Dienstgrade der Wehrmacht, SS und NS-Organisationen
Was war ein Obersturmbannführer im Vergleich zu einem Oberstleutnant? Welcher Dienstgrad stand im Soldbuch, welche Funktion hatte ein Kreisleiter? 188 Dienstgrade und Funktionen von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, SS, SA, NSDAP, Hitlerjugend und Reichsarbeitsdienst, jeweils mit Verwendung, Abzeichen, Vergleich und Zeitraum.
Von Dr. Christian Hardinghaus, Historiker · Stand: September 2026
Dienstgrad, Rang und Funktion
Wer in einem Soldbuch „Ogefr.“ liest oder in einer Akte „SS-Ustuf.“, braucht eine Übersetzung. Die Wehrmacht, die SS und die Organisationen der NSDAP hatten jeweils eigene Rangsysteme. Die SS übernahm ihre Bezeichnungen von der SA, die Hitlerjugend und der Reichsarbeitsdienst orientierten sich an militärischen Stufen, und die Partei schuf 1939 ein eigenes System für ihre Funktionäre.
Wichtig ist der Unterschied zwischen Dienstgrad und Funktion. „Hauptmann“ ist ein Dienstgrad, „Kompaniechef“ eine Funktion. Ein Ortsgruppenleiter der NSDAP führte zugleich einen persönlichen Dienstgrad, etwa Hauptgemeinschaftsleiter. Das Lexikon nennt beides und kennzeichnet, was was ist.
Dienstgrade durchsuchen
Wehrmacht – Heer
Mannschaften, Unteroffiziere, Offiziere und Generale des Heeres. Viele Mannschafts- und Unteroffiziersdienstgrade trugen je nach Truppengattung eigene Namen.
SchützeMannschaftenMannschaften
Unterster Dienstgrad des Heeres. Amtlich hieß er „Soldat“; im Alltag trug er den Namen der Truppengattung.
Darunter–DarüberOberschütze
- Verwendung
- Rekrut in der Grundausbildung, danach Soldat in einer Gruppe.
- Abzeichen
- Schulterklappe ohne Rangabzeichen mit Vorstoß in der Waffenfarbe; Kragenspiegel der Mannschaften.
- Vergleich
- Luftwaffe: Flieger · Kriegsmarine: Matrose · Waffen-SS: SS-Schütze
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
- Auch bekannt als / Varianten
- Soldat, Grenadier, Kanonier, Pionier, Jäger
Je nach Truppe Schütze, Grenadier (Infanterie ab Herbst 1942), Jäger, Kanonier, Reiter, Pionier, Funker, Kraftfahrer oder Panzerschütze.
OberschützeMannschaftenMannschaften
Erste Beförderungsstufe über dem Grunddienstgrad, amtlich „Obersoldat“. Der Name folgte der Truppengattung: Obergrenadier, Oberkanonier, Oberpionier.
DarunterSchützeDarüberGefreiter
- Verwendung
- Soldat mit einigen Monaten Dienstzeit, noch ohne Führungsaufgabe.
- Abzeichen
- Ein grauer viereckiger Stern auf rundem Ärmelabzeichen am linken Oberarm; bis Oktober 1936 ein Winkel.
- Vergleich
- Waffen-SS: SS-Oberschütze
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
- Auch bekannt als / Varianten
- Obersoldat, Obergrenadier, Oberkanonier
GefreiterMannschaftenMannschaften
Erfahrener Mannschaftssoldat. Der Gefreite war kein Unteroffizier, übernahm aber oft kleine Führungsaufgaben.
DarunterOberschützeDarüberObergefreiter
- Verwendung
- Truppführer innerhalb der Gruppe, etwa am Maschinengewehr, Vertreter des Gruppenführers.
- Abzeichen
- Ein Winkel am linken Oberarm (bis Oktober 1936 zwei Winkel).
- Vergleich
- Luftwaffe: Gefreiter · Kriegsmarine: Matrosengefreiter · SS: SS-Sturmmann · SA: SA-Obersturmmann
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Offizieranwärter wurden zeitweise als „Fahnenjunker-Gefreiter“ geführt.
ObergefreiterMannschaftenMannschaften
Häufigster erfahrener Mannschaftsdienstgrad im Krieg. Viele Obergefreite führten faktisch Gruppen, weil Unteroffiziere fehlten.
DarunterGefreiterDarüberStabsgefreiter
- Verwendung
- Stellvertretender Gruppenführer, Richtschütze, Kraftfahrer, Melder mit Verantwortung.
- Abzeichen
- Zwei ineinandergeschobene Winkel am linken Oberarm (bis 1936 drei). Obergefreite mit mehr als sechs Dienstjahren trugen von 1936 bis 1942 einen Winkel mit Stern.
- Vergleich
- Luftwaffe: Obergefreiter · Kriegsmarine: Matrosenobergefreiter · SS: SS-Rottenführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
StabsgefreiterMannschaftenMannschaften
Höchster Mannschaftsdienstgrad für lang dienende Soldaten ohne Unteroffizierslaufbahn.
DarunterObergefreiterDarüberUnteroffizier
- Verwendung
- Erfahrener Soldat in Gruppe, Stab oder Versorgung.
- Abzeichen
- Zwei Winkel mit einem Stern darüber am linken Oberarm.
- Vergleich
- Luftwaffe: Hauptgefreiter, ab 1944 Stabsgefreiter · Kriegsmarine: Matrosenhauptgefreiter bzw. Matrosenstabsgefreiter · SS: kein Gegenstück
- Zeitraum
- 1935–1945; Neubeförderungen erst wieder ab Mai 1942
Zwischen Oktober 1934 und Mai 1942 wurde niemand neu zum Stabsgefreiten befördert.
UnteroffizierUnteroffiziere ohne PortepeeUffz. o. P.
Unterster Unteroffiziersdienstgrad. Mit ihm begann die Vorgesetztenlaufbahn im engeren Sinn.
DarunterStabsgefreiterDarüberUnterfeldwebel
- Verwendung
- Gruppenführer, rund zehn Mann; Ausbilder in Ersatzeinheiten.
- Abzeichen
- Silberne Tresse am Kragen; Schulterklappe mit U-förmiger Tresse, am unteren Ende offen.
- Vergleich
- Luftwaffe: Unteroffizier · Kriegsmarine: Maat · SS: SS-Unterscharführer · SA: SA-Scharführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
- Auch bekannt als / Varianten
- Oberjäger
In der Gebirgstruppe hieß der Dienstgrad Oberjäger.
UnterfeldwebelUnteroffiziere ohne PortepeeUffz. o. P.
Höherer Unteroffizier ohne Portepee, Zwischenstufe zum Feldwebel.
DarunterUnteroffizierDarüberFeldwebel
- Verwendung
- Gruppenführer, stellvertretender Zugführer.
- Abzeichen
- Tresse rund um die Schulterklappe, keine Sterne.
- Vergleich
- Luftwaffe: Unterfeldwebel · Kriegsmarine: Obermaat · SS: SS-Scharführer · SA: SA-Oberscharführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
- Auch bekannt als / Varianten
- Unterwachtmeister
Bei Artillerie und Kavallerie: Unterwachtmeister.
FeldwebelUnteroffiziere mit PortepeeUffz. m. P.
Erster Dienstgrad der Unteroffiziere mit Portepee, also mit der silbernen Quaste am Seitengewehr.
DarunterUnterfeldwebelDarüberOberfeldwebel
- Verwendung
- Zugführer (rund 30 bis 50 Mann); als Hauptfeldwebel („Spieß“) Innendienst und Personalführung einer Kompanie.
- Abzeichen
- Schulterklappe mit Tresse rundum und einem Stern. Der Hauptfeldwebel trug zusätzlich zwei Tressenringe an den Unterärmeln.
- Vergleich
- Luftwaffe: Feldwebel · Kriegsmarine: Bootsmann · SS: SS-Oberscharführer · SA: SA-Truppführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
- Auch bekannt als / Varianten
- Wachtmeister, Spieß, Hauptfeldwebel
Bei Artillerie und Kavallerie: Wachtmeister. „Hauptfeldwebel“ war eine Dienststellung, kein eigener Dienstgrad.
OberfeldwebelUnteroffiziere mit PortepeeUffz. m. P.
Erfahrener Portepee-Unteroffizier.
DarunterFeldwebelDarüberStabsfeldwebel
- Verwendung
- Zugführer, Hauptfeldwebel, Unteroffizier in Stäben.
- Abzeichen
- Schulterklappe mit Tresse rundum und zwei Sternen.
- Vergleich
- Luftwaffe: Oberfeldwebel · Kriegsmarine: Oberbootsmann · SS: SS-Hauptscharführer · SA: SA-Obertruppführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
- Auch bekannt als / Varianten
- Oberwachtmeister
Bei Artillerie und Kavallerie: Oberwachtmeister.
StabsfeldwebelUnteroffiziere mit PortepeeUffz. m. P.
Höchster Unteroffiziersdienstgrad des Heeres, Ende der 1930er-Jahre eingeführt.
DarunterOberfeldwebelDarüberLeutnant
- Verwendung
- Lang dienende Unteroffiziere in Stäben, Schulen und als Hauptfeldwebel.
- Abzeichen
- Schulterklappe mit Tresse rundum und drei Sternen.
- Vergleich
- Luftwaffe: Stabsfeldwebel · Kriegsmarine: Stabsoberbootsmann · SS: SS-Sturmscharführer · SA: SA-Haupttruppführer
- Zeitraum
- 1938/39–1945
- Auch bekannt als / Varianten
- Stabswachtmeister
Bei Artillerie und Kavallerie: Stabswachtmeister.
LeutnantLeutnanteLeutnante
Unterster Offiziersdienstgrad. Die Offizierslaufbahn führte über Fahnenjunker und Fähnrich zum Leutnant.
DarunterStabsfeldwebelDarüberOberleutnant
- Verwendung
- Zugführer, Ordonnanzoffizier, Adjutant eines Bataillons.
- Abzeichen
- Schulterstück aus nebeneinanderliegenden silbernen Plattschnüren auf Unterlage in der Waffenfarbe, ohne Stern.
- Vergleich
- Luftwaffe: Leutnant · Kriegsmarine: Leutnant zur See · SS: SS-Untersturmführer · SA: SA-Sturmführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
OberleutnantLeutnanteLeutnante
Zweiter Offiziersdienstgrad. Im Krieg führten Oberleutnante häufig Kompanien.
DarunterLeutnantDarüberHauptmann
- Verwendung
- Zugführer, Kompanieführer, Adjutant, Ordonnanzoffizier in höheren Stäben.
- Abzeichen
- Schulterstück wie Leutnant, dazu ein goldfarbener Stern.
- Vergleich
- Luftwaffe: Oberleutnant · Kriegsmarine: Oberleutnant zur See · SS: SS-Obersturmführer · SA: SA-Obersturmführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
HauptmannHauptleuteHauptleute
Klassischer Dienstgrad des Kompaniechefs. Er gehörte zu den Hauptleuten, nicht zu den Stabsoffizieren; diese begannen beim Major.
DarunterOberleutnantDarüberRittmeister
- Verwendung
- Kompaniechef (Infanteriekompanie nach Soll 1939 rund 190 Mann), Batteriechef, Generalstabsoffizier in Ausbildung.
- Abzeichen
- Schulterstück wie Leutnant, dazu zwei goldfarbene Sterne.
- Vergleich
- Luftwaffe: Hauptmann · Kriegsmarine: Kapitänleutnant · SS: SS-Hauptsturmführer · SA: SA-Sturmhauptführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Kompaniechef war eine Dienststellung. Sie konnte auch ein Oberleutnant ausüben.
RittmeisterHauptleuteHauptleute
Dienstgrad des Hauptmanns in der Kavallerie und in Einheiten, die aus ihr hervorgingen.
- Verwendung
- Chef einer Schwadron, später auch berittener oder motorisierter Aufklärungsschwadronen.
- Abzeichen
- Wie Hauptmann: zwei Sterne; Unterlage in der Waffenfarbe goldgelb.
- Vergleich
- Heer: Hauptmann (gleicher Dienstgrad)
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
MajorStabsoffiziereStabsoffiziere
Unterster Stabsoffiziersdienstgrad.
DarunterRittmeisterDarüberOberstleutnant
- Verwendung
- Bataillonskommandeur (Infanteriebataillon 1939 rund 850 Mann nach Soll), Generalstabsoffizier in Divisions- und Korpsstäben.
- Abzeichen
- Geflochtenes Schulterstück aus silberner Schnur, ohne Stern.
- Vergleich
- Luftwaffe: Major · Kriegsmarine: Korvettenkapitän · SS: SS-Sturmbannführer · SA: SA-Sturmbannführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
OberstleutnantStabsoffiziereStabsoffiziere
Mittlerer Stabsoffiziersdienstgrad.
- Verwendung
- Bataillons- oder Regimentskommandeur, erster Generalstabsoffizier (Ia) einer Division.
- Abzeichen
- Geflochtenes silbernes Schulterstück mit einem Stern.
- Vergleich
- Luftwaffe: Oberstleutnant · Kriegsmarine: Fregattenkapitän · SS: SS-Obersturmbannführer · SA: SA-Obersturmbannführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
OberstStabsoffiziereStabsoffiziere
Höchster Stabsoffiziersdienstgrad, unmittelbar unter der Generalität.
DarunterOberstleutnantDarüberGeneralmajor
- Verwendung
- Regimentskommandeur, Chef des Generalstabs eines Korps, Abteilungschef im Oberkommando des Heeres.
- Abzeichen
- Geflochtenes silbernes Schulterstück mit zwei Sternen.
- Vergleich
- Luftwaffe: Oberst · Kriegsmarine: Kapitän zur See · SS: SS-Standartenführer · SA: SA-Standartenführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Im späten Krieg führten Oberste oft zusammengewürfelte Kampfgruppen in Regiments- bis Brigadestärke.
GeneralmajorGeneraleGenerale
Unterster Generalsdienstgrad.
DarunterOberstDarüberGeneralleutnant
- Verwendung
- Divisionskommandeur, Chef des Stabes einer Armee, Kommandeur einer Brigade oder eines rückwärtigen Gebiets.
- Abzeichen
- Geflochtenes Schulterstück aus Goldschnur mit silbernem Mittelstrang auf hochroter Unterlage, ohne Stern; Kragenspiegel mit goldener Stickerei.
- Vergleich
- Luftwaffe: Generalmajor · Kriegsmarine: Konteradmiral · SS: SS-Brigadeführer · SA: SA-Brigadeführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
GeneralleutnantGeneraleGenerale
Zweiter Generalsdienstgrad.
DarunterGeneralmajorDarüberGeneral der Infanterie
- Verwendung
- Meist Divisionskommandeur, teils Kommandierender General eines Armeekorps.
