Es gibt vermutlich passendere Tage für einen Psychothriller als Halloween. Mir fällt nur gerade keiner ein. Heute erscheint RAUM 216 als Hörbuch – gelesen von Uve Teschner und produziert von der LauscherLounge.
Bei RAUM 216 gibt es keine Geister, keine Dämonen und kein übernatürliches Monster. Das Unheimliche ist etwas anderes: die Vorstellung, dass du dir deiner eigenen Erinnerung vollkommen sicher bist – und trotzdem alles gegen dich spricht.
Genau damit beginnt die Geschichte.
Eine Freundin verschwindet. Aber war sie überhaupt da?
Mira Richter kommt nach einem Unfall auf einer vereisten Straße wieder zu sich. Die Beifahrertür steht offen. Ihre beste Freundin Laura ist verschwunden.
Mira weiß, dass Laura neben ihr im Wagen saß.
Nur findet die Polizei am Unfallort keinen Hinweis darauf, dass es überhaupt eine zweite Person im Auto gegeben hat.
Das Protokoll sagt: Mira war allein.
Wem glaubst du?
Bis zu dieser Nacht produzieren Mira und Laura gemeinsam den True-Crime-Podcast Dunkle Wahrheiten. Nach Lauras Verschwinden tut Mira das, was sie kennt: Sie schaltet das Mikrofon ein und macht die Suche öffentlich.
Aus einem Vermisstenfall wird Content. Aus Zuhörern werden Ermittler. Aus Anteilnahme wird Erwartung. Immer mehr Menschen wollen wissen, was mit Laura geschehen ist – und irgendwann wartet das Publikum nicht mehr nur auf eine Antwort, sondern auf die nächste Folge.
Gleichzeitig tauchen Hinweise auf, die Mira immer stärker an dem zweifeln lassen, worauf sie sich bisher am meisten verlassen hat: ihrer eigenen Wahrnehmung.
True Crime, Künstliche Intelligenz – und eine Wirklichkeit, der man nicht mehr trauen kann
Ich wollte mit RAUM 216 keinen klassischen Thriller schreiben, bei dem am Ende lediglich die Frage beantwortet wird, wer Täter und wer Opfer ist. Mich interessierte etwas, das längst weit über Fiktion hinausgeht: Wie entsteht eigentlich das, was wir für Wirklichkeit halten?
Wir erleben Verbrechen über Podcasts, Videos, Posts und Kommentare. Fremde Schicksale werden in Echtzeit analysiert, bewertet und weitererzählt. Tausende Menschen beteiligen sich an der Suche nach Vermissten oder an der Diskussion ungelöster Fälle.
Gleichzeitig können Künstliche Intelligenz und digitale Manipulation zunehmend genau das infrage stellen, worauf wir uns jahrzehntelang verlassen haben: Stimmen, Bilder, Dokumente, Erinnerungen und vermeintliche Beweise.
RAUM 216 bringt diese Ebenen zusammen: True Crime, psychologische Manipulation, Künstliche Intelligenz, mediale Öffentlichkeit und die sehr menschliche Angst, irgendwann nicht mehr unterscheiden zu können, welcher Version einer Geschichte man noch glauben darf.
Mehr möchte ich über den Inhalt an dieser Stelle bewusst nicht erzählen. Bei diesem Thriller ist jedes Detail, das man vorher nicht kennt, eines mehr, das beim Hören wirken kann.
Und dann kam Uve Teschner
Ich habe das Manuskript natürlich unzählige Male gelesen und kenne jede Szene. Umso erstaunlicher war für mich, wie anders ein Text noch einmal wirken kann, wenn ihn ein außergewöhnlich guter Sprecher übernimmt.
Uve Teschner ist für mich genau die richtige Stimme für RAUM 216. Er versucht nicht, Spannung dadurch zu erzeugen, dass er jede Szene permanent dramatisiert. Er kann das Gegenteil: zurücknehmen, warten, eine Pause stehen lassen – und damit eine Situation unangenehmer machen, als es ein übertriebener Effekt je könnte.
Gerade bei einem Stoff, in dem Podcasts, Stimmen, Erinnerungen und Unsicherheit eine so große Rolle spielen, macht das einen enormen Unterschied. Figuren werden plötzlich körperlich. Gespräche bekommen eine zweite Ebene. Und Stellen, die ich beim Schreiben sehr genau vor Augen hatte, haben mich in seiner Interpretation selbst noch einmal überrascht.
Warum RAUM 216 als Hörbuch besonders gut funktioniert
Hinzu kommt die Produktion der LauscherLounge. Für diesen Stoff ist das fast ein Heimspiel: Ein wesentlicher Teil der Geschichte spielt mit der Welt von Audio, Podcast und aufgezeichneter Wirklichkeit. Das Hörbuch macht aus diesem Motiv etwas, das beim Lesen nur im Kopf entstehen kann: Man hört es.
Die LauscherLounge hat RAUM 216 als inszeniertes Hörbuch produziert. Für mich war wichtig, dass daraus nicht einfach eine vorgelesene Version des Romans wird, sondern ein eigenes Hörerlebnis.
Bei RAUM 216 treffen die Erfahrung der LauscherLounge, Uve Teschners Interpretation und ein Stoff aufeinander, der wie dafür gemacht ist, über Kopfhörer gehört zu werden.
Warum ausgerechnet Halloween?
Vielleicht passt der 31. Oktober am Ende besser zu diesem Buch, als ich zunächst selbst dachte.
Denn der Horror in RAUM 216 hat kein Gesicht.
Er beginnt in dem Moment, in dem ein Mensch sagt: Ich weiß, was ich gesehen habe.
Und alles um ihn herum antwortet:
Nein. Das hast du nicht.
In diesem Sinne: Happy Halloween.
Und willkommen in RAUM 216.

RAUM 216
Psychothriller von Christian Hardinghaus · gelesen von Uve Teschner
- Autor
- Christian Hardinghaus
- Sprecher
- Uve Teschner
- Genre
- Psychothriller
- Produktion
- LauscherLounge
- Format
- Inszeniertes Hörbuch
- Laufzeit
- 7 Stunden 40 Minuten
- Release
- 31. Oktober 2026
- ISBN
- 978-3-911421-32-4
Wo ist Laura?
Ein Unfall im Schneesturm. Eine verschwundene Podcasterin. Mira ist sicher, dass Laura neben ihr im Wagen saß. Die Polizei sagt: Da war niemand.

RAUM 216 als eBook
Die digitale Ausgabe von RAUM 216 ist bereits erhältlich.
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RAUM 216 als Buch
Die Printausgabe erscheint in den nächsten Tagen.
In Kürze erhältlichDie Welt von RAUM 216
Auf raum216.de findest du nicht nur weitere Informationen zum Thriller. Dort gibt es Hörproben, Trailer, Interviews und jede Menge Background-Informationen zu Geschichte, Themen, Figuren und Entstehung von RAUM 216.
Wer nach dem Trailer tiefer in die Geschichte einsteigen möchte, sollte dort anfangen.

