkeit

upcoming

Originaltitel

Generation Heimatlos

Contributors

Europa Verlag

Seitenumfang

250

ISBN

978-3958906853

Format

Hardcover

Land

Deutschland

Sprache

Deutsch

Dr. Christian Hardinghaus

Historiker – Schriftsteller – Fachjournalist

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