- Abzeichen
- Generalsschulterstück mit einem Stern.
- Vergleich
- Luftwaffe: Generalleutnant · Kriegsmarine: Vizeadmiral · SS: SS-Gruppenführer · SA: SA-Gruppenführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
General der InfanterieGeneraleGenerale
Dritter Generalsdienstgrad mit dem Zusatz der Waffengattung. Über ihm standen noch Generaloberst und Generalfeldmarschall.
DarunterGeneralleutnantDarüberGeneraloberst
- Verwendung
- Meist Kommandierender General eines Armeekorps (mehrere Divisionen), teils Oberbefehlshaber einer Armee.
- Abzeichen
- Generalsschulterstück mit zwei Sternen.
- Vergleich
- Luftwaffe: General der Flieger · Kriegsmarine: Admiral · SS: SS-Obergruppenführer · SA: SA-Obergruppenführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
- Auch bekannt als / Varianten
- General der Artillerie, General der Panzertruppe, General der Gebirgstruppe, General der Kavallerie, General der Pioniere, General der Nachrichtentruppe
Weitere Formen: General der Artillerie, der Kavallerie, der Pioniere, der Panzertruppe, der Gebirgstruppe, der Nachrichtentruppe. Der Zusatz nannte die Herkunft des Generals, nicht die Truppe, die er führte.
GeneraloberstGeneraleGenerale
Zweithöchster Dienstgrad des Heeres.
DarunterGeneral der InfanterieDarüberGeneralfeldmarschall
- Verwendung
- Oberbefehlshaber einer Armee oder Heeresgruppe, Chef des Generalstabs des Heeres.
- Abzeichen
- Generalsschulterstück mit drei Sternen.
- Vergleich
- Luftwaffe: Generaloberst · Kriegsmarine: Generaladmiral · SS: SS-Oberst-Gruppenführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
GeneralfeldmarschallGeneraleGenerale
Höchster Dienstgrad des Heeres, 1936 mit Werner von Blomberg wieder eingeführt.
DarunterGeneraloberstDarüber–
- Verwendung
- Oberbefehlshaber von Heeresgruppen, Oberbefehlshaber des Heeres, Chef des Oberkommandos der Wehrmacht.
- Abzeichen
- Schulterstück mit zwei gekreuzten Marschallstäben (ab 1942 ganz aus Goldgespinst); Marschallstab als Würdezeichen.
- Vergleich
- Luftwaffe: Generalfeldmarschall · Kriegsmarine: Großadmiral · SS: Reichsführer-SS (formal gleichgestellt)
- Zeitraum
- 1936–1945
Im Heer wurden bis 1945 insgesamt 19 Generalfeldmarschälle ernannt, in der Luftwaffe sechs – zusammen 25. Allein am 19. Juli 1940 beförderte Hitler zwölf Generale von Heer und Luftwaffe. Friedrich Paulus erhielt den Rang Ende Januar 1943 in Stalingrad und ging am folgenden Tag in Gefangenschaft. Wilhelm Keitel wurde 1946 in Nürnberg zum Tod verurteilt; Wilhelm List und Erich von Manstein wurden in späteren Prozessen als Kriegsverbrecher verurteilt.
Wehrmacht – Luftwaffe
Die Dienstgrade entsprachen dem Heer. Erkennbar war der Rang zusätzlich an den Schwingen auf dem Kragenspiegel.
FliegerMannschaften≈ Schütze
Unterster Dienstgrad der Luftwaffe. Bei der Flak hieß er Kanonier, bei der Luftnachrichtentruppe Funker, bei den Fallschirmjägern Jäger.
Darunter–DarüberGefreiter (LW)
- Verwendung
- Soldat in Bodenpersonal, Flak, Luftnachrichtentruppe, Fallschirm- oder später Felddivisionen.
- Abzeichen
- Kragenspiegel in der Waffenfarbe mit einer Doppelschwinge; Schulterklappe ohne Rangabzeichen.
- Vergleich
- Heer: Schütze · Kriegsmarine: Matrose
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
- Auch bekannt als / Varianten
- Kanonier, Funker, Jäger
Waffenfarben u. a.: goldgelb für fliegendes Personal und Fallschirmtruppe, hochrot für die Flakartillerie, goldbraun für die Luftnachrichtentruppe.
Gefreiter (LW)Mannschaften≈ Gefreiter
Erster Beförderungsdienstgrad der Luftwaffe.
DarunterFliegerDarüberObergefreiter (LW)
- Verwendung
- Erfahrener Soldat, Truppführer, Flugzeugwart-Gehilfe.
- Abzeichen
- Ein Winkel am linken Oberarm; Kragenspiegel mit zwei Doppelschwingen.
- Vergleich
- Heer: Gefreiter · Kriegsmarine: Matrosengefreiter
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Obergefreiter (LW)Mannschaften≈ Obergefreiter
Erfahrener Mannschaftsdienstgrad.
DarunterGefreiter (LW)DarüberHauptgefreiter (LW)
- Verwendung
- Stellvertretender Gruppenführer, Spezialist am Boden oder in der Flak.
- Abzeichen
- Zwei Winkel am linken Oberarm; Kragenspiegel mit drei Doppelschwingen.
- Vergleich
- Heer: Obergefreiter · Kriegsmarine: Matrosenobergefreiter
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Hauptgefreiter (LW)Mannschaften≈ Stabsgefreiter
Höchster Mannschaftsdienstgrad der Luftwaffe bis 1944, dann durch den Stabsgefreiten ersetzt.
DarunterObergefreiter (LW)DarüberUnteroffizier (LW)
- Verwendung
- Lang dienender Mannschaftssoldat.
- Abzeichen
- Drei Winkel am linken Oberarm; Kragenspiegel mit vier Doppelschwingen. Stabsgefreiter: geflochtener Winkel mit Stern.
- Vergleich
- Heer: Stabsgefreiter · Kriegsmarine: Matrosenhauptgefreiter
- Zeitraum
- 1935–1944 (danach Stabsgefreiter)
- Auch bekannt als / Varianten
- Stabsgefreiter
Unteroffizier (LW)Unteroffiziere ohne Portepee≈ Unteroffizier
Unterster Unteroffiziersdienstgrad der Luftwaffe.
DarunterHauptgefreiter (LW)DarüberUnterfeldwebel (LW)
- Verwendung
- Gruppenführer; in fliegenden Verbänden oft Flugzeugführer, Bordfunker oder Bordschütze.
- Abzeichen
- Kragen mit Unteroffizierstresse, Kragenspiegel mit einer Doppelschwinge; Schulterklappe mit U-förmiger Tresse.
- Vergleich
- Heer: Unteroffizier · Kriegsmarine: Maat
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
- Auch bekannt als / Varianten
- Oberjäger
Bei den Fallschirmjägern: Oberjäger.
Unterfeldwebel (LW)Unteroffiziere ohne Portepee≈ Unterfeldwebel
Höherer Unteroffizier ohne Portepee.
DarunterUnteroffizier (LW)DarüberFeldwebel (LW)
- Verwendung
- Gruppenführer, stellvertretender Zugführer, Flugzeugführer.
- Abzeichen
- Tresse rund um die Schulterklappe; Kragenspiegel mit zwei Doppelschwingen.
- Vergleich
- Heer: Unterfeldwebel · Kriegsmarine: Obermaat
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Bei der Flak: Unterwachtmeister.
Feldwebel (LW)Unteroffiziere mit Portepee≈ Feldwebel
Erster Portepee-Dienstgrad der Luftwaffe.
DarunterUnterfeldwebel (LW)DarüberOberfeldwebel (LW)
- Verwendung
- Zugführer, Hauptfeldwebel einer Batterie oder Kompanie, erfahrener Flugzeugführer.
- Abzeichen
- Tresse rundum und ein Stern auf der Schulterklappe; Kragenspiegel mit drei Doppelschwingen.
- Vergleich
- Heer: Feldwebel · Kriegsmarine: Bootsmann
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Bei der Flak: Wachtmeister.
Oberfeldwebel (LW)Unteroffiziere mit Portepee≈ Oberfeldwebel
Erfahrener Portepee-Unteroffizier.
DarunterFeldwebel (LW)DarüberStabsfeldwebel (LW)
- Verwendung
- Zugführer, Hauptfeldwebel, Flugzeugführer in Jagd- und Kampfverbänden.
- Abzeichen
- Tresse rundum und zwei Sterne; Kragenspiegel mit vier Doppelschwingen.
- Vergleich
- Heer: Oberfeldwebel · Kriegsmarine: Oberbootsmann
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Bei der Flak: Oberwachtmeister.
Stabsfeldwebel (LW)Unteroffiziere mit Portepee≈ Stabsfeldwebel
Höchster Unteroffiziersdienstgrad der Luftwaffe.
DarunterOberfeldwebel (LW)DarüberLeutnant (LW)
- Verwendung
- Stabs- und Schulverwendungen, Hauptfeldwebel, erfahrene Flugzeugführer.
- Abzeichen
- Tresse rundum und drei Sterne; Kragenspiegel wie Oberfeldwebel.
- Vergleich
- Heer: Stabsfeldwebel · Kriegsmarine: Stabsoberbootsmann
- Zeitraum
- 1938/39–1945
Bei der Flak: Stabswachtmeister.
Leutnant (LW)Leutnante≈ Leutnant
Unterster Offiziersdienstgrad der Luftwaffe.
DarunterStabsfeldwebel (LW)DarüberOberleutnant (LW)
- Verwendung
- Flugzeugführer oder Beobachter, Zugführer in Flak und Bodentruppen.
- Abzeichen
- Schulterstück wie im Heer, ohne Stern; Kragenspiegel mit Eichenlaub-Halbkranz und einer Doppelschwinge.
- Vergleich
- Heer: Leutnant · Kriegsmarine: Leutnant zur See
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Oberleutnant (LW)Leutnante≈ Oberleutnant
Zweiter Offiziersdienstgrad. Im Krieg führten Oberleutnante häufig Staffeln.
DarunterLeutnant (LW)DarüberHauptmann (LW)
- Verwendung
- Staffelkapitän, Zugführer, Adjutant einer Gruppe.
- Abzeichen
- Schulterstück mit einem Stern; Kragenspiegel mit Halbkranz und zwei Doppelschwingen.
- Vergleich
- Heer: Oberleutnant · Kriegsmarine: Oberleutnant zur See
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Hauptmann (LW)Hauptleute≈ Hauptmann
Typischer Dienstgrad des Staffelkapitäns. Wie im Heer kein Stabsoffizier.
DarunterOberleutnant (LW)DarüberMajor (LW)
- Verwendung
- Staffelkapitän (eine Staffel hatte meist 9 bis 12 Flugzeuge), Batteriechef der Flak, Gruppenkommandeur im späten Krieg.
- Abzeichen
- Schulterstück mit zwei Sternen; Kragenspiegel mit Halbkranz und drei Doppelschwingen.
- Vergleich
- Heer: Hauptmann · Kriegsmarine: Kapitänleutnant
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Major (LW)Stabsoffiziere≈ Major
Unterster Stabsoffiziersdienstgrad der Luftwaffe.
DarunterHauptmann (LW)DarüberOberstleutnant (LW)
- Verwendung
- Gruppenkommandeur (drei bis vier Staffeln), Kommandeur einer Flakabteilung, Geschwaderkommodore im späten Krieg.
- Abzeichen
- Geflochtenes Schulterstück ohne Stern; Kragenspiegel mit vollem Eichenlaubkranz und einer Doppelschwinge.
- Vergleich
- Heer: Major · Kriegsmarine: Korvettenkapitän
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Oberstleutnant (LW)Stabsoffiziere≈ Oberstleutnant
Mittlerer Stabsoffiziersdienstgrad.
DarunterMajor (LW)DarüberOberst (LW)
- Verwendung
- Geschwaderkommodore, Kommandeur eines Flakregiments, Stabsoffizier in Fliegerkorps und Luftflotten.
- Abzeichen
- Geflochtenes Schulterstück mit einem Stern; Kragenspiegel mit Kranz und zwei Doppelschwingen.
- Vergleich
- Heer: Oberstleutnant · Kriegsmarine: Fregattenkapitän
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Oberst (LW)Stabsoffiziere≈ Oberst
Höchster Stabsoffiziersdienstgrad der Luftwaffe.
DarunterOberstleutnant (LW)DarüberGeneralmajor (LW)
- Verwendung
- Geschwaderkommodore (drei bis vier Gruppen), Chef des Stabes eines Fliegerkorps, Führer einer Waffengattung wie der Jagdflieger.
- Abzeichen
- Geflochtenes Schulterstück mit zwei Sternen; Kragenspiegel mit Kranz und drei Doppelschwingen.
- Vergleich
- Heer: Oberst · Kriegsmarine: Kapitän zur See
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Generalmajor (LW)Generale≈ Generalmajor
Unterster Generalsdienstgrad der Luftwaffe.
DarunterOberst (LW)DarüberGeneralleutnant (LW)
- Verwendung
- Kommandeur einer Flieger- oder Flakdivision, Jagdfliegerführer, Chef des Stabes einer Luftflotte.
- Abzeichen
- Generalsschulterstück ohne Stern auf weißer Unterlage; weiße Kragenspiegel mit goldenem Kranz und einer goldenen Doppelschwinge.
- Vergleich
- Heer: Generalmajor · Kriegsmarine: Konteradmiral
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Generalleutnant (LW)Generale≈ Generalleutnant
Zweiter Generalsdienstgrad der Luftwaffe.
DarunterGeneralmajor (LW)DarüberGeneral der Flieger
- Verwendung
- Kommandeur einer Fliegerdivision oder eines Fliegerkorps, Kommandierender General eines Luftgaus.
- Abzeichen
- Generalsschulterstück mit einem Stern; Kragenspiegel mit zwei goldenen Doppelschwingen.
- Vergleich
- Heer: Generalleutnant · Kriegsmarine: Vizeadmiral
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
General der FliegerGenerale≈ General
Dritter Generalsdienstgrad der Luftwaffe mit Zusatz der Waffengattung.
DarunterGeneralleutnant (LW)DarüberGeneraloberst (LW)
- Verwendung
- Kommandierender General eines Fliegerkorps, teils Chef einer Luftflotte.
- Abzeichen
- Generalsschulterstück mit zwei Sternen; Kragenspiegel mit drei goldenen Doppelschwingen.
- Vergleich
- Heer: General der Infanterie usw. · Kriegsmarine: Admiral
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
- Auch bekannt als / Varianten
- General der Flakartillerie, General der Fallschirmtruppe, General der Luftnachrichtentruppe
Weitere Formen: General der Flakartillerie, der Fallschirmtruppe, der Luftnachrichtentruppe, General der Luftwaffe.
Generaloberst (LW)Generale≈ Generaloberst
Zweithöchster regulärer Dienstgrad der Luftwaffe.
DarunterGeneral der FliegerDarüberGeneralfeldmarschall (LW)
- Verwendung
- Oberbefehlshaber einer Luftflotte, Chef des Generalstabs der Luftwaffe.
- Abzeichen
- Generalsschulterstück mit drei Sternen; Kragenspiegel mit goldenem Adler im Eichenlaubkranz.
- Vergleich
- Heer: Generaloberst · Kriegsmarine: Generaladmiral
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Generalfeldmarschall (LW)Generale≈ Generalfeldmarschall
Höchster regulärer Dienstgrad der Luftwaffe.
DarunterGeneraloberst (LW)DarüberReichsmarschall
- Verwendung
- Oberbefehlshaber von Luftflotten, Staatssekretär im Reichsluftfahrtministerium, Oberbefehlshaber eines Kriegsschauplatzes.
- Abzeichen
- Schulterstück mit gekreuzten Marschallstäben; Kragenspiegel mit Adler, der die Marschallstäbe in den Fängen hält.
- Vergleich
- Heer: Generalfeldmarschall · Kriegsmarine: Großadmiral
- Zeitraum
- 1938–1945
Sechs Offiziere erhielten den Rang in der Luftwaffe: Hermann Göring (1938), Erhard Milch, Hugo Sperrle und Albert Kesselring (1940), Wolfram von Richthofen (1943) und Robert Ritter von Greim (1945). Kesselring wurde 1947 in Venedig wegen Kriegsverbrechen in Italien zum Tod verurteilt und später begnadigt.
ReichsmarschallEinmaliger SonderrangSonderrang
Rang, den Hitler am 19. Juli 1940 eigens für Hermann Göring schuf, damit dieser nach der Beförderung zahlreicher Feldmarschälle ranghöchster Soldat blieb.
DarunterGeneralfeldmarschall (LW)Darüber–
- Verwendung
- Oberbefehlshaber der Luftwaffe; Göring war zugleich Reichsluftfahrtminister und Beauftragter für den Vierjahresplan.
- Abzeichen
- Eigene Schulterstücke mit goldenem Reichsadler über gekreuzten Marschallstäben; Kragenspiegel mit gekreuzten Marschallstäben.
- Vergleich
- Kein Gegenstück; über allen anderen Dienstgraden der Wehrmacht
- Zeitraum
- 1940–1945
Im April 1945 enthob Hitler Göring aller Ämter. Der Internationale Militärgerichtshof verurteilte ihn 1946 zum Tod; er entzog sich der Hinrichtung durch Suizid.
Wehrmacht – Kriegsmarine
Marineeigene Bezeichnungen von Matrose und Maat bis zum Großadmiral. Offiziere zeigten ihren Rang vor allem durch goldene Ärmelstreifen.
MatroseMannschaften≈ Schütze
Unterster Dienstgrad der Kriegsmarine. „Matrose“ bezeichnete zugleich die seemännische Laufbahn; andere Laufbahnen hießen zum Beispiel Heizer, Funkgast oder Signalgast.
Darunter–DarüberMatrosengefreiter
- Verwendung
- Seemann an Bord oder in Landeinheiten der Marine.
- Abzeichen
- Kein Rangabzeichen; Laufbahnabzeichen am linken Oberarm.
- Vergleich
- Heer: Schütze · Luftwaffe: Flieger
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
- Auch bekannt als / Varianten
- Heizer, Funkgast, Signalgast
MatrosengefreiterMannschaften≈ Gefreiter
Erste Beförderungsstufe der Marinemannschaften.
DarunterMatroseDarüberMatrosenobergefreiter
- Verwendung
- Erfahrener Seemann.
- Abzeichen
- Laufbahnabzeichen mit einem Winkel darunter am linken Oberarm.
- Vergleich
- Heer: Gefreiter · Luftwaffe: Gefreiter
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
MatrosenobergefreiterMannschaften≈ Obergefreiter
Erfahrener Mannschaftsdienstgrad der Marine.
DarunterMatrosengefreiterDarüberMatrosenhauptgefreiter
- Verwendung
- Seemann mit Spezialaufgaben, Vertreter in kleinen Gruppen.
- Abzeichen
- Laufbahnabzeichen mit zwei Winkeln.
- Vergleich
- Heer: Obergefreiter · Luftwaffe: Obergefreiter
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
MatrosenhauptgefreiterMannschaften≈ Stabsgefreiter
Mannschaftsdienstgrad für lang dienende Seeleute.
DarunterMatrosenobergefreiterDarüberMatrosenstabsgefreiter
- Verwendung
- Erfahrener Spezialist an Bord.
- Abzeichen
- Laufbahnabzeichen mit drei Winkeln (Ausführung wechselte).
- Vergleich
- Heer: Stabsgefreiter · Luftwaffe: Hauptgefreiter
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
MatrosenstabsgefreiterMannschaften≈ Stabsgefreiter
Im Krieg eingeführte Stufe für besonders lang dienende Mannschaften. Darüber gab es noch den Matrosenoberstabsgefreiten, der im Heer kein Gegenstück hatte.
DarunterMatrosenhauptgefreiterDarüberMaat
- Verwendung
- Erfahrener Spezialist an Bord oder an Land.
- Abzeichen
- Laufbahnabzeichen mit Winkeln und zusätzlichem Stern (Ausführung wechselte).
- Vergleich
- Heer: Stabsgefreiter
- Zeitraum
- im Krieg eingeführt
- Auch bekannt als / Varianten
- Matrosenoberstabsgefreiter
MaatUnteroffiziere ohne Portepee≈ Unteroffizier
Unterster Unteroffiziersdienstgrad der Marine.
DarunterMatrosenstabsgefreiterDarüberObermaat
- Verwendung
- Führung einer Gruppe an Bord, Fachunteroffizier in Maschine, Funk oder Artillerie.
- Abzeichen
- Laufbahnabzeichen mit Anker am linken Oberarm; ab Dezember 1939 zusätzlich goldene Tresse um den Kragen.
- Vergleich
- Heer: Unteroffizier · Luftwaffe: Unteroffizier · SS: SS-Unterscharführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
- Auch bekannt als / Varianten
- Bootsmaat, Maschinenmaat, Funkmaat
Laufbahnbezeichnungen wie Bootsmaat, Maschinenmaat oder Funkmaat.
ObermaatUnteroffiziere ohne Portepee≈ Unterfeldwebel
Höherer Unteroffizier ohne Portepee.
- Verwendung
- Gruppenführung, Fachaufsicht an Bord.
- Abzeichen
- Wie Maat, zusätzlich ein Winkel unter dem Anker.
- Vergleich
- Heer: Unterfeldwebel · Luftwaffe: Unterfeldwebel · SS: SS-Scharführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
BootsmannUnteroffiziere mit Portepee≈ Feldwebel
Erster Portepee-Dienstgrad der seemännischen Laufbahn. In anderen Laufbahnen hieß die gleiche Stufe Maschinist, Steuermann, Funkmeister oder Feuerwerker.
DarunterObermaatDarüberStabsbootsmann
- Verwendung
- Leitung einer Decksabteilung, Fachaufsicht, Wachdienst.
- Abzeichen
- Schulterklappe mit goldener Tresse, Laufbahnabzeichen und einem Stern.
- Vergleich
- Heer: Feldwebel · Luftwaffe: Feldwebel · SS: SS-Oberscharführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
- Auch bekannt als / Varianten
- Maschinist, Steuermann, Funkmeister, Feuerwerker
StabsbootsmannUnteroffiziere mit PortepeeMarinestufe
Marineeigene Zwischenstufe zwischen Bootsmann und Oberbootsmann, eingeführt 1938. Sie steht damit unter dem Oberbootsmann, nicht darüber.
DarunterBootsmannDarüberOberbootsmann
- Verwendung
- Lang dienende Portepee-Unteroffiziere mit Fachverantwortung.
- Abzeichen
- Zwei Sterne nebeneinander und Laufbahnabzeichen.
- Vergleich
- Heer: kein direktes Gegenstück (zwischen Feldwebel und Oberfeldwebel)
- Zeitraum
- 1938–1945
OberbootsmannUnteroffiziere mit Portepee≈ Oberfeldwebel
Erfahrener Portepee-Unteroffizier der Marine.
DarunterStabsbootsmannDarüberStabsoberbootsmann
- Verwendung
- Leitender Unteroffizier einer Abteilung an Bord, Kompaniefeldwebel an Land.
- Abzeichen
- Zwei Sterne übereinander und Laufbahnabzeichen.
- Vergleich
- Heer: Oberfeldwebel · Luftwaffe: Oberfeldwebel · SS: SS-Hauptscharführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
StabsoberbootsmannUnteroffiziere mit Portepee≈ Stabsfeldwebel
Höchster Unteroffiziersdienstgrad der Kriegsmarine, eingeführt 1938.
DarunterOberbootsmannDarüberLeutnant zur See
- Verwendung
- Leitende Unteroffiziere großer Einheiten und Stäbe.
- Abzeichen
- Drei Sterne und Laufbahnabzeichen.
- Vergleich
- Heer: Stabsfeldwebel · Luftwaffe: Stabsfeldwebel · SS: SS-Sturmscharführer
- Zeitraum
- 1938–1945
Leutnant zur SeeLeutnante≈ Leutnant
Unterster Offiziersdienstgrad der Marine, nach Seekadett und Fähnrich zur See.
DarunterStabsoberbootsmannDarüberOberleutnant zur See
- Verwendung
- Wachoffizier, Divisionsoffizier an Bord, zweiter oder dritter Wachoffizier auf U-Booten.
- Abzeichen
- Ein mittelbreiter goldener Ärmelstreifen; Schulterstück ohne Stern. Seeoffiziere trugen einen Stern über den Streifen.
- Vergleich
- Heer: Leutnant · Luftwaffe: Leutnant · SS: SS-Untersturmführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Oberleutnant zur SeeLeutnante≈ Oberleutnant
Zweiter Offiziersdienstgrad der Marine.
DarunterLeutnant zur SeeDarüberKapitänleutnant
- Verwendung
- Wachoffizier, Kommandant kleiner Einheiten; im späten Krieg häufig U-Boot-Kommandant.
- Abzeichen
- Zwei mittelbreite Ärmelstreifen; Schulterstück mit einem Stern.
- Vergleich
- Heer: Oberleutnant · Luftwaffe: Oberleutnant · SS: SS-Obersturmführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
KapitänleutnantKapitänleutnante≈ Hauptmann
Der Hauptmannsdienstgrad der Marine.
DarunterOberleutnant zur SeeDarüberKorvettenkapitän
- Verwendung
- Kommandant eines U-Boots, Schnellboots oder Minensuchboots; Erster Offizier auf größeren Schiffen.
- Abzeichen
- Zwei mittelbreite Ärmelstreifen mit einem schmalen dazwischen; Schulterstück mit zwei Sternen.
- Vergleich
- Heer: Hauptmann · Luftwaffe: Hauptmann · SS: SS-Hauptsturmführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
KorvettenkapitänStabsoffiziere≈ Major
Unterster Stabsoffiziersdienstgrad der Marine.
DarunterKapitänleutnantDarüberFregattenkapitän
- Verwendung
- Kommandant eines Zerstörers, Chef einer Flottille, Stabsoffizier.
- Abzeichen
- Drei mittelbreite Ärmelstreifen; geflochtenes Schulterstück ohne Stern.
- Vergleich
- Heer: Major · Luftwaffe: Major · SS: SS-Sturmbannführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
FregattenkapitänStabsoffiziere≈ Oberstleutnant
Mittlerer Stabsoffiziersdienstgrad der Marine.
DarunterKorvettenkapitänDarüberKapitän zur See
- Verwendung
- Erster Offizier auf Kreuzern und Schlachtschiffen, Chef größerer Flottillen, Stabsoffizier in Marinekommandos.
- Abzeichen
- Mittelbreite Ärmelstreifen (Anordnung 1940 und 1944 geändert); geflochtenes Schulterstück mit einem Stern.
- Vergleich
- Heer: Oberstleutnant · Luftwaffe: Oberstleutnant · SS: SS-Obersturmbannführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
Kapitän zur SeeStabsoffiziere≈ Oberst
Höchster Stabsoffiziersdienstgrad der Marine.
DarunterFregattenkapitänDarüberKommodore
- Verwendung
- Kommandant eines Kreuzers oder Schlachtschiffs, Chef des Stabes eines Flottenkommandos.
- Abzeichen
- Vier mittelbreite Ärmelstreifen; geflochtenes Schulterstück mit zwei Sternen.
- Vergleich
- Heer: Oberst · Luftwaffe: Oberst · SS: SS-Standartenführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
KommodoreStabsoffiziereZwischenstufe
Kapitän zur See, der eine Admiralsstelle besetzte. Die Dienststellung war mit eigenen Abzeichen verbunden, aber kein Admiralsrang.
DarunterKapitän zur SeeDarüberKonteradmiral
- Verwendung
- Führer eines Verbands; Karl Dönitz führte die U-Boot-Waffe 1939 als Kommodore.
- Abzeichen
- Ein breiter goldener Ärmelstreifen; Schulterstück wie Kapitän zur See.
- Vergleich
- SS: SS-Oberführer (Zwischenstufe ohne Heeresgegenstück)
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
KonteradmiralAdmirale≈ Generalmajor
Unterster Admiralsdienstgrad.
DarunterKommodoreDarüberVizeadmiral
- Verwendung
- Befehlshaber einer Waffengattung (z. B. Zerstörer, Sicherungsstreitkräfte), Chef des Stabes eines Marinegruppenkommandos.
- Abzeichen
- Breiter Ärmelstreifen mit einem mittelbreiten darüber; Admiralsschulterstück auf blauer Unterlage, ohne Stern.
- Vergleich
- Heer: Generalmajor · Luftwaffe: Generalmajor · SS: SS-Brigadeführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
VizeadmiralAdmirale≈ Generalleutnant
Zweiter Admiralsdienstgrad.
DarunterKonteradmiralDarüberAdmiral
- Verwendung
- Befehlshaber größerer Seeverbände oder Küstenbereiche, Amtschef im Oberkommando der Marine.
- Abzeichen
- Breiter Ärmelstreifen mit zwei mittelbreiten; Schulterstück mit einem Stern.
- Vergleich
- Heer: Generalleutnant · Luftwaffe: Generalleutnant · SS: SS-Gruppenführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
AdmiralAdmirale≈ General
Dritter Admiralsdienstgrad.
DarunterVizeadmiralDarüberGeneraladmiral
- Verwendung
- Flottenchef, Kommandierender Admiral eines Marinegruppenkommandos.
- Abzeichen
- Breiter Ärmelstreifen mit drei mittelbreiten; Schulterstück mit zwei Sternen.
- Vergleich
- Heer: General der Infanterie usw. · Luftwaffe: General der Flieger · SS: SS-Obergruppenführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
GeneraladmiralAdmirale≈ Generaloberst
Zweithöchster Dienstgrad der Kriegsmarine.
DarunterAdmiralDarüberGroßadmiral
- Verwendung
- Oberbefehlshaber eines Marinegruppenkommandos, zuletzt auch Oberbefehlshaber der Kriegsmarine (Hans-Georg von Friedeburg 1945).
- Abzeichen
- Admiralsschulterstück mit drei Sternen.
- Vergleich
- Heer: Generaloberst · Luftwaffe: Generaloberst · SS: SS-Oberst-Gruppenführer
- Zeitraum
- 1935–1945 (Wehrmacht)
GroßadmiralAdmirale≈ Generalfeldmarschall
Höchster Dienstgrad der Kriegsmarine, dem Generalfeldmarschall gleichgestellt.
DarunterGeneraladmiralDarüber–
- Verwendung
- Oberbefehlshaber der Kriegsmarine.
- Abzeichen
- Schulterstück mit gekreuzten Admiralstäben; Admiralstab als Würdezeichen.
- Vergleich
- Heer: Generalfeldmarschall · Luftwaffe: Generalfeldmarschall
- Zeitraum
- 1939–1945
Nur zwei Offiziere erhielten den Rang: Erich Raeder (1939) und Karl Dönitz (1943). Beide wurden 1946 in Nürnberg verurteilt, Raeder zu lebenslanger, Dönitz zu zehn Jahren Haft.
Allgemeine SS und Waffen-SS
Die SS war keine Teilstreitkraft, sondern eine Organisation der NSDAP mit eigenem Rangsystem. Für die Waffen-SS galten amtliche Gleichstellungen mit dem Heer.
SS-MannMannschaften≈ Schütze
Unterster Dienstgrad der SS. In der Waffen-SS hieß er ab 1940 SS-Schütze, darüber stand der SS-Oberschütze.
Darunter–DarüberSS-Sturmmann
- Verwendung
- Mitglied der Allgemeinen SS, Wachmann in Konzentrationslagern, Soldat der Waffen-SS.
- Abzeichen
- Schwarzer Kragenspiegel ohne Rangabzeichen; rechter Kragenspiegel mit Sigrunen oder Einheitskennung.
- Vergleich
- Heer: Schütze · SA: SA-Mann
- Zeitraum
- 1925–1945
- Auch bekannt als / Varianten
- SS-Schütze, SS-Oberschütze
Der Internationale Militärgerichtshof erklärte die SS 1946 insgesamt zur verbrecherischen Organisation, einschließlich der Waffen-SS. Ausgenommen waren Angehörige, die zwangsweise eingezogen worden waren und keine Verbrechen begangen hatten, sowie die Reiter-SS.
SS-SturmmannMannschaften≈ Gefreiter
Zweiter Mannschaftsdienstgrad der SS.
DarunterSS-MannDarüberSS-Rottenführer
- Verwendung
- Erfahrener SS-Angehöriger ohne Unterführerfunktion.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit einem silbernen Tressenstreifen.
- Vergleich
- Heer: Gefreiter · SA: SA-Sturmmann bzw. ab 1938 SA-Obersturmmann
- Zeitraum
- vor 1933 bis 1945
SS-RottenführerMannschaften≈ Obergefreiter
Höchster Mannschaftsdienstgrad der SS.
DarunterSS-SturmmannDarüberSS-Unterscharführer
- Verwendung
- Führer einer Rotte, stellvertretender Gruppenführer.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit zwei silbernen Tressenstreifen.
- Vergleich
- Heer: Obergefreiter · SA: SA-Rottenführer
- Zeitraum
- vor 1933 bis 1945
SS-UnterscharführerUnterführer≈ Unteroffizier
Unterster Unterführerdienstgrad, dem Unteroffizier gleichgestellt.
DarunterSS-RottenführerDarüberSS-Scharführer
- Verwendung
- Gruppenführer in der Waffen-SS, Blockführer oder Aufseher in Konzentrationslagern.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit einem Stern (Pip); Waffen-SS zusätzlich Schulterklappe mit Tresse wie im Heer.
- Vergleich
- Heer: Unteroffizier · SA: SA-Scharführer
- Zeitraum
- Unterführer- und Führerbezeichnungen in dieser Form ab 1934
- Auch bekannt als / Varianten
- SS-Junker
Führeranwärter im gleichen Rang hießen SS-Junker.
SS-ScharführerUnterführer≈ Unterfeldwebel
Zweiter Unterführerdienstgrad.
DarunterSS-UnterscharführerDarüberSS-Oberscharführer
- Verwendung
- Gruppenführer, stellvertretender Zugführer.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit einem Stern und einem Tressenstreifen.
- Vergleich
- Heer: Unterfeldwebel · SA: SA-Oberscharführer
- Zeitraum
- Unterführer- und Führerbezeichnungen in dieser Form ab 1934
- Auch bekannt als / Varianten
- SS-Oberjunker
SS-OberscharführerUnterführer≈ Feldwebel
Erster Unterführerdienstgrad mit Portepee, dem Feldwebel gleichgestellt.
DarunterSS-ScharführerDarüberSS-Hauptscharführer
- Verwendung
- Zugführer in der Waffen-SS, Rapportführer in Konzentrationslagern.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit zwei Sternen.
- Vergleich
- Heer: Feldwebel · SA: SA-Truppführer
- Zeitraum
- Unterführer- und Führerbezeichnungen in dieser Form ab 1934
- Auch bekannt als / Varianten
- SS-Standartenjunker
Führeranwärter im gleichen Rang hießen SS-Standartenjunker.
SS-HauptscharführerUnterführer≈ Oberfeldwebel
Höherer Unterführer, dem Oberfeldwebel gleichgestellt.
DarunterSS-OberscharführerDarüberSS-Sturmscharführer
- Verwendung
- Zugführer; als SS-Stabsscharführer („Spieß“) Innendienst einer Kompanie.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit zwei Sternen und einem Tressenstreifen.
- Vergleich
- Heer: Oberfeldwebel · SA: SA-Obertruppführer
- Zeitraum
- Unterführer- und Führerbezeichnungen in dieser Form ab 1934
- Auch bekannt als / Varianten
- SS-Stabsscharführer, SS-Standartenoberjunker
SS-Stabsscharführer war eine Dienststellung wie der Hauptfeldwebel im Heer.
SS-SturmscharführerUnterführer≈ Stabsfeldwebel
Höchster Unterführerdienstgrad der SS. Er bestand bereits seit der Neuordnung 1934, nicht erst seit 1942.
DarunterSS-HauptscharführerDarüberSS-Untersturmführer
- Verwendung
- Lang dienende Unterführer in Stäben und Verwaltung, Hauptfeldwebel.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit zwei Sternen und zwei Tressenstreifen.
- Vergleich
- Heer: Stabsfeldwebel · SA: SA-Haupttruppführer
- Zeitraum
- 1934–1945
SS-UntersturmführerFührer≈ Leutnant
Unterster Führerdienstgrad der SS, dem Leutnant gleichgestellt. Bis 1934 hieß er SS-Sturmführer.
DarunterSS-SturmscharführerDarüberSS-Obersturmführer
- Verwendung
- Zugführer in der Waffen-SS, Sachbearbeiter im Reichssicherheitshauptamt, Führer in KZ-Kommandanturen.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit drei Sternen; Waffen-SS zusätzlich Schulterstück wie Leutnant.
- Vergleich
- Heer: Leutnant · SA: SA-Sturmführer
- Zeitraum
- Unterführer- und Führerbezeichnungen in dieser Form ab 1934
Die SS-Führer wurden an den Junkerschulen Bad Tölz und Braunschweig ausgebildet.
SS-ObersturmführerFührer≈ Oberleutnant
Zweiter Führerdienstgrad, dem Oberleutnant gleichgestellt.
DarunterSS-UntersturmführerDarüberSS-Hauptsturmführer
- Verwendung
- Zug- oder Kompanieführer, Referent in SS-Hauptämtern und Polizeidienststellen.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit drei Sternen und einem Tressenstreifen.
- Vergleich
- Heer: Oberleutnant · SA: SA-Obersturmführer
- Zeitraum
- Unterführer- und Führerbezeichnungen in dieser Form ab 1934
SS-HauptsturmführerFührer≈ Hauptmann
Dritter Führerdienstgrad, dem Hauptmann gleichgestellt. Bis 1934 hieß er SS-Sturmhauptführer.
DarunterSS-ObersturmführerDarüberSS-Sturmbannführer
- Verwendung
- Kompaniechef in der Waffen-SS, Referatsleiter, Lagerarzt oder Kommandant kleinerer Lager.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit drei Sternen und zwei Tressenstreifen.
- Vergleich
- Heer: Hauptmann · SA: SA-Sturmhauptführer
- Zeitraum
- Unterführer- und Führerbezeichnungen in dieser Form ab 1934
Josef Mengele war als Lagerarzt in Auschwitz SS-Hauptsturmführer.
SS-SturmbannführerFührer≈ Major
Unterster Stabsführerdienstgrad, dem Major gleichgestellt.
DarunterSS-HauptsturmführerDarüberSS-Obersturmbannführer
- Verwendung
- Führer eines Sturmbanns in der Allgemeinen SS, Bataillonskommandeur der Waffen-SS, Gruppenleiter im Reichssicherheitshauptamt.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit vier Sternen.
- Vergleich
- Heer: Major · SA: SA-Sturmbannführer
- Zeitraum
- vor 1933 bis 1945
SS-ObersturmbannführerFührer≈ Oberstleutnant
Dem Oberstleutnant gleichgestellter Führerdienstgrad.
DarunterSS-SturmbannführerDarüberSS-Standartenführer
- Verwendung
- Bataillons- oder Regimentskommandeur der Waffen-SS, KZ-Kommandant, Referatsleiter im Reichssicherheitshauptamt.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit vier Sternen und einem Tressenstreifen.
- Vergleich
- Heer: Oberstleutnant · SA: SA-Obersturmbannführer
- Zeitraum
- vor 1933 bis 1945
Adolf Eichmann (Referat IV B 4 im RSHA) und Rudolf Höß (Kommandant von Auschwitz) trugen diesen Rang.
SS-StandartenführerFührer≈ Oberst
Dem Oberst gleichgestellter Führerdienstgrad.
DarunterSS-ObersturmbannführerDarüberSS-Oberführer
- Verwendung
- Führer einer SS-Standarte, Regimentskommandeur der Waffen-SS, Amtschef in SS-Hauptämtern.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit einem Eichenblatt. Ab diesem Rang zeigten beide Kragenspiegel das Rangabzeichen, die Einheitskennung entfiel.
- Vergleich
- Heer: Oberst · SA: SA-Standartenführer
- Zeitraum
- vor 1933 bis 1945
SS-OberführerFührerZwischenstufe
SS-eigene Zwischenstufe zwischen Oberst und Generalmajor ohne Gegenstück im Heer.
DarunterSS-StandartenführerDarüberSS-Brigadeführer
- Verwendung
- Brigadeführung, Amtschef, Führer eines SS-Abschnitts.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit zwei Eichenblättern; Waffen-SS: Schulterstück wie Oberst.
- Vergleich
- Heer: kein Gegenstück (zwischen Oberst und Generalmajor) · Kriegsmarine: Kommodore (grob) · SA: SA-Oberführer
- Zeitraum
- vor 1933 bis 1945
SS-BrigadeführerGenerale≈ Generalmajor
Unterster SS-Generalsdienstgrad. In der Waffen-SS ab 1940 mit dem Zusatz „und Generalmajor der Waffen-SS“.
DarunterSS-OberführerDarüberSS-Gruppenführer
- Verwendung
- Divisionskommandeur der Waffen-SS, SS- und Polizeiführer, Amtschef.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit zwei Eichenblättern und einem Stern; Generale der Waffen-SS trugen Schulterstücke wie Heeresgenerale.
- Vergleich
- Heer: Generalmajor · SA: SA-Brigadeführer
- Zeitraum
- vor 1933 bis 1945
SS-GruppenführerGenerale≈ Generalleutnant
Zweiter SS-Generalsdienstgrad, in der Waffen-SS zugleich Generalleutnant.
DarunterSS-BrigadeführerDarüberSS-Obergruppenführer
- Verwendung
- Divisionskommandeur, Führer eines SS-Oberabschnitts, Chef eines SS-Hauptamts.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit drei Eichenblättern.
- Vergleich
- Heer: Generalleutnant · SA: SA-Gruppenführer
- Zeitraum
- vor 1933 bis 1945
Heinrich Müller, Chef der Gestapo, war SS-Gruppenführer.
SS-ObergruppenführerGenerale≈ General
Dritter SS-Generalsdienstgrad, in der Waffen-SS zugleich General.
DarunterSS-GruppenführerDarüberSS-Oberst-Gruppenführer
- Verwendung
- Kommandierender General eines SS-Panzerkorps, Höherer SS- und Polizeiführer, Chef des Reichssicherheitshauptamts.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit drei Eichenblättern und einem Stern.
- Vergleich
- Heer: General der Infanterie usw. · SA: SA-Obergruppenführer
- Zeitraum
- vor 1933 bis 1945
Reinhard Heydrich und Ernst Kaltenbrunner leiteten das Reichssicherheitshauptamt als SS-Obergruppenführer.
SS-Oberst-GruppenführerGenerale≈ Generaloberst
Höchster SS-Dienstgrad unter dem Reichsführer-SS, im April 1942 eingeführt.
DarunterSS-ObergruppenführerDarüberReichsführer-SS
- Verwendung
- Oberbefehlshaber von Armeen der Waffen-SS, Chef der Ordnungspolizei.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit drei Eichenblättern und zwei Sternen.
- Vergleich
- Heer: Generaloberst
- Zeitraum
- 1942–1945
Nur vier Männer erhielten den Rang: Franz Xaver Schwarz, Kurt Daluege, Sepp Dietrich und Paul Hausser.
Reichsführer-SSHöchste StellungSpitze
Titel des obersten Führers der SS. Heinrich Himmler trug ihn von Januar 1929 bis Ende April 1945, ab 1936 als „Reichsführer-SS und Chef der Deutschen Polizei“.
DarunterSS-Oberst-GruppenführerDarüber–
- Verwendung
- Befehlsgewalt über Allgemeine SS, Waffen-SS, Polizei, Sicherheitsdienst und das Lagersystem; Organisation des Völkermords an den europäischen Juden.
- Abzeichen
- Eigene Kragenspiegel mit Eichenlaub im Kranz.
- Vergleich
- Formal dem Generalfeldmarschall gleichgestellt
- Zeitraum
- 1929–1945 (Himmler)
Vor Himmler führten Julius Schreck, Joseph Berchtold und Erhard Heiden die damals kleine SS. Hitler enthob Himmler im April 1945 aller Ämter; Himmler nahm sich im Mai 1945 in britischer Gefangenschaft das Leben.
Sturmabteilung (SA)
Die SA prägte die Führerbezeichnungen, die später auch die SS verwendete. Nach der Mordaktion von 1934 verlor sie ihre Macht, blieb aber eine Massenorganisation.
SA-MannMannschaften≈ Schütze
Unterster Dienstgrad der SA. 1938 wurde er in SA-Sturmmann umbenannt.
Darunter–DarüberSA-Sturmmann
- Verwendung
- Mitglied eines SA-Sturms: Aufmärsche, Saalschutz, Wehrsport; 1933 Terror gegen politische Gegner in „wilden“ Konzentrationslagern.
- Abzeichen
- Braunhemd; Kragenspiegel in der Farbe der SA-Gruppe ohne Rangabzeichen.
- Vergleich
- Heer: Schütze · SS: SS-Mann
- Zeitraum
- 1920er-Jahre bis 1938, danach SA-Sturmmann
Anders als die SS erklärte der Internationale Militärgerichtshof die SA 1946 nicht zur verbrecherischen Organisation. An Boykott, Pogromen und Gewalt waren SA-Männer dennoch maßgeblich beteiligt, besonders im November 1938.
SA-SturmmannMannschaften≈ Gefreiter
Zweiter Mannschaftsdienstgrad; ab 1938 SA-Obersturmmann, weil der Name Sturmmann auf die unterste Stufe überging.
DarunterSA-MannDarüberSA-Rottenführer
- Verwendung
- Erfahrenes SA-Mitglied.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit einem Tressenstreifen.
- Vergleich
- Heer: Gefreiter · SS: SS-Sturmmann
- Zeitraum
- 1920er-Jahre bis 1938, danach SA-Obersturmmann
- Auch bekannt als / Varianten
- SA-Obersturmmann
SA-RottenführerMannschaften≈ Obergefreiter
Höchster Mannschaftsdienstgrad der SA.
DarunterSA-SturmmannDarüberSA-Scharführer
- Verwendung
- Führer einer Rotte innerhalb der Schar.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit zwei Tressenstreifen.
- Vergleich
- Heer: Obergefreiter · SS: SS-Rottenführer
- Zeitraum
- 1920er-Jahre bis 1945
SA-ScharführerUnterführer≈ Unteroffizier
Unterster Unterführerdienstgrad der SA.
DarunterSA-RottenführerDarüberSA-Oberscharführer
- Verwendung
- Führer einer Schar (Gruppe).
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit einem Stern.
- Vergleich
- Heer: Unteroffizier · SS: SS-Unterscharführer
- Zeitraum
- 1920er-Jahre bis 1945
SA-OberscharführerUnterführer≈ Unterfeldwebel
Zweiter Unterführerdienstgrad.
DarunterSA-ScharführerDarüberSA-Truppführer
- Verwendung
- Scharführer mit größerer Verantwortung, Ausbilder im Sturm.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit einem Stern und einem Tressenstreifen.
- Vergleich
- Heer: Unterfeldwebel · SS: SS-Scharführer
- Zeitraum
- 1920er-Jahre bis 1945
SA-TruppführerUnterführer≈ Feldwebel
Unterführer, der einen Trupp aus mehreren Scharen führte.
DarunterSA-OberscharführerDarüberSA-Obertruppführer
- Verwendung
- Führer eines Trupps, Vertreter des Sturmführers.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit zwei Sternen.
- Vergleich
- Heer: Feldwebel · SS: SS-Oberscharführer
- Zeitraum
- 1920er-Jahre bis 1945
SA-ObertruppführerUnterführer≈ Oberfeldwebel
Höherer Unterführer der SA.
DarunterSA-TruppführerDarüberSA-Haupttruppführer
- Verwendung
- Truppführer, Stabsaufgaben im Sturm.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit zwei Sternen und einem Tressenstreifen.
- Vergleich
- Heer: Oberfeldwebel · SS: SS-Hauptscharführer
- Zeitraum
- 1920er-Jahre bis 1945
SA-HaupttruppführerUnterführer≈ Stabsfeldwebel
Höchster Unterführerdienstgrad der SA; er fehlte in der bisherigen Fassung dieses Lexikons.
DarunterSA-ObertruppführerDarüberSA-Sturmführer
- Verwendung
- Lang dienende Unterführer in Sturm- und Sturmbannstäben.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit zwei Sternen und zwei Tressenstreifen.
- Vergleich
- Heer: Stabsfeldwebel · SS: SS-Sturmscharführer
- Zeitraum
- in den 1930er-Jahren eingeführt
SA-SturmführerFührer≈ Leutnant
Unterster Führerdienstgrad der SA.
DarunterSA-HaupttruppführerDarüberSA-Obersturmführer
- Verwendung
- Führer eines Sturms (etwa Kompaniegröße) oder Zugführer darin.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit drei Sternen.
- Vergleich
- Heer: Leutnant · SS: SS-Untersturmführer
- Zeitraum
- 1920er-Jahre bis 1945
SA-ObersturmführerFührer≈ Oberleutnant
Zweiter Führerdienstgrad.
DarunterSA-SturmführerDarüberSA-Sturmhauptführer
- Verwendung
- Sturmführer, Adjutant in Sturmbann- und Standartenstäben.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit drei Sternen und einem Tressenstreifen.
- Vergleich
- Heer: Oberleutnant · SS: SS-Obersturmführer
- Zeitraum
- 1920er-Jahre bis 1945
SA-SturmhauptführerFührer≈ Hauptmann
Dritter Führerdienstgrad. Die SA behielt diese Form, während die SS 1934 zu „Hauptsturmführer“ wechselte.
DarunterSA-ObersturmführerDarüberSA-Sturmbannführer
- Verwendung
- Führer eines Sturms, Stabsführer im Sturmbann.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit drei Sternen und zwei Tressenstreifen.
- Vergleich
- Heer: Hauptmann · SS: SS-Hauptsturmführer
- Zeitraum
- 1920er-Jahre bis 1945
SA-SturmbannführerFührer≈ Major
Unterster Stabsführerdienstgrad der SA.
DarunterSA-SturmhauptführerDarüberSA-Obersturmbannführer
- Verwendung
- Führer eines Sturmbanns aus mehreren Stürmen.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit vier Sternen.
- Vergleich
- Heer: Major · SS: SS-Sturmbannführer
- Zeitraum
- 1920er-Jahre bis 1945
SA-ObersturmbannführerFührer≈ Oberstleutnant
Mittlerer Stabsführerdienstgrad.
DarunterSA-SturmbannführerDarüberSA-Standartenführer
- Verwendung
- Sturmbannführer, Stabsführer einer Standarte.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit vier Sternen und einem Tressenstreifen.
- Vergleich
- Heer: Oberstleutnant · SS: SS-Obersturmbannführer
- Zeitraum
- vor 1933 bis 1945
SA-StandartenführerFührer≈ Oberst
Führer einer SA-Standarte, etwa in Regimentsgröße.
DarunterSA-ObersturmbannführerDarüberSA-Oberführer
- Verwendung
- Standartenführer, Referent in der Obersten SA-Führung.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit einem Eichenblatt.
- Vergleich
- Heer: Oberst · SS: SS-Standartenführer
- Zeitraum
- 1920er-Jahre bis 1945
SA-OberführerFührerZwischenstufe
Zwischenstufe zwischen Standartenführer und Brigadeführer ohne Gegenstück im Heer.
DarunterSA-StandartenführerDarüberSA-Brigadeführer
- Verwendung
- Führer einer Brigade oder einer Untergruppe, Amtschef.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit zwei Eichenblättern.
- Vergleich
- Heer: kein Gegenstück · SS: SS-Oberführer
- Zeitraum
- 1926–1945
SA-BrigadeführerFührer≈ Generalmajor
Unterster Rang der oberen SA-Führung.
DarunterSA-OberführerDarüberSA-Gruppenführer
- Verwendung
- Führer einer SA-Brigade aus mehreren Standarten.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit zwei Eichenblättern und einem Stern.
- Vergleich
- Heer: Generalmajor · SS: SS-Brigadeführer
- Zeitraum
- vor 1933 bis 1945
SA-GruppenführerFührer≈ Generalleutnant
Führer einer SA-Gruppe, des regionalen Großverbands mit oft Zehntausenden Mitgliedern.
DarunterSA-BrigadeführerDarüberSA-Obergruppenführer
- Verwendung
- Führung einer SA-Gruppe, Amtschef in der Obersten SA-Führung.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit drei Eichenblättern.
- Vergleich
- Heer: Generalleutnant · SS: SS-Gruppenführer
- Zeitraum
- 1920er-Jahre bis 1945
Mehrere SA-Gruppenführer wurden im Juni/Juli 1934 im Zuge des sogenannten Röhm-Putsches ermordet, darunter Karl Ernst (Berlin) und Edmund Heines (Schlesien).
SA-ObergruppenführerFührer≈ General
Höchster regulärer SA-Führerrang.
DarunterSA-GruppenführerDarüberStabschef der SA
- Verwendung
- Führer einer Obergruppe (bis 1934) oder Chef eines Hauptamts der Obersten SA-Führung.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit drei Eichenblättern und einem Stern.
- Vergleich
- Heer: General der Infanterie usw. · SS: SS-Obergruppenführer
- Zeitraum
- vor 1933 bis 1945
Stabschef der SAHöchste StellungSpitze
Tatsächlicher Führer der SA im Auftrag des Obersten SA-Führers.
DarunterSA-ObergruppenführerDarüberOberster SA-Führer
- Verwendung
- Leitung der Obersten SA-Führung.
- Abzeichen
- Eigene Kragenspiegel mit Eichenlaub im Kranz.
- Vergleich
- Formal dem Generalfeldmarschall gleichgestellt
- Zeitraum
- 1931–1945
Stabschefs: Ernst Röhm (1931 bis zu seiner Ermordung im Juli 1934), Viktor Lutze (1934–1943), Wilhelm Schepmann (1943–1945).
Oberster SA-FührerHöchste StellungSpitze
Formelle Spitze der SA. Franz Pfeffer von Salomon hatte das Amt von 1926 bis 1930 inne; danach übernahm es Hitler selbst.
DarunterStabschef der SADarüber–
- Verwendung
- Oberbefehl über die SA; die laufende Führung lag beim Stabschef.
- Abzeichen
- Kein eigenes Rangabzeichen für Hitler.
- Vergleich
- –
- Zeitraum
- 1926–1945
NSDAP und Politische Leiter
Die Partei unterschied Funktionen (Blockleiter bis Reichsleiter) und persönliche Dienstgrade ihrer Funktionäre. 1939 ersetzte ein neues Dienstgradsystem die älteren Bezeichnungen.
Hoheitsträger und ParteiführungFunktionen, keine Dienstgrade: die Leiter der Parteiebenen vom Block bis zum Reich.
ParteigenosseMitgliedschaftMitglied
Einfaches Mitglied der NSDAP, amtlich „Parteigenosse“ (Pg.). Die Mitgliedschaft war kein Rang; die meisten Mitglieder hatten keine Funktion und trugen keine Uniform.
Darunter–DarüberBlockleiter
- Verwendung
- Beitragszahlendes Mitglied; Voraussetzung für viele Laufbahnen in Staat und Partei.
- Abzeichen
- Parteiabzeichen; frühe Mitglieder konnten das Goldene Parteiabzeichen erhalten.
- Vergleich
- –
- Zeitraum
- 1920–1945
- Auch bekannt als / Varianten
- Pg., Parteianwärter
Die NSDAP hatte 1945 rund 8,5 Millionen Mitglieder. Zwischen Mai 1933 und 1937 galt eine Aufnahmesperre.
BlockleiterPolitische Leiter (Funktion)Funktion
Unterster Hoheitsträger der Partei, zuständig für einen Block von etwa 40 bis 60 Haushalten. Umgangssprachlich „Blockwart“.
DarunterParteigenosseDarüberZellenleiter
- Verwendung
- Überwachung der Nachbarschaft, Stimmungsberichte, Spendensammlungen, Verteilung von Propaganda; im Krieg auch Luftschutz und Lebensmittelkarten.
- Abzeichen
- Ab 1939 Armbinde der Politischen Leiter und Rangabzeichen nach dem persönlichen Dienstgrad.
- Vergleich
- –
- Zeitraum
- 1933–1945
- Auch bekannt als / Varianten
- Blockwart, Blockwalter
Das Nürnberger Urteil nahm Block- und Zellenleiter ausdrücklich aus der Verurteilung des Korps der Politischen Leiter aus.
ZellenleiterPolitische Leiter (Funktion)Funktion
Hoheitsträger für eine Zelle aus vier bis acht Blocks. Auf dem Land entfiel die Ebene oft.
DarunterBlockleiterDarüberOrtsgruppenleiter
- Verwendung
- Aufsicht über die Blockleiter, regelmäßige Stimmungsberichte an den Ortsgruppenleiter.
- Abzeichen
- Armbinde und Rangabzeichen nach persönlichem Dienstgrad.
- Vergleich
- –
- Zeitraum
- 1933–1945
OrtsgruppenleiterPolitische Leiter (Funktion)Funktion
Leiter der Partei in einer Gemeinde oder einem Stadtteil. Die Ortsgruppe umfasste bis zu etwa 1.500 Haushalte.
DarunterZellenleiterDarüberKreisleiter
- Verwendung
- Politische Beurteilungen über Einwohner, Kontrolle der Parteigliederungen vor Ort, Mitwirkung bei Einberufungen und Evakuierungen.
- Abzeichen
- Ab 1939 persönlicher Dienstgrad, meist Hauptgemeinschaftsleiter bis Oberabschnittsleiter, dazu Armbinde der Hoheitsträger.
- Vergleich
- –
- Zeitraum
- 1925–1945
In Nürnberg für verbrecherisch erklärt: Die Ortsgruppenleiter gehörten zum verurteilten Kreis des Korps der Politischen Leiter.
KreisleiterPolitische Leiter (Funktion)Funktion
Leiter der Partei in einem Stadt- oder Landkreis, Vorgesetzter der Ortsgruppenleiter.
DarunterOrtsgruppenleiterDarüberGauleiter
- Verwendung
- Politische Aufsicht über Verwaltung und Bürgermeister, Beurteilungen, im Krieg Volkssturm-Aufstellung und Durchhaltemaßnahmen.
- Abzeichen
- Ab 1939 persönlicher Dienstgrad, oft Bereichsleiter bis Hauptbereichsleiter.
- Vergleich
- –
- Zeitraum
- 1925–1945
In Nürnberg für verbrecherisch erklärt. Kreisleiter waren 1945 an Endphaseverbrechen beteiligt, etwa an Erschießungen von Menschen, die sich ergeben wollten.
GauleiterPolitische Leiter (Funktion)Funktion
Leiter eines Parteigaus und unmittelbar Hitler unterstellt. Im Krieg gab es über 40 Gaue.
DarunterKreisleiterDarüberReichsleiter
- Verwendung
- Politische Führung der Region; viele Gauleiter waren zugleich Reichsstatthalter oder Oberpräsident, ab 1942 Reichsverteidigungskommissar.
- Abzeichen
- Eigene Kragenspiegel und Armbinde; der Gauleiter stand außerhalb der regulären Dienstgradfolge.
- Vergleich
- –
- Zeitraum
- 1925–1945
In Nürnberg für verbrecherisch erklärt. Gauleiter trieben Deportationen, Zwangsarbeit und im Frühjahr 1945 die Todesmärsche und Endphaseverbrechen voran.
ReichsleiterPolitische Leiter (Funktion)Funktion
Höchster Rang der Parteiführung unter Hitler. Reichsleiter leiteten Hauptämter der Reichsleitung in München.
DarunterGauleiterDarüberStellvertreter des Führers
- Verwendung
- Leitung zentraler Parteiressorts: Organisation (Robert Ley), Propaganda (Joseph Goebbels), Schatzmeister (Franz Xaver Schwarz), Presse (Max Amann), Parteikanzlei (Martin Bormann) u. a.
- Abzeichen
- Eigene Kragenspiegel mit goldenem Eichenlaub; außerhalb der regulären Dienstgradfolge.
- Vergleich
- –
- Zeitraum
- 1933–1945
In Nürnberg für verbrecherisch erklärt: die Reichsleiter mit ihren leitenden Stäben.
Stellvertreter des FührersParteiführungFunktion
Amt Rudolf Heß’ von April 1933 bis zu seinem Flug nach Großbritannien im Mai 1941. Danach wurde es nicht neu besetzt.
DarunterReichsleiterDarüberFührer
- Verwendung
- Entscheidung aller Parteifragen im Namen Hitlers; Mitwirkung an Gesetzgebung und Beamtenernennungen.
- Abzeichen
- Keine eigenen Rangabzeichen im engeren Sinn.
- Vergleich
- –
- Zeitraum
- 1933–1941
- Auch bekannt als / Varianten
- Parteikanzlei, Bormann
Die Aufgaben übernahm ab Mai 1941 die Parteikanzlei unter Martin Bormann, ab 1943 zugleich „Sekretär des Führers“.
FührerParteiführungSpitze
Titel Adolf Hitlers als Vorsitzender der NSDAP seit Juli 1921. Nach Hindenburgs Tod im August 1934 vereinigte er als „Führer und Reichskanzler“ Partei- und Staatsspitze.
DarunterStellvertreter des FührersDarüber–
- Verwendung
- Unbeschränkte Entscheidungsgewalt nach dem Führerprinzip.
- Abzeichen
- Keine Rangabzeichen.
- Vergleich
- –
- Zeitraum
- 1921–1945
Dienstgrade der Politischen Leiter bis 1939Bezeichnungen, die sich aus der Funktion ableiteten.
StellenleiterPolitische Leiter bis 1939bis 1939
Dienstgrad der Politischen Leiter vor der Reform von 1939. Er leitete sich von der Funktion ab: Leiter einer „Stelle“ in einer Orts-, Kreis- oder Gauleitung.
Darunter–DarüberHauptstellenleiter
- Verwendung
- Sachbearbeitung in Parteidienststellen, etwa für Presse, Schulung oder Kasse.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit silbernem Winkel (bis 1937).
- Vergleich
- –
- Zeitraum
- bis 1939
Die frühere Fassung dieses Lexikons datierte den Rang auf 1939–1945. Tatsächlich wurde er 1939 durch die neuen Dienstgrade ersetzt.
HauptstellenleiterPolitische Leiter bis 1939bis 1939
Dienstgrad der Politischen Leiter vor 1939, oberhalb des Stellenleiters.
DarunterStellenleiterDarüberAmtsleiter
- Verwendung
- Leitung einer Hauptstelle in Kreis-, Gau- oder Reichsleitung.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit zwei silbernen Winkeln (bis 1937).
- Vergleich
- –
- Zeitraum
- bis 1939
AmtsleiterPolitische Leiter bis 1939bis 1939
Dienstgrad und zugleich Funktion: Leiter eines Parteiamtes in Kreis-, Gau- oder Reichsleitung.
DarunterHauptstellenleiterDarüberHauptamtsleiter
- Verwendung
- Leitung von Ämtern wie Organisation, Propaganda, Personal, Kommunalpolitik.
- Abzeichen
- Kragenspiegel nach Ebene (Kreis, Gau, Reich) unterschieden.
- Vergleich
- –
- Zeitraum
- bis 1939; danach nur noch Funktionsbezeichnung
HauptamtsleiterPolitische Leiter bis 1939bis 1939
Oberhalb des Amtsleiters: Leiter eines Hauptamtes, etwa in der Gauleitung.
DarunterAmtsleiterDarüber–
- Verwendung
- Leitung großer Ämter der Gau- und Reichsleitung.
- Abzeichen
- Kragenspiegel nach Ebene unterschieden.
- Vergleich
- –
- Zeitraum
- bis 1939; danach nur noch Funktionsbezeichnung
In Nürnberg zählten die Hauptamtsleiter der Reichs-, Gau- und Kreisleitungen zum verurteilten Kreis.
Dienstgrade der Politischen Leiter ab 1939Neues System mit Dreierstufen (z. B. Gemeinschaftsleiter, Obergemeinschaftsleiter, Hauptgemeinschaftsleiter). Die Grundfarbe des Kragenspiegels zeigte die Ebene: Ortsgruppe, Kreis, Gau oder Reich.
HelferPolitische Leiter ab 1939≈ Gefreiter
Unterster Dienstgrad der Politischen Leiter nach der Reform von 1939 (darüber Oberhelfer).
Darunter–DarüberArbeitsleiter
- Verwendung
- Blockhelfer und Mitarbeiter in Ortsgruppen.
- Abzeichen
- Kragenspiegel in der Farbe der Ebene mit einfachem Rangabzeichen.
- Vergleich
- Heer: Gefreiter (grob)
- Zeitraum
- 1939–1945 (vollständig umgesetzt erst um 1943)
- Auch bekannt als / Varianten
- Oberhelfer
ArbeitsleiterPolitische Leiter ab 1939Mannschaften
Gruppe der Arbeitsleiter: Arbeitsleiter, Oberarbeitsleiter, Hauptarbeitsleiter.
DarunterHelferDarüberBereitschaftsleiter
- Verwendung
- Häufig Blockleiter.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit Rangabzeichen der Arbeitsleitergruppe.
- Vergleich
- Heer: Stabsgefreiter bis Unteroffizier (grob)
- Zeitraum
- 1939–1945 (vollständig umgesetzt erst um 1943)
- Auch bekannt als / Varianten
- Oberarbeitsleiter, Hauptarbeitsleiter
BereitschaftsleiterPolitische Leiter ab 1939≈ Feldwebel
Gruppe der Bereitschaftsleiter: Bereitschaftsleiter, Oberbereitschaftsleiter, Hauptbereitschaftsleiter.
DarunterArbeitsleiterDarüberEinsatzleiter
- Verwendung
- Häufig Zellenleiter oder Mitarbeiter der Ortsgruppe.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit Rangabzeichen der Bereitschaftsleitergruppe.
- Vergleich
- Heer: Feldwebel bis Stabsfeldwebel (grob)
- Zeitraum
- 1939–1945 (vollständig umgesetzt erst um 1943)
- Auch bekannt als / Varianten
- Oberbereitschaftsleiter, Hauptbereitschaftsleiter
EinsatzleiterPolitische Leiter ab 1939≈ Leutnant
Gruppe der Einsatzleiter: Einsatzleiter, Obereinsatzleiter, Haupteinsatzleiter.
DarunterBereitschaftsleiterDarüberGemeinschaftsleiter
- Verwendung
- Amtsleiter in Ortsgruppen, Mitarbeiter in Kreisleitungen.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit Rangabzeichen der Einsatzleitergruppe.
- Vergleich
- Heer: Leutnant bis Hauptmann (grob)
- Zeitraum
- 1939–1945 (vollständig umgesetzt erst um 1943)
- Auch bekannt als / Varianten
- Obereinsatzleiter, Haupteinsatzleiter
GemeinschaftsleiterPolitische Leiter ab 1939≈ Hauptmann
Gruppe der Gemeinschaftsleiter: Gemeinschaftsleiter, Obergemeinschaftsleiter, Hauptgemeinschaftsleiter.
DarunterEinsatzleiterDarüberAbschnittsleiter
- Verwendung
- Ortsgruppenleiter kleinerer Ortsgruppen, Amtsleiter in Kreisleitungen.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit Rangabzeichen der Gemeinschaftsleitergruppe.
- Vergleich
- Heer: Hauptmann bis Major (grob)
- Zeitraum
- 1939–1945 (vollständig umgesetzt erst um 1943)
- Auch bekannt als / Varianten
- Obergemeinschaftsleiter, Hauptgemeinschaftsleiter
AbschnittsleiterPolitische Leiter ab 1939≈ Major
Gruppe der Abschnittsleiter: Abschnittsleiter, Oberabschnittsleiter, Hauptabschnittsleiter. Oberabschnittsleiter war der höchste Dienstgrad, der auf Ortsgruppenebene erreichbar war.
DarunterGemeinschaftsleiterDarüberBereichsleiter
- Verwendung
- Ortsgruppenleiter großer Ortsgruppen, Amtsleiter in Kreis- und Gauleitungen.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit Rangabzeichen der Abschnittsleitergruppe.
- Vergleich
- Heer: Major (grob)
- Zeitraum
- 1939–1945 (vollständig umgesetzt erst um 1943)
- Auch bekannt als / Varianten
- Oberabschnittsleiter, Hauptabschnittsleiter
BereichsleiterPolitische Leiter ab 1939≈ Oberstleutnant
Erster Dienstgrad der Bereichsleitergruppe.
DarunterAbschnittsleiterDarüberOberbereichsleiter
- Verwendung
- Kreisleiter, Amtsleiter in Gauleitungen.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit Rangabzeichen der Bereichsleitergruppe; Grundfarbe nach Ebene.
- Vergleich
- Heer: Oberstleutnant (grob)
- Zeitraum
- 1939–1945 (vollständig umgesetzt erst um 1943)
OberbereichsleiterPolitische Leiter ab 1939≈ Oberstleutnant
Zweiter Dienstgrad der Bereichsleitergruppe.
DarunterBereichsleiterDarüberHauptbereichsleiter
- Verwendung
- Kreisleiter, Hauptamtsleiter in Gauleitungen.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit Rangabzeichen der Bereichsleitergruppe.
- Vergleich
- Heer: Oberstleutnant (grob)
- Zeitraum
- 1939–1945 (vollständig umgesetzt erst um 1943)
HauptbereichsleiterPolitische Leiter ab 1939≈ Oberst
Höchster Dienstgrad der Bereichsleitergruppe.
DarunterOberbereichsleiterDarüberDienstleiter
- Verwendung
- Kreisleiter großer Kreise, Hauptamtsleiter in Gau- und Reichsleitung.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit Rangabzeichen der Bereichsleitergruppe.
- Vergleich
- Heer: Oberst (grob)
- Zeitraum
- 1939–1945 (vollständig umgesetzt erst um 1943)
DienstleiterPolitische Leiter ab 1939≈ Oberst
Erster Dienstgrad der Dienstleitergruppe; höchster Dienstgrad, der in einer Kreisleitung erreichbar war. Die Bezeichnung gab es schon vor 1939 in der Reichsleitung.
DarunterHauptbereichsleiterDarüberOberdienstleiter
- Verwendung
- Kreisleiter, leitende Amtsträger in Gau- und Reichsleitung.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit Rangabzeichen der Dienstleitergruppe.
- Vergleich
- Heer: Oberst (grob)
- Zeitraum
- vor 1939 (Reichsleitung) und 1939–1945
OberdienstleiterPolitische Leiter ab 1939≈ Oberst
Zweiter Dienstgrad der Dienstleitergruppe.
DarunterDienstleiterDarüberHauptdienstleiter
- Verwendung
- Leitende Amtsträger in Gau- und Reichsleitung.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit Rangabzeichen der Dienstleitergruppe.
- Vergleich
- Heer: Oberst (grob)
- Zeitraum
- 1939–1945 (vollständig umgesetzt erst um 1943)
HauptdienstleiterPolitische Leiter ab 1939≈ Oberst
Höchster Dienstgrad der Dienstleitergruppe. Darüber standen noch die Befehlsleiter, erst dann Gauleiter und Reichsleiter.
DarunterOberdienstleiterDarüberBefehlsleiter
- Verwendung
- Amtschefs der Reichsleitung, stellvertretende Gauleiter.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit Rangabzeichen der Dienstleitergruppe.
- Vergleich
- Heer: Oberst (grob)
- Zeitraum
- vor 1939 (Reichsleitung) und 1939–1945
BefehlsleiterPolitische Leiter ab 1939≈ Generalmajor
Oberste Dienstgradgruppe der Politischen Leiter: Befehlsleiter, Oberbefehlsleiter, Hauptbefehlsleiter. Oberbefehlsleiter war das Maximum in einer Gauleitung, Hauptbefehlsleiter in der Reichsleitung.
DarunterHauptdienstleiterDarüber–
- Verwendung
- Stellvertretende Gauleiter, Hauptamtsleiter der Reichsleitung.
- Abzeichen
- Kragenspiegel mit Rangabzeichen der Befehlsleitergruppe.
- Vergleich
- Heer: Generalmajor bis General (grob)
- Zeitraum
- 1939–1945 (vollständig umgesetzt erst um 1943)
- Auch bekannt als / Varianten
- Oberbefehlsleiter, Hauptbefehlsleiter
Hitlerjugend, Jungvolk und Bund Deutscher Mädel
Die Hitlerjugend umfasste Jungen von 14 bis 18 (HJ), Jungen von 10 bis 14 (Deutsches Jungvolk) sowie Mädchen im BDM und bei den Jungmädeln. Die unteren Führer waren oft selbst Jugendliche, ab Stamm- und Bannebene meist hauptamtliche Erwachsene.
Hitlerjugend (HJ)Jungen von 14 bis 18 Jahren.
HitlerjungeMitgliedMitglied
Mitglied der Hitlerjugend im Alter von 14 bis 18 Jahren. Das Gesetz über die Hitlerjugend von 1936 machte die HJ zur Staatsjugend, die Jugenddienstpflicht folgte im März 1939.
Darunter–DarüberRottenführer (HJ)
- Verwendung
- Heimabende, Geländespiele, Wehrertüchtigung, Sammlungen; im Krieg Einsatz als Luftwaffenhelfer, beim Stellungsbau und zuletzt im Volkssturm.
- Abzeichen
- HJ-Uniform mit Armbinde; Schulterklappen mit Bannnummer.
- Vergleich
- Heer: Schütze (grob)
- Zeitraum
- 1926–1945
Rottenführer (HJ)Mannschaftsstufe≈ Gefreiter
Erste Beförderungsstufe in der HJ.
DarunterHitlerjungeDarüberOberrottenführer (HJ)
- Verwendung
- Aufgaben innerhalb einer Kameradschaft.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe.
- Vergleich
- Heer: Gefreiter (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
Oberrottenführer (HJ)Mannschaftsstufe≈ Obergefreiter
Zweite Beförderungsstufe in der HJ.
DarunterRottenführer (HJ)DarüberKameradschaftsführer
- Verwendung
- Vertreter des Kameradschaftsführers.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe.
- Vergleich
- Heer: Obergefreiter (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
KameradschaftsführerUnterführer≈ Unteroffizier
Führer der kleinsten HJ-Einheit, der Kameradschaft mit etwa 10 bis 15 Jungen.
DarunterOberrottenführer (HJ)DarüberOberkameradschaftsführer
- Verwendung
- Heimabende und Dienst der Kameradschaft; meist selbst noch Jugendlicher.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe, Führerschnur.
- Vergleich
- Heer: Unteroffizier (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
OberkameradschaftsführerUnterführer≈ Unterfeldwebel
Höherer Kameradschaftsführer.
DarunterKameradschaftsführerDarüberScharführer (HJ)
- Verwendung
- Kameradschaftsführung, Vertretung des Scharführers.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe.
- Vergleich
- Heer: Unterfeldwebel (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
Scharführer (HJ)Unterführer≈ Feldwebel
Führer einer Schar aus drei bis vier Kameradschaften, etwa 40 bis 50 Jungen.
DarunterOberkameradschaftsführerDarüberOberscharführer (HJ)
- Verwendung
- Ausbildung und Dienstplan der Schar.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe, Führerschnur.
- Vergleich
- Heer: Feldwebel (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
Oberscharführer (HJ)Unterführer≈ Oberfeldwebel
Höherer Scharführer.
DarunterScharführer (HJ)DarüberGefolgschaftsführer
- Verwendung
- Scharführung, Vertretung des Gefolgschaftsführers.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe.
- Vergleich
- Heer: Oberfeldwebel (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
GefolgschaftsführerFührer≈ Leutnant
Führer einer Gefolgschaft aus drei bis vier Scharen, rund 150 Jungen.
DarunterOberscharführer (HJ)DarüberObergefolgschaftsführer
- Verwendung
- Führung der Gefolgschaft, oft schon junge Erwachsene.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe, Führerschnur.
- Vergleich
- Heer: Leutnant (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
ObergefolgschaftsführerFührer≈ Oberleutnant
Höherer Gefolgschaftsführer.
DarunterGefolgschaftsführerDarüberHauptgefolgschaftsführer
- Verwendung
- Gefolgschaftsführung, Stabsaufgaben im Stamm.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe.
- Vergleich
- Heer: Oberleutnant (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
HauptgefolgschaftsführerFührer≈ Hauptmann
Höchster Gefolgschaftsführer-Rang.
DarunterObergefolgschaftsführerDarüberStammführer
- Verwendung
- Stabsaufgaben in Stamm und Bann.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe.
- Vergleich
- Heer: Hauptmann (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
StammführerFührer≈ Major
Führer eines Stammes, rund 600 Jungen. Bis 1938 hieß die Einheit Unterbann.
DarunterHauptgefolgschaftsführerDarüberOberstammführer
- Verwendung
- Führung des Stammes; meist hauptamtlich.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe, Führerschnur.
- Vergleich
- Heer: Major (grob)
- Zeitraum
- 1938–1945 (vorher Unterbannführer)
- Auch bekannt als / Varianten
- Unterbannführer
OberstammführerFührer≈ Oberstleutnant
Höherer Stammführer.
DarunterStammführerDarüberBannführer
- Verwendung
- Stammführung, Stabsaufgaben im Bann.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe.
- Vergleich
- Heer: Oberstleutnant (grob)
- Zeitraum
- 1938–1945
BannführerFührer≈ Oberst
Führer eines Banns, der Einheit auf Kreisebene mit rund 3.000 Jungen.
DarunterOberstammführerDarüberOberbannführer
- Verwendung
- Hauptamtliche Führung des Banns, Verbindung zur Kreisleitung der NSDAP.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe.
- Vergleich
- Heer: Oberst (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
OberbannführerFührer≈ Oberst
Höherer Bannführer.
DarunterBannführerDarüberHauptbannführer
- Verwendung
- Bannführung, Amtschef in Gebiets- und Reichsjugendführung.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe.
- Vergleich
- Heer: Oberst (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
HauptbannführerFührerZwischenstufe
Höchster Bannführer-Rang; er fehlte in der bisherigen Fassung des Lexikons.
DarunterOberbannführerDarüberGebietsführer
- Verwendung
- Leitende Aufgaben in Gebietsführungen und der Reichsjugendführung.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe.
- Vergleich
- Heer: Oberst bzw. SS: SS-Oberführer (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
GebietsführerObere Führung≈ Generalmajor
Führer eines HJ-Gebiets, dessen Grenzen meist einem Parteigau entsprachen.
DarunterHauptbannführerDarüberObergebietsführer
- Verwendung
- Regionale Führung der Hitlerjugend.
- Abzeichen
- Rangabzeichen mit Eichenlaub.
- Vergleich
- Heer: Generalmajor (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
ObergebietsführerObere Führung≈ Generalleutnant
Höherer Führerrang der HJ-Spitze.
DarunterGebietsführerDarüberStabsführer
- Verwendung
- Amtschefs der Reichsjugendführung, Führer großer Gebiete.
- Abzeichen
- Rangabzeichen mit Eichenlaub.
- Vergleich
- Heer: Generalleutnant (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
StabsführerObere Führung≈ General
Stellvertreter des Reichsjugendführers und Leiter des Stabes der Reichsjugendführung.
DarunterObergebietsführerDarüberReichsjugendführer
- Verwendung
- Führung der Reichsjugendführung in Berlin.
- Abzeichen
- Eigene Rangabzeichen.
- Vergleich
- Heer: General (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
ReichsjugendführerHöchste StellungSpitze
Leiter der gesamten Hitlerjugend mit DJ, BDM und Jungmädeln, ab 1933 zugleich „Jugendführer des Deutschen Reiches“.
DarunterStabsführerDarüber–
- Verwendung
- Gesamtführung der Jugendorganisationen und der staatlichen Jugendpolitik.
- Abzeichen
- Eigene Rangabzeichen.
- Vergleich
- –
- Zeitraum
- 1931–1945
Baldur von Schirach (1931–1940), danach Artur Axmann (1940–1945). Schirach wurde 1946 in Nürnberg als Gauleiter von Wien wegen der Deportation der Wiener Juden zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Deutsches Jungvolk (DJ)Jungen von 10 bis 14 Jahren.
PimpfMitgliedMitglied
Mitglied des Deutschen Jungvolks im Alter von 10 bis 14 Jahren. „Pimpf“ war die übliche Bezeichnung.
Darunter–DarüberHordenführer
- Verwendung
- Heimabende, Fahrten, Geländespiele; Aufnahme nach der „Pimpfenprobe“.
- Abzeichen
- DJ-Uniform mit Armabzeichen (Siegrune).
- Vergleich
- Heer: Schütze (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
- Auch bekannt als / Varianten
- Jungvolkjunge
HordenführerMannschaftsstufe≈ Gefreiter
Erste Beförderungsstufe im Jungvolk. Die frühere Fassung nannte hier „Rottenführer (DJ)“.
DarunterPimpfDarüberOberhordenführer
- Verwendung
- Aufgaben innerhalb einer Jungenschaft.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe.
- Vergleich
- Heer: Gefreiter (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
OberhordenführerMannschaftsstufe≈ Obergefreiter
Zweite Beförderungsstufe im Jungvolk.
DarunterHordenführerDarüberJungenschaftsführer
- Verwendung
- Vertreter des Jungenschaftsführers.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe.
- Vergleich
- Heer: Obergefreiter (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
JungenschaftsführerUnterführer≈ Unteroffizier
Führer einer Jungenschaft mit etwa 10 bis 15 Pimpfen, meist selbst 13 oder 14 Jahre alt.
DarunterOberhordenführerDarüberOberjungenschaftsführer
- Verwendung
- Dienst der Jungenschaft.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe, Führerschnur.
- Vergleich
- Heer: Unteroffizier (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
OberjungenschaftsführerUnterführer≈ Unterfeldwebel
Höherer Jungenschaftsführer.
DarunterJungenschaftsführerDarüberJungzugführer
- Verwendung
- Jungenschaftsführung, Vertretung des Jungzugführers.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe.
- Vergleich
- Heer: Unterfeldwebel (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
JungzugführerUnterführer≈ Feldwebel
Führer eines Jungzugs aus drei bis vier Jungenschaften.
DarunterOberjungenschaftsführerDarüberFähnleinführer
- Verwendung
- Dienst des Jungzugs.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe.
- Vergleich
- Heer: Feldwebel (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
- Auch bekannt als / Varianten
- Oberjungzugführer
FähnleinführerFührer≈ Leutnant
Führer eines Fähnleins, rund 150 Pimpfe; die zentrale Führungsebene im Jungvolk.
DarunterJungzugführerDarüberJungstammführer
- Verwendung
- Führung des Fähnleins, Fahrten und Lager.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe.
- Vergleich
- Heer: Leutnant (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
- Auch bekannt als / Varianten
- Oberfähnleinführer, Hauptfähnleinführer
JungstammführerFührer≈ Major
Führer eines Jungstamms, rund 600 Pimpfe. Bis 1938 hieß der Rang Stammführer.
DarunterFähnleinführerDarüberJungbannführer
- Verwendung
- Führung des Jungstamms.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe.
- Vergleich
- Heer: Major (grob)
- Zeitraum
- 1938–1945 (vorher Stammführer)
- Auch bekannt als / Varianten
- Oberjungstammführer
JungbannführerFührer≈ Oberst
Führer eines Jungbanns auf Kreisebene. Darüber gab es Ober- und Hauptjungbannführer sowie Gebietsjungvolkführer.
DarunterJungstammführerDarüber–
- Verwendung
- Hauptamtliche Führung des Jungvolks im Bann.
- Abzeichen
- Rangabzeichen auf der Schulterklappe.
- Vergleich
- Heer: Oberst (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
- Auch bekannt als / Varianten
- Oberjungbannführer, Hauptjungbannführer, Gebietsjungvolkführer
Bund Deutscher Mädel (BDM) und JungmädelMädchen von 10 bis 18 Jahren; die Bezeichnungen wurden 1942 an die HJ angeglichen.
BDM-MädelMitgliedMitglied
Mitglied im Bund Deutscher Mädel im Alter von 14 bis 18 Jahren. Die 10- bis 14-Jährigen gehörten zu den Jungmädeln (JM); ab 1938 kam das BDM-Werk „Glaube und Schönheit“ für 17- bis 21-Jährige hinzu.
Darunter–DarüberMädelschaftsführerin
- Verwendung
- Heimabende, Sport, hauswirtschaftliche Schulung, Landdienst; im Krieg Ernteeinsatz, Lazarettdienst, Flakhelferinnen.
- Abzeichen
- BDM-Uniform: dunkelblauer Rock, weiße Bluse, schwarzes Halstuch mit Lederknoten.
- Vergleich
- –
- Zeitraum
- 1930–1945
- Auch bekannt als / Varianten
- Jungmädel, JM
MädelschaftsführerinUnterführerin≈ Unteroffizier
Führerin einer Mädelschaft, der kleinsten BDM-Einheit mit etwa 10 bis 15 Mädchen.
DarunterBDM-MädelDarüberMädelscharführerin
- Verwendung
- Heimabende der Mädelschaft.
- Abzeichen
- Führerinnenschnur.
- Vergleich
- Heer: Unteroffizier (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
MädelscharführerinUnterführerin≈ Feldwebel
Führerin einer Mädelschar aus mehreren Mädelschaften.
DarunterMädelschaftsführerinDarüberMädelgruppenführerin
- Verwendung
- Dienst der Mädelschar.
- Abzeichen
- Führerinnenschnur.
- Vergleich
- Heer: Feldwebel (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
MädelgruppenführerinFührerin≈ Leutnant
Führerin einer Mädelgruppe, rund 150 Mädchen; entspricht der Gefolgschaft der HJ. Der Rang fehlte in der bisherigen Fassung.
DarunterMädelscharführerinDarüberMädelringführerin
- Verwendung
- Führung der Mädelgruppe.
- Abzeichen
- Führerinnenschnur.
- Vergleich
- Heer: Leutnant (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
- Auch bekannt als / Varianten
- Hauptgruppenführerin
MädelringführerinFührerin≈ Major
Führerin eines Mädelrings, rund 600 Mädchen; entspricht dem Stamm der HJ. Der Rang fehlte in der bisherigen Fassung.
DarunterMädelgruppenführerinDarüberBannmädelführerin
- Verwendung
- Führung des Mädelrings.
- Abzeichen
- Führerinnenschnur.
- Vergleich
- Heer: Major (grob)
- Zeitraum
- 1930er-Jahre–1945
BannmädelführerinFührerin≈ Oberst
Führerin des BDM in einem Bann. Bis 1942 hieß der Rang Untergauführerin, die Einheit Untergau.
DarunterMädelringführerinDarüberHauptmädelführerin
- Verwendung
- Hauptamtliche Führung des BDM auf Kreisebene.
- Abzeichen
- Führerinnenschnur.
- Vergleich
- Heer: Oberst (grob)
- Zeitraum
- 1942–1945 (vorher Untergauführerin)
- Auch bekannt als / Varianten
- Untergauführerin
HauptmädelführerinFührerin≈ Oberst
Höherer Führerinnenrang des BDM. Bis 1942 hieß er Gauführerin.
DarunterBannmädelführerinDarüberGebietsmädelführerin
- Verwendung
- Leitende Aufgaben in Obergau bzw. Gebiet und in der Reichsjugendführung.
- Abzeichen
- Führerinnenschnur.
- Vergleich
- Heer: Oberst (grob)
- Zeitraum
- 1942–1945 (vorher Gauführerin)
- Auch bekannt als / Varianten
- Gauführerin
GebietsmädelführerinObere Führung≈ Generalmajor
Führerin des BDM in einem HJ-Gebiet. Bis 1942 hieß der Rang Obergauführerin. Der Rang fehlte in der bisherigen Fassung.
DarunterHauptmädelführerinDarüberReichsreferentin des BDM
- Verwendung
- Regionale Führung des BDM.
- Abzeichen
- Führerinnenschnur.
- Vergleich
- Heer: Generalmajor (grob)
- Zeitraum
- 1942–1945 (vorher Obergauführerin)
- Auch bekannt als / Varianten
- Obergauführerin
Reichsreferentin des BDMHöchste StellungSpitze
Leiterin des BDM in der Reichsjugendführung, dem Reichsjugendführer unterstellt.
DarunterGebietsmädelführerinDarüber–
- Verwendung
- Gesamtführung von BDM und Jungmädeln.
- Abzeichen
- Eigene Abzeichen.
- Vergleich
- –
- Zeitraum
- 1934–1945
Trude Mohr (1934–1937), danach Jutta Rüdiger (1937–1945).
Reichsarbeitsdienst (RAD)
Pflichtdienst vor dem Wehrdienst mit militärischem Rangsystem. Die Gleichstellung mit dem Heer folgt der zeitgenössischen Rangordnung.
ArbeitsmannMannschaften≈ Schütze
Unterster Dienstgrad des Reichsarbeitsdienstes. Das Reichsarbeitsdienstgesetz vom 26. Juni 1935 verpflichtete junge Männer zu sechs Monaten Arbeitsdienst vor dem Wehrdienst.
Darunter–DarüberVormann
- Verwendung
- Arbeitseinsätze in Landwirtschaft, Moorkultivierung, Straßen- und Festungsbau (Westwall); im Krieg Bautruppe hinter der Front und Flak.
- Abzeichen
- Erdbraune Uniform, Ärmelabzeichen mit Spaten und Abteilungsnummer.
- Vergleich
- Heer: Schütze
- Zeitraum
- 1935–1945
Für junge Frauen bestand ab 1939 der Reichsarbeitsdienst der weiblichen Jugend (RADwJ) mit eigenen Dienstgraden, etwa Arbeitsmaid und Kameradschaftsälteste.
VormannMannschaften≈ Gefreiter
Erste Beförderungsstufe im RAD.
DarunterArbeitsmannDarüberObervormann
- Verwendung
- Erfahrener Arbeitsmann, Vorarbeiter im Trupp.
- Abzeichen
- Rangabzeichen nach RAD-Schema.
- Vergleich
- Heer: Gefreiter
- Zeitraum
- 1935–1945
ObervormannMannschaften≈ Obergefreiter
Zweite Beförderungsstufe.
DarunterVormannDarüberHauptvormann
- Verwendung
- Vertreter des Truppführers.
- Abzeichen
- Rangabzeichen nach RAD-Schema.
- Vergleich
- Heer: Obergefreiter
- Zeitraum
- 1935–1945
HauptvormannMannschaften≈ Stabsgefreiter
Höchster Mannschaftsdienstgrad des RAD; er fehlte in der bisherigen Fassung.
DarunterObervormannDarüberUntertruppführer
- Verwendung
- Lang dienende Arbeitsmänner, meist im Stammpersonal.
- Abzeichen
- Rangabzeichen nach RAD-Schema.
- Vergleich
- Heer: Stabsgefreiter
- Zeitraum
- 1935–1945
UntertruppführerUnterführer≈ Unteroffizier
Unterster Unterführerdienstgrad des RAD; er fehlte in der bisherigen Fassung.
DarunterHauptvormannDarüberTruppführer (RAD)
- Verwendung
- Führer eines Trupps, rund 15 bis 20 Arbeitsmänner.
- Abzeichen
- Tresse nach RAD-Schema.
- Vergleich
- Heer: Unteroffizier
- Zeitraum
- 1935–1945
Im RAD fielen Dienstgrad und Dienststellung oft nicht zusammen: Ein Untertruppführer konnte die Stelle eines Truppführers bekleiden.
Truppführer (RAD)Unterführer≈ Feldwebel
Unterführer mit Portepee-Rang; in der bisherigen Fassung fälschlich dem Unteroffizier gleichgesetzt.
DarunterUntertruppführerDarüberObertruppführer (RAD)
- Verwendung
- Trupp- oder Zugführung, Ausbilder.
- Abzeichen
- Tresse und Stern nach RAD-Schema.
- Vergleich
- Heer: Feldwebel
- Zeitraum
- 1935–1945
Obertruppführer (RAD)Unterführer≈ Oberfeldwebel
Höherer Unterführer des RAD.
DarunterTruppführer (RAD)DarüberUnterfeldmeister
- Verwendung
- Zugführung, Innendienst einer Abteilung.
- Abzeichen
- Tresse und Sterne nach RAD-Schema.
- Vergleich
- Heer: Oberfeldwebel
- Zeitraum
- 1935–1945
UnterfeldmeisterUnterführer≈ Stabsfeldwebel
Höchster Unterführerdienstgrad, Übergang zur Führerlaufbahn. In der bisherigen Fassung als Offiziersrang eingeordnet.
DarunterObertruppführer (RAD)DarüberFeldmeister
- Verwendung
- Zugführer, Führeranwärter.
- Abzeichen
- Rangabzeichen nach RAD-Schema.
- Vergleich
- Heer: Stabsfeldwebel
- Zeitraum
- 1935–1945
FeldmeisterFührer≈ Leutnant
Unterster Führerdienstgrad des RAD.
DarunterUnterfeldmeisterDarüberOberfeldmeister
- Verwendung
- Zugführer, Stellvertreter des Abteilungsführers.
- Abzeichen
- Rangabzeichen nach RAD-Schema.
- Vergleich
- Heer: Leutnant
- Zeitraum
- 1935–1945
OberfeldmeisterFührer≈ Oberleutnant
Zweiter Führerdienstgrad.
DarunterFeldmeisterDarüberOberstfeldmeister
- Verwendung
- Führer einer Abteilung (rund 200 Mann) oder deren Stellvertreter.
- Abzeichen
- Rangabzeichen nach RAD-Schema.
- Vergleich
- Heer: Oberleutnant
- Zeitraum
- 1935–1945
OberstfeldmeisterFührer≈ Hauptmann
Typischer Dienstgrad des Abteilungsführers.
DarunterOberfeldmeisterDarüberArbeitsführer
- Verwendung
- Führer einer RAD-Abteilung.
- Abzeichen
- Rangabzeichen nach RAD-Schema.
- Vergleich
- Heer: Hauptmann
- Zeitraum
- 1935–1945
Die frühere Fassung setzte den Rang dem Oberstleutnant gleich.
ArbeitsführerHöhere Führer≈ Major
Unterster Rang der höheren RAD-Führer.
DarunterOberstfeldmeisterDarüberOberarbeitsführer
- Verwendung
- Stabsführer einer Gruppe, Führer einer Schule.
- Abzeichen
- Rangabzeichen nach RAD-Schema.
- Vergleich
- Heer: Major
- Zeitraum
- 1935–1945
OberarbeitsführerHöhere Führer≈ Oberstleutnant
Mittlerer Rang der höheren RAD-Führer.
DarunterArbeitsführerDarüberOberstarbeitsführer
- Verwendung
- Führer einer Gruppe aus mehreren Abteilungen.
- Abzeichen
- Rangabzeichen nach RAD-Schema.
- Vergleich
- Heer: Oberstleutnant
- Zeitraum
- 1935–1945
OberstarbeitsführerHöhere Führer≈ Oberst
Höchster Rang der höheren RAD-Führer; er fehlte in der bisherigen Fassung.
DarunterOberarbeitsführerDarüberGeneralarbeitsführer
- Verwendung
- Gruppenführer, Stabsführer eines Arbeitsgaus.
- Abzeichen
- Rangabzeichen nach RAD-Schema.
- Vergleich
- Heer: Oberst
- Zeitraum
- 1935–1945
GeneralarbeitsführerObere Führung≈ Generalmajor
Erster Rang der RAD-Generalität.
DarunterOberstarbeitsführerDarüberObergeneralarbeitsführer
- Verwendung
- Führer eines Arbeitsgaus.
- Abzeichen
- Rangabzeichen nach RAD-Schema.
- Vergleich
- Heer: Generalmajor
- Zeitraum
- 1935–1945
ObergeneralarbeitsführerObere Führung≈ Generalleutnant
Zweiter Rang der RAD-Generalität.
DarunterGeneralarbeitsführerDarüberGeneralfeldmeister
- Verwendung
- Führer großer Arbeitsgaue, Amtschef in der Reichsleitung des RAD.
- Abzeichen
- Rangabzeichen nach RAD-Schema.
- Vergleich
- Heer: Generalleutnant
- Zeitraum
- 1935–1945
GeneralfeldmeisterObere Führung≈ General
Dritter Rang der RAD-Generalität.
DarunterObergeneralarbeitsführerDarüberGeneraloberstfeldmeister
- Verwendung
- Leitende Funktionen in der Reichsleitung des RAD.
- Abzeichen
- Rangabzeichen nach RAD-Schema.
- Vergleich
- Heer: General
- Zeitraum
- 1935–1945
GeneraloberstfeldmeisterObere Führung≈ Generaloberst
Höchster RAD-Rang unter dem Reichsarbeitsführer.
DarunterGeneralfeldmeisterDarüberReichsarbeitsführer
- Verwendung
- Stellvertretung des Reichsarbeitsführers.
- Abzeichen
- Rangabzeichen nach RAD-Schema.
- Vergleich
- Heer: Generaloberst
- Zeitraum
- 1935–1945
ReichsarbeitsführerHöchste StellungSpitze
Leiter des Reichsarbeitsdienstes. Konstantin Hierl führte den Arbeitsdienst von 1933 an, ab 1935 als Reichsarbeitsführer, bis 1945.
DarunterGeneraloberstfeldmeisterDarüber–
- Verwendung
- Gesamtführung des RAD, ab 1943 im Rang eines Reichsministers.
- Abzeichen
- Eigene Abzeichen mit Spaten und Eichenlaub.
- Vergleich
- Formal dem Generalfeldmarschall gleichgestellt
- Zeitraum
- 1935–1945
Kein passender Eintrag gefunden. Versuchen Sie ein anderes Stichwort oder setzen Sie die Filter zurück.
Häufige Fragen zu Dienstgraden im Nationalsozialismus
Was ist der Unterschied zwischen Dienstgrad und Funktion?
Der Dienstgrad bestimmte Rang, Besoldung und Uniformabzeichen. Die Funktion, damals „Dienststellung“, war die Aufgabe, etwa Zugführer, Kompaniechef oder Kreisleiter. Ein Oberleutnant konnte eine Kompanie führen, ein Hauptmann in einem Stab arbeiten. Bei SS, SA, HJ und RAD klangen Dienstgrad und Funktion oft gleich, was Quellen schwer lesbar macht.
Welcher SS-Rang entspricht welchem Wehrmachtsdienstgrad?
Für die Waffen-SS galt eine amtliche Gleichstellung: SS-Unterscharführer entsprach dem Unteroffizier, SS-Untersturmführer dem Leutnant, SS-Hauptsturmführer dem Hauptmann, SS-Sturmbannführer dem Major, SS-Standartenführer dem Oberst und SS-Brigadeführer dem Generalmajor. Der SS-Oberführer hatte kein Gegenstück. Für die Allgemeine SS mit ihren politischen und polizeilichen Aufgaben sagt die Gleichstellung wenig über die tatsächliche Macht aus.
Was bedeutet „Unteroffizier mit Portepee“?
Das Portepee war die silberne Quaste an Säbel oder Seitengewehr. Vom Feldwebel an aufwärts trugen Unteroffiziere es wie die Offiziere. Deshalb unterschied man Unteroffiziere ohne Portepee (Unteroffizier, Unterfeldwebel) und mit Portepee (Feldwebel, Oberfeldwebel, Stabsfeldwebel).
Welche Organisationen wurden in Nürnberg für verbrecherisch erklärt?
Der Internationale Militärgerichtshof erklärte 1946 das Korps der Politischen Leiter der NSDAP (ohne Zellen- und Blockleiter), die Gestapo, den Sicherheitsdienst (SD) und die SS einschließlich der Waffen-SS für verbrecherisch. Die SA, die Reichsregierung sowie Generalstab und Oberkommando der Wehrmacht erklärte das Gericht nicht zu verbrecherischen Organisationen. Das war kein Freispruch für ihre Angehörigen: Verbrechen einzelner wurden in Nachfolgeprozessen verfolgt.
Warum stehen hier keine NATO-Codes wie OR-5 oder OF-3?
Die Kürzel stammen aus dem Rangvergleich der NATO und wurden erst nach 1945 eingeführt. Sie auf Wehrmacht oder SS anzuwenden, erzeugt eine Genauigkeit, die es nicht gab. Ich vergleiche deshalb mit den Dienstgraden des Heeres, auf die sich auch die Gleichstellungen der Zeit bezogen.
Wie finde ich den Dienstgrad eines Angehörigen heraus?
Hinweise geben Soldbuch, Wehrpass, Feldpostbriefe und Fotos mit sichtbaren Abzeichen. Personalunterlagen der Wehrmacht verwahrt das Bundesarchiv, einschließlich der früheren Deutschen Dienststelle (WASt) in Berlin. Unterlagen zu SS-Angehörigen und NSDAP-Mitgliedern liegen ebenfalls im Bundesarchiv, unter anderem in den Beständen des früheren Berlin Document Center.
Quellen und Korrekturen
Grundlage sind die Dienstvorschriften und Uniformbestimmungen der Wehrmacht, das Organisationsbuch der NSDAP (1936 ff.) und die Forschung, u. a. Georg Absolon: Die Wehrmacht im Dritten Reich (6 Bände, 1969–1995); Bernd Wegner: Hitlers Politische Soldaten. Die Waffen-SS 1933–1945 (1982); Peter Longerich: Die braunen Bataillone. Geschichte der SA (1989); Michael Buddrus: Totale Erziehung für den totalen Krieg. Hitlerjugend und nationalsozialistische Jugendpolitik (2003); Kiran Klaus Patel: „Soldaten der Arbeit“. Arbeitsdienste in Deutschland und den USA 1933–1945 (2003). Für die Einstufung der Organisationen: Urteil des Internationalen Militärgerichtshofs vom 30. September und 1. Oktober 1946.
Abzeichen und Bezeichnungen änderten sich während der NS-Zeit mehrfach. Wo die Überlieferung uneinheitlich ist, beschreibe ich den verbreiteten Stand. Hinweise mit Beleg nehme ich gern über die Kontaktseite entgegen.
Die vier Lexika zum Zweiten Weltkrieg
„Rang & Ruf“ erklärt Dienstgrade und Funktionen. Die anderen Lexika helfen bei Uniformfarben, Verbänden und Behörden.


